Skip to main content

History of Modern – das OMD-Comeback-Album ist veröffentlicht

Schon länger habe ich über die bevorstehende Album-Veröffentlichung berichtet. Heute ist es nun soweit: 14 Jahre nach dem letzten offiziellen Studio-Album und 22 Jahre nach der Auflösung der Original-Besetzung wird heute offiziell das Comeback-Album von Orchestral Manoeuvres In The Dark veröffentlicht.

Als Amazon-Kunde konnte ich das Album vorbestellen, was ich natürlich getan habe. Einen Tag vor der eigentlichen Veröffentlichung kam es bei mir an. Nun kann ich also Nägel mit Köpfen machen und über das Album schreiben.

Ich hatte mir die Deluxe Edition des Albums bestellt. Also kam eine orange Pappbox mit einer orangen Doppel-CD-Hülle. In ihr befand sich eine gelbe und eine grüne Scheibe sowie das Booklet (also das Begleitheftchen). Die gelbe Scheibe ist das eigentliche Album. Die grüne Scheibe ist eine DVD mit einem “Making of”, diversen Videos und weiterem Material.

OK, CD-Player angeworfen und OMD gelauscht.

Ich möchte hier auf die Highlights des Albums eingehen. Eigentlich sind alle 13 Lieder absolute Oberklasse, was die Mischung aus Pop, New Wave und Musikexperimenten angeht. Ich glaube, das kann immernoch niemand besser als die vier Freaks aus England. Ich nenne hier aber meine Favoriten des Albums.

Das Album, was übrigens ungefähr eine Stunde lang ist, beginnt mit “New Babies: New Toys”. Hier bekommt man als ungeübter OMD-Hörer, der vielleicht durch Pandora’s Box mit OMD in Berührung gekommen ist, einen Hörschock und möchte die CD am liebsten wegschmeißen. Dabei ist genau dieses Lied das Sinnbild für das, was OMD ausmacht: New Wave vom feinsten. Ich fühlte mich hier auf einer musikalischen Zeitreise zurück ins Jahr 1979, als OMD als “Orchestral Manoeuvres In The Dark” und vorher als “The Id” die Single Electricity strickten und veröffentlichten.

Weiter gehts gleich mit dem nächsten Kracher, nämlich der schon beschriebenen Single “If you want it”. In meinem damaligen Beitrag findet sichauch das Video. Musikalisch werden wir also aus dem Jahr 1979 ins Jahr 1996 geschickt.

Die Lieder 3 und 4 betrachten wir gemeinsam, weil sie irgendwie zusammengehören. Es handelt sich um die Titelsuite “History of Modern” Part I und II. Oh ja, und wie historisch-modern das alles klingt! Wir erhalten hier einen Abriss der Minimalistik aus “Talking loud and clear”, dem Gewaltpop aus “Dreaming” und dem 90er Pop aus “Pandora’s Box”. Spätestens hier sollten die ungeübten Hörer, die über den ersten Track schockiert waren, versöhnt.

“Sometimes” und “RFWK” sind etwas schwächere Titel, aber nicht direkt schlecht. Ein wirkliches Zuckerl findet sich dann in “New Holy Ground”, einer herzhaften Ballade im Stile von “The Avenue” aus dem Jahr 1996.

“The Future, The Past, and Forever After” bringt wieder schön gefälligen Pop. Reinhören können Sie hier über Amazon. Danach machen wir wieder einen Sprung weit zurück ins Jahr 1980. “Sister Mary Says”, über das ich bereits geschrieben hatte, folgt als nächstes.

Die Herren versuchen sich dann an einer Neuauflage von “Locomotion” aus dem Jahr 1984, das dann “Pulse” heißt. Reinhören können Sie über Amazon.

Eine fantastische Ballade folgt mit “Green”. Dieses Lied ist ein Synonym für die nachdenkliche Seite von OMD. Auch hier bietet Amazon wieder einen Hörschnipsel.

Das vorletzte Werk heißt “Bondage of fate”, ein wunderschöner Elektro-Walzer. Auch hier empfehle ich als Hörprobe den Schnipsel bei Amazon.

Das Album schließt mit dem monumentalen “The right side”. Mit über 8 Minuten handelt es sich hierbei um das längste Lied, das jemals von OMD auf Tonträger gebannt wurde. Remixes, Maxiversionen etc. lasse ich hierbei außen vor. Einen kurzen Hörschnipsel über dieses fantastische Werk finden Sie auch bei Amazon.

Fazit:

OMD kurven mühelos durch die Zeit und nehmen den geneigten Zuhörer mit. Dabei sind sie mit schlafwandlerischer Sicherheit unterwegs und geben dem Zuhörer in jeder Sekunde das Gefühl, dass er auf dieser Reise mitgenommen wird.

Offizielle Informationen über das Album:

Das Cover zu History of Modern stammt von Peter Saville. Dieser hatte schon diverse Alben von OMD verziert. Der Titel “History of Modern” ist übrigens ein Gedanke von Andy McCluskey gewesen, der laut OMD-Webseite mit seiner Tochter in einer Ausstellung namens “The History of Modernism” (Die Geschichte des Modernismus) war.

“Sister Marie Says” stammt urprünglich aus dem Jahr 1981 und sollte auf “Universal” 1996 erscheinen. Es wurde allerdings nicht berücksichtigt, um den nachdenklichen Charakter von “Universal” nicht zu zerstören.

Einer der beiden Songs “History of Modern” sollte zwischenzeitlich “Big Bang Theory” (Urknalltheorie) heißen, aber das wurde verworfen.

Ich wünsche jedem Käufer von “History of Modern” viel Spaß mit einem unverwechselbar typischen OMD-Album, dass sich komplett über alle Gesetze der Zeit hinwegsetzen wird.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 thoughts to “History of Modern – das OMD-Comeback-Album ist veröffentlicht”

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.