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Logo des Konzerns Samsung - By Samsung (http://www.samsung.com) [Public domain], via Wikimedia Commons Logo des Konzerns Samsung - By Samsung (http://www.samsung.com) [Public domain], via Wikimedia Commons

Samsung schränkt Benutzer ein

Hach, war mir das ein Fest! Samsung, der koreanische Mobilgeräte-Riese, macht sich mehr und mehr lächerlich. Das viel gepriesene Galaxy Note 3, also dieses Phablet, was mit keinem Konkurrenzprodukt mehr verglichen wird, kommt mit regionaler Beschränkung. Und künftige Samsung-Produkte kommen sogar mit noch weiteren Beschränkungen. Irgendwie haben es die Koreaner nicht verstanden, was das dann für die Android-Welt bedeutet. Müssen sie ja auch nicht, sie sind ja die größten.

Bei DVD-Playern etwa oder bei Druckern ist es schon lange im Einsatz: Geräte für Asien kann man als Europäer zwar kaufen, aber in Europa nicht benutzen. Bei Druckern – etwa von HP – ist es so, dass die Drucker dann keine europäischen Patronen annehmen. Und so soll das eben auch bei dem Riesen-Smartphone Galaxy Note 3 sein. Kein anderer Hersteller aus der Android-Ecke macht so etwas. Und jetzt kommt es noch ein bisschen dicker.

Von Apple kennt man das: Man kann nur noch originales Apple-Zubehör mit dem Gerät verwenden. Alles andere wird abgelehnt. Künftige Samsung-Smartphones sollen einen Chip zur Authentifizierung in sich tragen, damit nur noch originales Samsung-Zubehör eingesetzt werden kann. Bei Akkus verstehe ich das ja noch. Aber bei Ladegeräten, die praktisch alle die gleiche Leistung und die gleichen Anschlüsse haben, verstehe ich eine solche Praxis schon weniger. Aber selbst die 5-Euro-Kopfhörer soll man dann nicht mehr verwenden können, sondern nur noch den 3x so teuren Kram, auf dem Samsung draufsteht.

Da Android-Nutzer die Android-Geräte eben wegen der Vielseitigkeit und Offenheit schätzen, wird dies aller Voraussicht nach den sturen Koreanern nicht wohl bekommen. Denn ein Android-Nutzer ist ein anderer Schlag als ein Nutzer von Apple-Produkten. Denn Apple-Nutzer legen Wert auf die Markentreue. Nur das, wo Apple draufsteht, wird auch als tauglich angesehen. Aber bei Android-Zubehör ist der Fall doch ein wenig anders.

Klar, minderwertige Akkus oder minderwertige Ladegeräte können gefährlich werden. Aber wenn ich schon ein Ladegerät von – sagen wir mal – HTC habe und mein originales von Samsung nicht mehr funktioniert, sollte es doch möglich sein, mit dem HTC-Teil das Smartphone zu laden. Oder?

Laut AndroidNext könnte der Hintergrund aber nicht unbedingt der Schutz der Nutzer sein, sondern ein anderer: Der Blog berichtet davon, dass der Smartphone-Markt ja weitgehend gesättigt ist. Und insofern könnte die Zukunft darin bestehen, möglichst umfangreich Zubehör anzubieten. Also Netzteile, Akkus, Headsets, Taschen, Schutzfolien etc. Überall würde dann Samsung drauf stehen. Und Zubehörteile (ja, Taschen und Folien ja nun nicht) von Drittherstellern werden dann nicht mehr akzeptiert. Und damit hat sich der koreanische Riese auf eine Stufe wie Apple gestellt. Nur dass sie ein völlig anderes Klientel haben.

Momentan ist es nur ein Gerücht. Aber ich bin davon überzeugt, dass Samsung so etwas in der Schublade haben könnte. Da stellt sich jetzt die Frage, ob ich richtig liege, dass Nutzer von Samsung-Geräten mit Android diese Strategie dem Konzern schwer übel nehmen könnten. Mich tangiert es ja nur peripher, da ich vorhabe, mich um einen anderen Hersteller als Samsung zu kümmern. Aber sehen Sie das auch kritisch, was sie da vorhaben sollen?

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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