Die Sorge vor der O2-E-Plus-Fusion

Wie seit längerem bekannt ist, sollen O2 und E-Plus unter dem Dach der spanischen Telefónica fusionieren. Das Internet hat das Ganze schon verlacht, dass 2 Lahme versuchen zu gehen. Letztendlich wurde die Fusion genehmigt, aber es wurden Auflagen erteilt, die eingehalten werden müssen. Allerdings gibt es jetzt große Sorge bei Beobachtern des Marktes davor, dass das fusionierte Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung haben könnte und diese gnadenlos ausnutzen könnte. Und das alles könnte dann zu Lasten des Verbrauchers gehen. Diese Warnung ist nicht besonders weit hergeholt, und heute spricht „das Internet“ darüber.

Die Preise für Mobilfunk könnten empfindlich steigen, ist die simple, aber glasklare Sorge, die sich aus der Fusion der beiden Anbieter ergibt. Die kundenfreundlichen Paketpreise, die zum Beispiel die Marke BASE anbietet, könnten im Zuge der Fusion Geschichte werden. Und die Preise könnten sich dahingehend entwickeln, dass die Fusion bezahlt werden kann. Solche Spekulationen lese ich heute.

Das deutsche Bundeskartellamt warnt davor, den Mobilfunk-Wettbewerb in Deutschland von 4 auf 3 Anbieter zu reduzieren. Klar, das käme einer Reduzierung des Angebots gleich. Da in der Marktwirtschaft Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und eine Reduzierung des Angebots dann den Preis steigen lässt, ist diese Warnung alles andere als unbegründet. Man muss sich als Kunde dieser beiden Anbieter wirklich ernsthaft hinterfragen, ob man seine nächste Vertragsverlängerung bei diesen Anbietern mitmachen würde.

Wie die Entwicklung vorangehen könnte, zeigt ein Blick nach Österreich, wie das Bundeskartellamt aufzeigt. Dort sind nach der Fusion von Orange und Hutchison die Mobilfunkpreise am Ende des Jahres 2012 auch deutlich gestiegen. Und diese Entwicklung muss man ja in Deutschland nicht mitmachen. Es heißt, dass die EU entgegen wirken wollte, indem ein neuer Anbieter mit Funkfrequenzen, Masten, Shops und einem Call Center unterstützt werden sollte, um eine kundenunfreundliche Preisentwicklung zu vermeiden. Allerdings kam es bislang noch nicht dazu, dass ein Interessent dafür zu begeistern war.

Wie dem auch sei, man hat erst über die Fusion gelacht. Aber nun wird klar, dass das fusionierte Unternehmen für deutliche Kopfschmerzen sorgen könnte. Und diese Entwicklung muss man nicht gut finden. Oder was meinen Sie?

Bildquelle: O2 und E-Plus fusioniert – (C) Tim Reckmann  / pixelio.de

Was Sie auch interessieren könnte:

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.