30 Jahre „Fascination Street“ von The Cure

Die zentrale „Trilogy“ von The Cure beinhaltet das überragende Album „Disintegration“, worüber ich mal schrieb. Darauf: „Fascination Street“. Die Straße der Faszination, der Begeisterung, des Zaubers. Die Welt zerfällt, und wir tanzen dem Wahnsinn entgegen. Für mich ist die brachiale Nummer eine der besten der Rockgeschichte.

Opening time down on Fascination Street

Oh, unten an der Straße der Faszination ist alles geöffnet. Also lassen wir mal unsere Unterhaltung und gehen ein bisschen raus. Denn ich habe das Gefühl, alles verschwindet und verblasst. Und ich bettle dich, mit mir nach unten zu ziehen und den letzten Nagel einzuschlagen.

Ja, so gefällst du mir, so wie du mir gefällst, wenn du schreist. Aber wenn du deinen Mund aufmachst, kann ich dafür nicht verantwortlich sein für das, was hineinkommt, oder mich für das, was herauskommt, zu interessieren. Also mach dir die Haare und mach einen Schmollmund.

Und lass uns im Takt bewegen, als ob wir wüssten, dass es vorbei ist. Wenn du in den Abgrund rutscht, dann spring auf meine Schulter. Mach dir die Haare, zieh einen Flunsch. Schmink dir das Gesicht und komm auf die Füße! Und dann lass uns zur Öffnungszeit hinuntergehen auf die Straße der Faszination.

Das Donnern des Basses

„Fascination Street“ ist bekannt für seinen donnernden Bass. Die Nummer erschüttert ja alles. Als ich über „Disintegration“ schrieb, schrieb ich von „Düsternis und Zerfall“. Wenn das nicht auf das vorliegende Lied passt, weiß ich auch nicht. Es wird gemeinhin als „unheilvoll“, „verhängnisvoll“, „bedrohlich“ angesehen.

Die US-Plattenfirma Elektra Records wollte die Erfolgsnummer „Lullaby“ partout nicht als erste Single in den USA veröffentlichen und entschied sich für „Fascination Street“. Das schoss aus dem Stand heraus in den neu gebildeten „Billboard Modern Rock Track Charts“ auf Platz 1 und blieb dort den halben Sommer 1989 hocken.

Das Gewitter der Bassgitarre von Simon Gallup dominiert das Lied, in welchem es um „das Ende“ geht. Aber wovon? Das Ende der Welt? Ja, wovon denn sonst bei dem Album? Aber „Fascination Street“ bleibt da relativ nebulös. Aber das macht nichts, denn es geht eh alles kaputt. Es ist die lauteste und wütendste Nummer der Briten.

Das Lied

Na klar, es gibt eine Single-Version mit einem offiziellen Video. Aber viel besser ist die Original-Version auf dem Album. Die wird begleitet von einer unfassbaren Maxi-Version, die alles in den Schatten stellt. „Disintegration“ bleibt derweil das wichtigste Album von The Cure.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.