Everlight: Das ewige Licht. Vor ein paar Wochen hat der deutsche Elektronik-Musiker Nils Hoffmann sein nun viertes Album veröffentlicht. Ich habe noch nie so wirklich eingehend über ihn hier im Blog geschrieben. Aber eigentlich ist es mal an der Zeit. Denn im Zuge meines eigenen Weges, meine musikalische Stimme zu finden, bin ich irgendwann über seine Musik gestolpert. Und die hat mich irgendwie gepackt. Ist es House? Ist er ein DJ? Oder steckt da mehr dahinter?
Wer ist denn überhaupt Nils Hoffmann?
Der Kerl wird nächstes Jahr 30 und kommt aus Berlin. Im sehr überschaubaren und daher nicht verlinkungswürdigen Wikipedia-Eintrag steht, dass er ein DJ sei. Als ich selbst einen auf DJ gemacht hatte, das war rund um die Wendezeit und etwas danach, war das Alles noch etwas völlig anderes. Daher tue ich mich schwer, ihn zum DJ zu erklären. Er ist vermutlich nicht allzu böse, wenn man ihn einen Elektronik-Musiker nennt. Er und Ben Böhmer haben mir dabei geholfen, meinen Stil zu finden.
Ich hatte doch mal erzählt, dass ich mehr positive Musik machen will. Und die dort verlinkte Nummer war das Resultat meiner ersten Begegnung mit Musik von Nils Hoffmann und Ben Böhmer. Wie übrigens auch das. Und nun kam Nils Hoffmann mit „Everlight“ um die Kurve. Unten ist es eingebaut. Ihr versteht hoffentlich, dass ich ihn eher als Elektronik-Musiker denn als House Musiker, geschweige denn als DJ sehe.
Ich dachte erst, er wäre auch ein zertifizierter Trainer. Aber das hat sich zerschlagen, vermute ist. Aber er ist ein großartiger Musiker. Und er sieht ja auch nicht wie der große Star aus. Aber wie sieht denn ein Star aus? Also vergesst das.
Everlight – Eine Dreiviertelstunde Leichtigkeit
Jaja, es ist größtenteils Four-To-The-Floor Musik, irgendwo in den 120er BPM. Es ist elektronisch erzeugt. Synthesizer spielen eine Rolle. Und ja, verdammt, der typische Piz-za-kat-ze Rhythmus ist auch vorhanden. Ist es deshalb House Musik? Gut möglich. Aber es geht dann doch weit darüber hinaus. Mit „Everlight“ will uns Nils Hoffmann für rund 43 Minuten in seine Welt entführen. Klangteppiche, Rhythmen, Arpeggios, Filter-Manipulationen und einfach schöne Musik.
Jaja, ich weiß schon, ich bin da noch weit weg. Ich bin ja auch kein „Ableton-Lehrer“ und mache Musik auch nicht hauptberuflich. Aber diese Art von Musik ist unfassbar wohltuend. Die 12 Tracks erzählen dir eine Geschichte, obwohl sie größtenteils instrumental sind. Es ist alles irgendwie optimistisch und in diesen bekloppten Zeiten Balsam für die Seele. Hört euch mal nur „Veil“ in der Mitte des Albums an: Das könnten Pink Floyd nicht besser machen.
Das ganze Album ist eher weniger ein House Musik Album, als eher Elektronische Musik. Mich erinnert es eher Alphaville als an Frankie Knuckles. Und diese Melodien. Ich könnte das stundenlang hören. Ihr wisst ja noch von meinem Album. Da muss ich noch viele Schippen drauflegen. Diese Klangreise, die „Everlight“ letztlich ist, lässt dich wirklich mal den Alltag vergessen. Euch wird das sicherlich ähnlich gehen. Was für ein fantastisches Album.
Wo kann ich das Album denn hören?
Es wäre für mich ein leichtes, auf Spotify zu verlinken. Aus bekannten Gründen wird das hier nicht mehr passieren. Natürlich bewirbt er das Album auf seiner Webseite. Da ich aber gerade den Streamingdienst „Tidal“ teste, baue ich euch rotzfrech einfach „Everlight“ von Tidal her ein. Das habt ihr nun davon. Und ihr erzählt mir mal, was ihr von dem Album haltet. Oder guckt mal auf Instagram nach Nils Hoffmann und erzählt es ihm dort.






Wir sind ja nun so ziemlich am Ende des Jahres. Da kann ich doch auch mal gucken, wie sich meine Musik im Musik-Streaming so geschlagen…
Ich habe mit je einem Remix an dem einen oder anderen Contest teilgenommen. Jetzt habe ich die fertigen Werke gehört. Meine Güte, wie lahm. Da…