21 Jahre “Walking on the Milky Way” von OMD

Jaja, derzeit steht das Album “The Punishment of Luxury” im Fokus. Aber mit “Universal” hatten OMD ein höchst ungewöhnliches Album unter die Leute geworfen. Ich hatte darüber ja auch schon mal geschrieben. Jetzt gehe ich mal etwas ausführlicher auf das Lied aus der guten alten Zeit ein. OMD klangen 1996 nicht etwa nach den Göttern des New Wave, sondern eher nach Britpop. Aber die Inhalte waren ähnlich imposant wie sonst auch.

Man, you should have seen us!

Als ich siebzehn war, war mein Kopf voll mit großartigen Träumen. Mein Herz würde rufen, und ich würde voller Stolz gehen. Mit 22 gehörte mir die Welt, ich gehörte dir, und du warst himmlisch. Und sonst wäre uns nichts anderes wichtig gewesen. Ich glaube nicht an das Schicksal und auch nicht an die Liebe. Ich glaube nicht, dass irgendetwas genug sein wird.

Wie die Zeit vergeht, zerstört die Realität deine Hoffnung und Würde. Da bleibt nichts außer die Schatten an der Wand. Aber erinnere dich einfach, wer du bist und wo du gewesen bist, du bist so weit gekommen. Und lass sie dich niemals fallen sehen. Ich glaube nicht an Wunder und auch nicht an die Wahrheit. Ich glaube auch nicht, dass dir irgendwas die Jugend wiederherstellen kann.

Mensch, du hättest uns sehen sollen, wie wir auf dem Weg zur Venus einfach auf der Milchstraße spazieren gingen. Es war etwa für einen Tag. Wir gingen den großen Sachen nach und handelten so, als wären wir echt hart. Baby, wir waren auf unserem Weg. Also, was sagst du?

Wir können die Zeit nicht zurückdrehen

OMD waren 1996 faktisch am Ende. Eigentlich schon zwei oder drei Jahre vorher. Aber Andy McCluskey hat den Mythos der Achtziger noch einmal wieder belebt. Der Charm von OMD aus den Achtzigern wurde durch Britpop und Grunge Rock weggefegt. Davon war McCluskey denkbar genervt. Mit dem Album “Universal” aber wollte er mit neuer Besetzung noch einmal angreifen. Und er nimmt Bezug auf die Zeit, als OMD noch aus ihm, Paul Humphreys, Martin Cooper und Malcolm Holmes bestand.

“Walking on the Milky Way” ist ein schwermütiges Lied, das sich mit der Zeit immer weiter im Arrangement und im Inhalt steigert. Wehmütig erinnert sich Andy McCluskey an die ruhmreiche Zeit und bringt zur Sprache, dass die Zeit nicht zurückgedreht werden kann. Was bleibt, sind Erinnerungen. Musikalisch lässt McCluskey dabei alles hinter sich, was OMD seit den späten Siebzigern ausgemacht hatte.

Eigentlich könnte man hier schon vom Britpop reden, aber “Walking on the Milky Way” reicht weiter zurück. Es ist eigentlich eine Reminiszenz an “Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band” von den Beatles. Das war dem Verständnis des Musikers auch eine gute alte Zeit. Nach dem Misserfolg der Nachfolger-Single “Universal” löste Andy McCluskey die Band auf und verschaffte der Mädchengruppe Atomic Kitten Welterfolge. Und so bleibt “Walking on the Milky Way” eine Erinnerung an eine gute Zeit.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=LdhYzXobHEk

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