34 Jahre “Brothers in arms” der Dire Straits

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Krieg ist immer Mist. Und so gab es auch immer Antikriegslieder. Eins der bekanntesten Lieder ist “Brothers in arms” von den Dire Straits aus dem Jahr 1985. Es handelt sich für mich um eins der bestens jemals geschriebenen Lieder der Rockgeschichte. Ich hatte schon mal über das gleichnamige Album geschrieben. Das Lied an sich benötigt aber etwas mehr Platz als nur einen Absatz.

My brothers in arms…

Jetzt sind diese mit Nebel bedeckten Berge ein Zuhause für mich. Aber meine Heimat ist das Flachland. Und das wird es auch immer sein. Eines Tages werdet ihr in eure Täler und zu euren Farmen zurückkehren. Und ihr werdet nicht mehr länger darauf brennen, Waffenbrüder zu sein.

Hier auf diesen Feldern der Zerstörung gab es Feuertaufen. Ich habe all euer Leid erlebt, als die Kämpfe härter wurden. Und obwohl sie mich so sehr verletzt haben in all dem Lärm und all der Furcht, habt ihr mich niemals im Stich gelassen, ihr, meine Waffenbrüder.

Es gibt so viele verschiedene Welten, so viele verschiedene Sonnen. Wir haben nur diesen einen Planeten. Und doch ist es so, als käme jeder von uns von einem anderen Stern.

Nun ist die Sonne zur Hölle gefahren, und es regiert nun der Mond den Tag. Lasst mich euch Lebewohl sagen. Jeder Mann muss einmal sterben. Aber es steht in den Sternen und in jeder Linie auf euren Handflächen geschrieben: Wir sind Narren, wenn wir gegen unsere Waffenbrüder Krieg führen.

Der Krieg um die Falklandinseln

“Brothers in arms” fuhrwerkt immer einen fetten Kloß in meinen Hals, wenn ich es höre. Es handelt vom Falklandkrieg. Aber nicht mit erhobenem Zeigefinger wie so manch anderes Antikriegslied. Der sterbende Soldat singt davon, am Fuße der Berge der Falklandinseln begraben zu sein und wie irre dieser verdammte Krieg doch ist.

Im Falklandkrieg versuchte die argentinische Militärjunta, den Inselarchipel der Malwinen (the Falklands), sowie die Inselgruppe Südgeorgien und die unbewohnten Südlichen Sandwichinseln zu besetzen. In der dreimonatigen Auseinandersetzung kam es am Ende zu knapp 1000 Toten und 2500 Verwundeten. Wer will, kann hier ausführlich lesen.

“Brothers in arms” ist eine getragene Nummer, die feinfühlig mit den Kriegsschrecken umgeht. Sänger Mark Knopfler musste beim Verfassen und beim Vortragen in die Sicht und die Empfindungen des sterbenden Soldaten eintauchen. Die erste Hälfte des Textes spricht zu den eigenen Kameraden als Waffenbrüder. Aber speziell am Ende sind es auch die Kriegsgegner, die damit gemeint sind.

Krieg bleibt immer Irrsinn. Und so passt auch die anklagende, weinende Gitarre bestens zu dem Lied. Und wenn wir derzeit sehen, was im Nahen Osten wieder los ist und welches Leid wieder gebracht wird, kann man sich eigentlich nur denken, dass da nur Irre die Befehle geben. Oder hat jemand eine andere Erklärung dafür?

Ein Lied für die Ewigkeit

Jeder, der denkt, dass mit Waffengewalt irgendwas besser wird, sollte sich die Worte von Mark Knopfler genau durchlesen. “Brothers in arms” ist ein Lied für die Ewigkeit, da ein Krieg immer nur Verlierer bringen kann. Der Falklandkrieg hatte neben den Toten, Verletzten und Gefangenen auch 2,5 Milliarden Britische Pfund gekostet. Bei Argentinien weiß man das nicht mal so genau.

Die Veteranen des Kriegs werden auch heute noch von einer Organisation betreut. Und Mark Knopfler hat sein Lied “Brothers in arms” 2007 neu aufgenommen und Erlöse an die Organisation gespendet. Das Trauma aber bleibt bestehen. Daran kann auch der sterbende Soldat nichts ändern. Er kann nur mahnen, wozu Kriege führen können.

Das Lied

Ja, es gibt ein sehenswertes Video von “Brothers in arms”. Das könnt ihr hier sehen. Aber bei solchen Liedern braucht man nicht unbedingt ein Video, um sie vollständig wirken zu lassen. Das legendäre “Brothers in arms” gibt es nur vollständig auf dem Album als letztes Lied. Und dort klingt es so:

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