Happy Birthday, Meat Loaf

Michael Lee Aday, der Fleischklops unter den Musikern, feiert heute seinen 65. Geburtstag. Gratulieren wir ihm zum Geburtstag, einem der wohl größten Sänger der Rockgeschichte. Schauen wir auch mal kurz auf sein Schaffen.

Von zuhause abgehauen, schlug er sich als Parkplatzwächter durchs Leben. Zu der Zeit begann er auch, im Musical “Hair” mitzusingen. Und Motown Records wurde auf ihn aufmerksam. Durch “Hair” auf dem Broadway wurde der Musical-Produzent Jim Steinman auf ihn aufmerksam. Und der wollte ihn bei der Rocky Horror Picture Show dabei haben, und zwar als Eddie.

Damit war der Anfang getan. Zeitgleich erarbeiteten er und Steinman das Album “Bat out of Hell”, das eigentlich das Musical “Neverland” war und das die Geschichte von Peter Pan in die Rockerwelt transportierte. “Bat out of Hell”, also die Fledermaus aus der Hölle, wurde zu einem Meilenstein der Musikgeschichte und machte aus dem Stand heraus Meat Loaf unsterblich.

Das war 1977 / 1978. Also vor über 30 Jahren. 4 Jahre später ging es dann weiter mit dem Knaller-Album “Dead Ringer”. Das Album kam um die Ecke mit 4 recht erfolgreichen Singles: “Dead Ringer for Love”, “Read ’em and weep”, “I’m gonna love her for both of us” und “Peel out”. Es war die zweite Zusammenarbeit von Meat Loaf und Jim Steinman.

1983 kam es dann zum Bruch zwischen Steinman und Meat Loaf. Das merkte man auch dem neuen Album “Midnight at the Lost & Found” an. Die Mitternacht auf dem Fundbüro entstand komplett ohne den Hitschreiber, sodass das ganze Album – nun ja – anders klang. Es war auch weitaus weniger erfolgreich als die beiden Vorgänger. Die poppigere Art des Albums wird deutlich an der Single “Razor’s Edge”:

Dann kam es zum schlechten Standpunkt. 1984 folgte das Album “Bad Attitude”. Ein wüstes Sammelsurium an Liedern. Nur wenig erfolgreicher als “Midnight at the Lost & Found”. Aber es ließ hoffen, dass da wieder mehr Bombast-Rock der 70er Jahre folgen wird. Dass das gehen könnte, zeigt er auf dem Album unter anderem mit “Modern girl”:

Aber nein, er ließ ein Album von Frank Farian produzieren. Jener Farian, der seine größten Erfolge mit Boney M und Milli Vanilli hatte. Und so kam dann das Album “Blind before I stop”. Man hört auf diesem sehr radiotaugliches Material, was nicht unbedingt viel Anklang bei den Fans der ersten Stunde fand. Als Beispiel hierzu “Rock’n’Roll Mercenaries”:

Und dann gab es 7 ganze Jahre kein neues Album mehr. Man konnte den Eindruck gewinnen, als würde sich Meat Loaf wieder besinnen. Oder so. Aber ganz so war es nicht. Er arbeitete viel in Filmen und war viel auf Tour.

1993 jedenfalls folgte das bislang erfolgreichste Meat Loaf Album, “Bat out of Hell II: Back into Hell”. Weltweit schoss es auf Platz eins, was unter anderem an der Mega-Ballade “I’d do anything for love (But I won’t do that)” lag. Alle Lieder wurden wieder von Jim Steinman geschrieben und stammten zu einem Großteil aus früheren Projekten von Steinman. Da der angesprochene Gassenhauer meiner Meinung nach zu oft gespielt wurde, verlinke ich hier ein Video zu einem anderen Lied:

Im Fahrwasser dieses Albums erschien 2 Jahre später “Welcome to the Neighborhood”. Produziert von der amerikanischen Erfolgsproduzentin Dianne Warren, enthielt das Werk wieder einige Schmeckerchen. Unter anderem eben auch die Hauptsingle “I’d lie for you (And that’s the truth)”:

2003 schließlich erschien “Couldn’t have said it better”, ein eher schwieriges Album. Aber es enthielt auch den Kracher “Did I say that”. Es ist auch das Album, das bekannt wurde, weil er bei der Welttournee dazu auf der Bühne zusammenbrach und bei ihm das Wolff-Parkinson-White-Syndrom festgestellt wurde. Trotzdem gehört das Album zum Gesamtwerk von Meat Loaf dazu.

Und 2006 wurde die “Bat out Hell”-Trilogie schließlich geschlossen mit dem famosen Album “Bat out of Hell III: The Monster is loose”. Das Album ist begleitet von Kontroversen um die Marke “Bat out of Hell”, weil auf dem Album zwar Lieder von Jim Steinman enthalten sind, dieser aber nicht am Album mitwirkte. Nichts desto trotz handelt es sich um ein klassisches Meat Loaf-Album, was auch “The Monster is loose” (also: Das Monster ist losgelassen) zeigt:

Das letzte Album bis heute ist “Hang cool Teddy Bear” aus dem Jahr 2010. Es erzählt die Geschichte von Meat Loaf mit jeweils unterschiedlichem Ausgang pro Lied. Etliche Gastmusiker nahmen am Album teil, u.a. Brian May von Queen oder Hugh Laurie alias “Dr. House”. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Album ein Flop war, obwohl dies Meat Loaf völlig anders sieht. Aus dem Album: “Los Angeloser”.

Alle Informationen habe ich der Wikipedia entnommen. Die Videos, wie unschwer zu erkennen ist, sind alle auf Youtube zu finden.

Man kann Meat Loaf nicht in ein paar hundert Wörtern beschreiben. Meat Loaf ist ein Kunstwerk, etwas besonderes. Trotz Krankheit, rechtlichen Querelen und so weiter hat er immer weiter Musik gemacht. Das hätte nicht jeder gemacht. Seine beste Zeit war zweifellos Ende der 70er und Anfang der 90er Jahre. Seine größten Erfolge tummeln sich allesamt um Jim Steinman. Und er wird wohl weitermachen, bis er auf der Bühne tot umfällt.

Happy Birthday, Meat Loaf!

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.