Mein Irrtum über die Nutzung von Bada 2.0 von Samsung

Wie Sie wissen, nutze ich immernoch ein Samsung Wave 3 Smartphone mit dem abgekündigten Betriebssystem Bada 2.0. Ich bemängele ja immer wieder, dass nichts geht, wenn man dieses System nutzt. Ein alternatives System funktioniert auch nicht auf dem Smartphone, weil Samsung das Gerät zugenagelt hat.

Also war ich darauf eingerichtet, außer Telefon, SMS und Browser nichts weiter nutzen zu können. Und den Browser auch nur zum Teil, weil ich eben diverse Seiten nicht sinnvoll laden konnte. So war das eben auch mit der mobilen Webseite von Facebook, bis ich irgendwann mal auf den Trick mit der Samsung-eigenen App Social Hub gekommen bin. Aber es geht noch besser.

Ich nutze nach wie vor das Samsung Wave 3, das übrigens Samsung immernoch für 459 € empfiehlt. Wie Sie an den Bildern auf der eben verlinkten Seite sehen, ist es ein wirklich optisch schönes Gerät. Und ich finde es sowas von jammerschade, wie wenig damit möglich ist, weil Samsung sich nicht dafür entschieden hatte, Bada sinnvoll zu verbreiten und zu pushen.

Man behilft sich eben, so gut es geht. Das ist alles bekannt. Und wenn rudimentäre Dinge reichen, dann befasst man sich nicht mehr mit Technik, die vom Hersteller nicht mehr weiterentwickelt wurde. Und dabei habe ich etwas gänzlich übersehen. Denn man kann das Wave 3 sinnvoller nutzen als gedacht.

Das zentrale Stichwort heißt hier: Samsung Social Hub. Bada-Nutzer werden diese App vielleicht kennen. Mit ihr kann man Email, SMS und soziale Netzwerke kombinieren. Man kann sich die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter in einen Stream laden, der wunderbar funktioniert. Das Veröffentlichen von Nachrichten in diesen Netzwerken funktioniert auch bestens. Man ist also bezüglich Facebook nicht darauf angewiesen, sich deren mobile Seite mehr schlecht als recht im Browser anzeigen zu lassen.

Schön ist auch, dass der Chat bei Facebook funktioniert. Zum Teufel also mit solchen Dingen wie dem Facebook-Messenger, der Social Hub macht das auf die gleiche Art und Weise. Links werden aktiv angezeigt und sind klickbar, Bilder werden angezeigt. Nur eben eventuell bei Facebook eingebundene Spiele funktionieren eben nicht. Aber das ist nicht so schlimm.

Bei Twitter genau das Gleiche: Der Stream wird geladen, man kann twittern, die Links funktionieren. Ich vermute, mit Direktnachrichten ist es dann dasselbe. Da ich sehr gern Twitter auf dem Smartphone verwende, schaue ich mir die Twitter-Integration natürlich ganz genau an. Und ich kann bisher nicht klagen.

Weiter kann man über den Social Hub das Business-Netzwerk LinkedIN einbinden. Da ich dieses aber seit längerem nicht mehr nutze, da ich keinen Mehrwert für mich erkenne, beschäftige ich mich auch nicht weiter damit. Und ich kann natürlich diverse Email-Dienste einbinden: GMail, Outlook.com, YahooMail, GMX etc. Unter „Sonstige“ könnte ich dann noch mein Email-Konto für meine Webseite mit einhängen. Aber das wäre des Guten etwas zu viel.

Ich sage Ihnen jetzt mal, wie ich den Social Hub bisher genutzt habe: Ich hatte irgendwann mal Facebook und Twitter eingebunden. Als es irgendwann zu Fehlern kam, habe ich diese App dann völlig ignoriert und letztendlich vergessen. Ich denke zwar, dass ich nicht viel verpassen würde, wenn ich den Social Hub weiterhin nicht nutzen würde. Aber Samsung – das muss ich wirklich einmal lobend zugeben – hat sich mit dem Social Hub durchaus etwas gedacht.

Und warum nehme ich dann keine App? Es gibt ja „Facebook für Bada“ und „TweetCaster“. Ja, das stimmt. Da aber die Schnittstellen von den sozialen Netzwerken immer mal wieder aktualisiert werden und sich niemand mehr um die Apps gekümmert hatte, funktionieren die Apps eben nicht. „Facebook for Bada“ tat das sowieso nie richtig. Aber damit konnte ich immer gut leben.

Bei BadaNIA gibt es seit längerem einen umfangreichen Artikel zu Tipps, wie man Probleme mit Bada und dessen Verwendung umgehen oder beheben kann. Dort ist eben auch die Rede vom Social Hub. Und der wird dort auch in den höchsten Tönen gelobt. Der MDK empfiehlt dort eben auch, den Opera Mini in der Java-Version statt des Standard-Browsers zu nutzen. Bis auf wenige Ausnahmen funktioniert aber der Standard-Browser, sodass nicht allzu viel Handlungsbedarf auf meiner Seite besteht.

Alles in allem ist derzeit Bada doch noch zu mehr nutze, als „nur“ als reines Telefon mit SMS. Trotzdem werde ich ein anderes Telefon wählen, wenn mein Vertrag in die Verlängerung geht. Ich werde nicht auf Tizen warten, denn da habe ich so meine Zweifel. Und die kann niemand momentan ausräumen. Deshalb muss etwas bereits weit verbreitetes her. Aber der Social Hub versöhnt mich etwas mit Bada.

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