Born Again: Musikalisch neu starten

Endlich kann ich sagen, dass es soweit ist. Nach langem Hin-und-Her ist seit heute meine Single „Born Again“ im Musikstreaming verfügbar. Was war das für ein Tanz! Ich dachte schon, ich hätte das mit meiner Musik endgültig an die Wand gefahren. Aber letzten Endes hat ja doch noch alles geklappt. Und dazu muss ich einfach ein paar Worte aufschreiben. Das ist mir bei dem Stück echt wichtig. Nicht umsonst handelt es sich um eine Art „Wiedergeburt“, so wie das Stück halt auch heißt.

Reise, Reise

Ich hatte das Ding über einen längeren Zeitraum gebaut. „Born Again“ sollte etwas anderes werden. In der Vergangenheit hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mich das sture Festlegen auf Melodic House nicht zufrieden stellt. Und so begab ich mich eines Tages auf eine Art musikalische Reise. Bei BandCamp habe ich „In The Evening Thereafter“ rausgehauen. Das war so ein Experiment. Und ja, auf BandCamp findet ihr auch „Born Again“. Nämlich hier, zusammen mit einem Überbleibsel.

Ich bin seit einem viertel Jahr wieder auf BandCamp vertreten. Aber meine Musik wird dort halt einfach nicht gehört. Daher wollte ich die Nummer unbedingt über einen Musikvertrieb zu den Streamingdiensten werfen. Da ich mit Ditto Music eine ganze Zeit lang alles andere als zufrieden war, habe ich Landr ausprobiert. Aber die halten sich ja erst recht an keine Zusagen. Das war im Vergleich zu Ditto Music eine echte Katastrophe. Also Rolle rückwärts.

Da stand ich nun, ich armer Thor. Ich habe ein Ticket bei Ditto Music eskaliert und geriet an jemand fähiges. Mein Fehler war wohl, dass ich zu wenig Zeit gelassen hatte zwischen Einreichen und Veröffentlichung. Das habe ich bei „Born Again“ dann halt mal komplett anders gemacht. Und was soll ich sagen? Das hatte dann echt gut funktioniert. Und so mache ich das halt weiter. Ich kann mich auf meine musikalische Reise konzentrieren und mir Zeit dabei lassen.

„Born Again“ – Worum geht es?

Ich komme bei der Single nun wirklich nicht mit Text um die Kurve. Aber ich wollte etwas bestimmtes damit ausdrücken: Du bist gefangen in einem Hamsterrad und trittst auf der Stelle. Irgendwie geht es nicht voran, und du findest keinen Weg raus. Und dann öffnet sich eine Tür, und du kannst durchstarten. Das ist dann dein Ausbruch aus dieser elenden Tretmühle. Du hast all deine Kraft und all dein Engagement und fühlst dich auf einmal wie neu geboren. Das ist der Sinn von „Born Again“.

Bei der Nummer handelt es sich um ein extrem dynamisches, progressives Elektronik-Stück, das eine Reise über mehrere Etappen darstellt. Der Bass am Anfang ist der verlangsamte Bass später, das Stück beginnt mit halber Geschwindigkeit und erlebt in der Mitte einen Wechsel von einer Art Trip Hop zu klassischem Trance. Mit „Born Again“ wollte ich etwas völlig anderes machen als meine bisherige Musik. Das ganze Ding ist irgendwie extrem von den Neunzigern beeinflusst.

Wo kann ich denn die Nummer hören?

Oben habe ich euch „Born Again“ beim BandCamp verlinkt. Ich denke aber, dass das eh niemanden interessiert. Für den Zeitraum von knapp 2 Monaten kamen lächerliche 2 Plays dort zustande. BandCamp ist eine tote Nummer, wenn ihr mich fragt. Deshalb bin ich froh, dass über Ditto Music alles soweit geklappt hat. Wer sich meine musikalische Reise anhören will, kann mal auf das Bild klicken und sich dann den bevorzugten Streaming-Dienst heraussuchen:

Wenn ihr einen Dienst nutzt, der nicht in der Liste auftaucht, müsst ihr bei dem Dienst halt nach meinem Namen und „Born Again“ suchen. Wie zum Beispiel Beatport. Ey, ich bin stolz wie Oskar auf die Nummer. Ich würde mich freuen, wenn ihr sie euch mal anhört und mir mal erzählt, was ihr davon haltet. Jetzt bin ich erstmal froh, dass die Single draußen ist. Alles andere wird sich finden.

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9 Kommentare zu „Born Again: Musikalisch neu starten“

  1. Schönes Ding. Passt laut deiner Beschreibung auch zu ca 63% zu mir.. „Du bist gefangen in einem Hamsterrad und trittst auf der Stelle. Irgendwie geht es nicht voran, und du findest keinen Weg raus. Und dann öffnet sich eine Tür..“ Gut, noch suche ich diese Tür, und wer noch sucht, hat bekanntlich noch nicht aufgegeben. Weiter so Henning.

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  2. Ich mag kreative Menschen, die sich nicht durch Zeit beirren lassen. Das Intro ist nach heutigem Hörverhalten in den digitalen Silos meiner Meinung nach zu lang, aber das ist natürlich Geschmackssache.

    Für mich persönlich hebt das Ding allerdings nicht ab und es gibt gefühlt wenig Parts, die dem Hörer erklären, worum es geht. Selbst mit Hintergrundwissen zum Track, das ich auf deiner Website gefunden habe, höre ich musikalisch nicht wirklich den Punkt des Ausbruchs.

    Und bitte nicht falsch verstehen. Hier geht es nicht darum, ob etwas schlecht, doof oder nicht gut produziert ist. Es geht lediglich um meine persönliche Wahrnehmung als Hörer, nicht mehr und nicht weniger. Musik ist schließlich immer Geschmackssache.

    Make Music!
    Gruß Andreas

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