Erfahrungen mit Samsung Wave 3 Smartphone

Was habe ich nicht alles gelesen, wie mies doch das Betriebssystem Bada läuft, was Samsung für die Smartphones der Wave-Reihe ausliefert. Aber ich las auch einige sehr gute Berichte, die mich dazu bewogen haben, ein Samsung Wave 3 zu meiner Vertragsverlängerung zu nehmen.

Nun, nach ein paar Wochen ist es an der Zeit, ein paar Eindrücke zu vermitteln.

Das Äußere

Äußerlich macht das Wave 3 einen sehr soliden Eindruck. Wo das Paradehandy Samsung Galaxy 2 (vor ein paar Wochen gab es noch keinen anderen Vergleich) mit Plastik glänzt, kommt das Wave 3 mit solidem und gebürstetem Aluminium daher.

Das Gerät liegt sehr gut in der Hand. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass bei kleinen Händen wie bei anderen Smartphones das Halten etwas abenteuerlich sein kann. Das ist dann aber eben keine negative Eigenschaft des Wave 3, sondern der Nachteil kleiner Hände.

Hardware

Grob gesagt, bietet dieses Handy nahezu alles, was derzeit Standard ist: Ein 1,4 GHz Prozessor arbeitet im Gehäuse. Der interne Speicher ist 4 GB groß. Bei dem im Vergleich zum Android-Betriebssystem viel kleineren Bada-Betriebssystem hat man genügend Platz für allen möglichen Krimskrams. Und sollte das nicht reichen, kann man eine Speicherkarte bis 32 GB einsetzen.

Das Handy hat 2 Kameras. Die Hauptkamera ist hinten und bietet 5 Megapixel-Auflösung (2560 x 1920 Pixel). Die Frontkamera für Videokonferenzen ist deutlich schwächer und bietet VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel). Videos kann man mit HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) aufzeichnen.

Die Datenübertragung läuft über WLAN (bis 300 MBit/s), HSUPA (bis 5,76 MBit/s), HSPA+ (bis 14,4 MBit/s) sowie über die herkömmlichen Verfahren wie GPRS oder UMTS.

Die Hardware ist im Normalfall für jeden ausreichend. Das Handy arbeitet bei mir sehr zuverlässig. Meine Erfahrung zeigt zudem, dass der Akku durchaus 2 Tage und mehr trotz WLAN und Co. halten kann.

Seinen Gesprächspartner versteht man übrigens sehr gut. Und Musik klingt auch überraschend gut für ein Handy. Man muss natürlich Abstriche zu einer HiFi-Anlage oder einem Dolby-Digital-System machen. Aber ich kann mich nicht beschweren.

Software

Was habe ich nicht alles gelesen! Bada stürzt ab. Bada ruckelt. Bada bringt keine Apps. Bada soll grob gesagt großer Unsinn sein. Um es kurz zu machen: Stimmt alles nicht. Ich kann das alles nicht im Ansatz bestätigen.

Bada macht den Eindruck, als sei es ein modifiziertes Android-Betriebssystem. Es scheint schlanker zu sein und läuft daher wahrscheinlich auf gleicher Hardware etwas schneller. Es bringt alles soweit mit, was man so braucht. Von Hause aus hat man einen Browser, Navigation, Chat, Radio etc. installiert. Sollte das nicht reichen, gibt es Apps zum Herunterladen.

Nein, wir nutzen hier nicht Google Play. Ich mache mich also nicht von Google abhängig. Ich nutze den Samsung Store. Vom Hersteller geprüfte Apps. Nach allem, was ich bisher festgestellt habe, gibt es keinen großen Nachteil zu den Android Apps. Gut, das Wave 3 hat keine App, mit der man Flugzeuge zum Abstürzen bringen oder Kaffee kochen oder Pizza belegen kann. Aber ansonsten ist soweit alles vorhanden, was Android-Nutzer auch benutzen. Und vieles davon kostenfrei.

Eine Systemüberwachung gibt es auch. So kann man das Handy jederzeit überprüfen. Die App wird wohl eine meiner Lieblings-Apps werden: BadaSI. Es fehlt also soweit an nichts.

Gesamteindruck

Abstürze habe ich mit diesem Gerät noch keine erlebt. Im gleichen Zeitraum ist ein zur gleichen Zeit angeschafftes Android-Smartphone bereits mindestens einmal abgestürzt. Wenn man das so sieht, ist Bada scheinbar stabiler.

Natürlich ist das hier nur ein rein subjektiver Eindruck. Ich jedenfalls kann das Samsung Wave 3 wärmstens empfehlen. Wer nicht dem Ich-muss-jede-App-haben-Wahn verfallen ist, erhält mit dem Gerät ein sauber verarbeitetes, solide arbeitendes und sehr schickes Smartphone, für das sich niemand schämen muss.

Aber vielleicht legen Sie ja doch auf ganz andere Aspekte Wert. Es kann Ihnen niemand direkt empfehlen, dass Sie Handy XYZ unbedingt kaufen sollen. Eine kleine Entscheidungshilfe liefert da der Blog TechFacts. Man gibt Ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand, mit der die Auswahl des richtigen Smartphones zum Kinderspiel wird. Es ist durchaus interessant, den Beitrag aufzurufen. Er schildert recht gut, welche Fakten beim Anschaffen eines Smartphones eine Rolle spielen. Wer sich unschlüssig ist, kommt hier sicher weiter.

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11 Kommentare

    1. Hallo Saturnous,

      sicher gibt es bei diversen Funktionen und Apps noch Nachholbedarf. Das heißt aber nicht, dass das nun unbedingt etwas schlechtes ist.

      Im Übrigen habe ich mir die Demo auf dem Handy angesehen. Und sie läuft zackig und ruckelfrei durch. Also: Ja, das funktioniert.

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