40 Jahre "Here I Go Again" von Whitesnake - Bild von WorldSpectrum auf Pixabay

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40 Jahre „Here I Go Again“ von Whitesnake

Einer der besten Rocksongs aller Zeiten in meinen Ohren wird dieses Jahr 40 Jahre alt: Das Stück „Here I Go Again“ von David Coverdale und der Band Whitesnake. Ihr wisst ja vielleicht, dass ich irgendwann mal Schlagzeug gespielt hatte. Die Nummer war damals einer der vielen Gründe: Ich wollte so ein geiles Drumfill wie Ian Paice in der ersten Version oder – noch besser – wie Aynsley Dunbar in der 1987er Neuauflage hinkriegen. Die Nummer ist aber auch großartig. Deshalb gibt es mal ein paar Schläge Takte dazu.

Here I go again on my own

Ich weiß nicht, wohin ich gehe. Aber ich weiß sicher, wo ich gewesen bin. Ich hänge an den Versprechen, die mir die Songs von gestern gaben. Und ich habe mich nun entschieden. Ich verschwende nicht mehr meine Zeit. Ich fange noch einmal an.

Obwohl ich nach einer Antwort suche, scheine ich niemals zu finden, wonach ich suche. Oh, Herr, ich bete: Du gibst mir die Stärke weiterzumachen. Denn ich weiß, was es bedeutet, allein die einsame Straße der Träume entlang zu gehen.

Ich bin nur ein weiteres Herz, das Rettung benötigt. Ich warte auf die Wohltat der Liebe. Und ich werde durchhalten für den Rest meiner alten Tage. Denn ich weiß, was es bedeutet, allein die einsame Straße der Träume entlang zu gehen.

Ich fange nochmal ganz von vorn und allein an. Ich gehe die einzige Straße hinunter, die ich immer kannte. Wie ein Herumtreiber wurde ich dafür geboren, allein zu gehen. Und ich habe mich entschieden. Ich verschwende nicht mehr meine Zeit.

Alter, was für ein Pathos!

„Here I go again“ ist die zentrale Nummer von David Coverdale nach seiner Zeit als Vorturner bei Deep Purple. Ist es die ganze Zeit das Wundenlecken, dass der charismatische Typ lange Jahre brauchte, sich selbst zu finden, als sich Deep Purple nach dem Tod von Gitarrist Tommy Bolin auflöste? Wer weiß? Schließlich war ja Ritchie Blackmore gleich wieder mit Rainbow erfolgreich. Und David Coverdale? Der einsame Wolf, der nicht so richtig wusste, wohin er gehörte?

Die erste Version von „Here I Go Again“ wurde auf „Saints and Sinners“ 1982 veröffentlicht. Zum Album erzählte Coverdale, dass die Band wegen der vielen Konzerte davor ausgebrannt war. Und so legte er Whitesnake auf Eis. Schließlich machte er dann doch weiter. Mit neuer Whitesnake-Besetzung. Und eben jenem Album mit eben jener Single. Das war also sein Neuanfang. Und warum dann die neue Version 5 Jahre später?

Whitesnake wurden wieder einmal umgebaut. Jaja, es war mal wieder soweit: „Here I Go Again“ – Coverdale hatte wieder von vorn angefangen. Diesmal hatte er Musiker von Ronnie James Dio, von Ozzy Osbourne und Rainbow um sich geschart und allen kiloweise Haarspray in die frisierten Locken gesprüht. Der so genannte „Hair Metal“ war geboren. Und in dem Zuge schoss das neu aufgenommene „Here I Go Again“ weltweit an die Spitze der Charts.

Pathetisch war es immernoch. Aber es war etwas schneller, es war treibender. Die Nummer wurde komplett neu erfunden. Kein Bluesrock mehr, die Schönheit räkelt sich um Coverdale, und plötzlich war das eben eine geile Nummer. Jeder, der Ende der Achtziger wie ich Schlagzeug spielte, wollte unbedingt diese donnernde Bridge in der Mitte des Liedes hinbekommen. Wie zum Geier hat Dunbar das eigentlich gemacht? Wir fanden es großartig.

Teenager-Schwärmereien

Ich war damals 14. Es muss Sommer gewesen sein, als uns David Coverdale mit der 87er Version von „Here I Go Again“ heimsuchte. Als Teenager in der DDR hast du natürlich DT64 laufen gehabt. Und du hast dir ausgemalt, den Sommer mit einem hübschen Girl zu beenden. Naja, es wurde dann eher doch nichts draus. Also ist man es im nächsten Sommer wieder angegangen: „Here I Go Again“ eben.

Ich weiß schon, diese Nummer ist für allerlei Teenager-Schwärmereien geeignet. Aber oben habe ich ja den Text grob übersetzt. Davon erzählt Coverdale ja gar nichts. Klar, uns war das komplett egal. Aber den Mädels konnte man dazu sonstwas erzählen. Also wenn man die Chance hatte. Und so ist „Here I Go Again“ der Soundtrack für den Sommer nach meiner Jugendweihe. Also ein Lied, das mich immer sehr geprägt hatte.

Das Lied

Jetzt muss ich euch mal beide Fassungen vorspielen. Zuerst habt ihr die Version von 1982, und dann kommt die von 1987. Welche findet ihr denn besser?

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2 Kommentare zu „40 Jahre „Here I Go Again“ von Whitesnake“

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