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Samsung macht weiter bei Tizen und lobt Preisgeld mit Intel aus

Sie kennen alle das Sprichwort: „Totgesagte leben länger.“ – In der letzten Woche überschlugen sich die Meldungen und Gerüchte, dass das ambitionierte Betriebssystem Tizen gar nicht mit Samsung-Handys kommen würde. Ja, auch ich habe mich daran beteiligt. Kurz darauf kamen erste Berichte darüber, dass Samsung das Ende von Tizen dementiert hat. Und heute gibt es wieder etwas neues zu berichten.

Alles in allem muss ich wirklich sagen, dass mit Tizen ein ziemlicher Tanz vollführt wird. Wie dem auch sei, der Charme, den Tizen versprüht, nimmt durch so etwas Schaden. So ist immernoch davon auszugehen, dass Samsung das System wie Bada recht stiefmütterlich behandeln könnte. Aber schauen wir mal, was da jetzt wieder vermeldet wird.

Ich bin mir etwas unschlüssig, was wohl das ganze Theater rund um Tizen soll. Entweder Samsung bekommt kein sauber arbeitendes Telefon mit dem System zustande. Oder es wird ein richtig großes Ding, das ein entsprechend großartiges Umfeld benötigt. Und ich glaube mittlerweile nach den letzten Meldungen, dass letzteres eintreffen wird. Irgendwas dazwischen wird es für Samsung nicht geben.

Und nun kommt ein Blog nach dem anderen und Nachrichtenseite um Nachrichtenseite um die Ecke und erzählt dem eventuell interessierten Leser, dass Intel und Samsung sich angeschickt haben, 4 Millionen US-Dollar für Apps und das dazugehörige Engagement der Entwickler ausgeben wollen. Es soll so etwas wie ein Preisgeld sein.

Das Problem ist, dass der Tizen App Store recht übersichtlich noch aussieht. Es fehlen schlichtweg die Apps. Also das, was bei Bada auch immer das Hauptproblem war, ist bei Tizen auch der Fall. Aus diesem Grund haben Intel und Samsung die so genannte „Tizen App Challenge“ ins Leben gerufen. Mit 4 Millionen US-Dollar drehen die beiden Konzerne dann ganz schön auf.

Die Challenge läuft bis zum 01. November 2013. Intel und Samsung erwarten, dass damit das Angebot an Apps potentiell ansteigt. Hierzu hat sich WinFuture recht ausführlich geäußert. Ich bin mir aber nicht so richtig sicher, ob der Turbo in Form der Challenge tatsächlich zündet. Ich gehe aber davon aus, dass Tizen durchaus nur mit einem richtigen Knaller-Gerät den Markt umhauen könnte. Und das wäre heraus geschmissenes Geld, wenn den App Store nahezu leer ist.

Lassen wir uns einfach mal überraschen, ob und wie die „Tizen App Challenge“ die App-Entwickler voran treiben kann. Wenn das Angebot an den Programmen nicht stimmt, wird es kein Smartphone mit besonderem Wow-Effekt und Tizen geben. Oder was meinen Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Samsung macht weiter bei Tizen und lobt Preisgeld mit Intel aus”

  1. Für mich entscheidet sich ein potentieller Erfolg von Tizen nicht nur an der Funktion, sondern an der Frage, ob Samsung und Intel sich ebenso als Datenkrake betätigen wollen wie Apple und Google – oder ob hier eine Nutzung des Stores ohne Anmeldung analog zu den normalen Linux-Distributionen möglich ist.
    Ich arbeite derzeit noch mit Symbian und verweigere mich Android und Apple aufgrund dieser Gemengelage. Ein OpenSource-System ohne Registrierungszwang und mit der Möglichkeit, Software von dritter Seite einzubinden (wie bei Symbian der Fall) wäre für mich ein echter Anreiz. Und ich denke (hoffe), dass ich da nicht allein auf weiter Flur stehe!

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