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Smartphone - free picture by redime via morguefile.com Smartphone - free picture by redime via morguefile.com

Wissen, wo das Handy ist

Es ist immer wieder ein heikles Thema: Möchte ich, dass mein Handy geortet werden kann? Viele Dienste gibt es hierfür. Es ist nicht immer einfach, sich für einen solchen Dienst zu entscheiden. Denn es hat nicht nur etwas mit Schnüffeln im Privaten zu tun, es geht auch um den Datenschutz. Bei der aktuellen Nachrichtenlage ein sehr umstrittenes Thema.

Wofür es aber gut sein kann, dass das Handy geortet werden kann, zeigen immer wieder akute Beispiele. Da wird eine Art Fahrtenbuch-Abrechnung über die GSM- und GPS-Daten vollführt, da können abhanden gekommene Personen wieder gefunden werden usw. Obwohl man immer nach seinem Handy suchen kann, ist die Handyortung nicht zwangsläufig mit dem Begriff “Schnüffeln” zu verbinden.

Ich möchte jetzt nicht unbedingt auf solch Spaßsoftware aufmerksam machen, für die im deutschen Musikfernsehen immer wieder Werbung gemacht wird. Ich möchte auch nicht auf den Dienst Google Latitude hinweisen, bei dem der Internetriese Bewegungsprofile erstellen kann. Und dieser Internetriese steht im Verdacht, mit Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. Ich denke, es gibt zu viele Dienste, als dass man auf alle hinweisen kann. Ich habe mir darum “Handy-Ortung.org” herausgepickt, denn das Angebot ist alles andere als uninteressant.

Ab 7,90 € bietet der Dienst die Möglichkeit, die Handys – meinetwegen im Haushalt oder im Betrieb – zu orten. Wenn z.B. Eltern ihre Kinder allein in die Schule schicken und einfach sichergehen wollen, dass sie “nicht vom Wege abkommen”, ist so etwas sicherlich sinnvoll. Natürlich, man sollte es nicht übertreiben und das Kind oder den Partner nicht ununterbrochen auf Schritt und Tritt zu überwachen. Denn ein bisschen Vertrauen sollte man schon haben. Aber manchmal bietet es sich eben an.

Auf der Seite des Anbieters (Klick) sind verschiedene Videos eingebunden. Ich habe mal so durchgeschaut: Mir kommt es so vor, als würde der Anbieter recht offensiv mit dem Thema umgehen. Denn immer wieder kommen irgendwelche Magazine um die Ecke und verteufeln die Ortung. Aber sie ist nicht in jedem Fall Teufelszeug. Und gerade, was Kinder betrifft, könnte man ja z.B. auch einen kostenlosen Handyfinder testen.

Der Anbieter garantiert, dass mit den Daten (also die Registrierungsdaten und sämtliche Handydaten) kein Geschäft gemacht wird. Natürlich stellen sich da immer wieder Fragen, ob dem auch wirklich so ist. Aber da kann ich Ihnen nur empfehlen, den Blog auf der Seite zu besuchen.

Alles in allem muss ich sagen: Handyortung kann sinnvoll sein, sie muss es aber nicht. Und ob man seine Daten für eine Ortungsmöglichkeit lieber an einen amerikanischen Riesen, der mit der NSA in Verbindung steht, weitergibt oder dann doch lieber mit einem deutschen Anbieter mit Datenschutzgarantie zusammenarbeitet, das muss jeder selbst wissen. Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick zu Handy-Ortung.org, wenn man sich mit dem Thema beschäftigen möchte.

Bildquelle: Smartphone – free picture by redime via morguefile.com

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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