Meine Musik: Was wurde am meisten gehört?

Wir sind ja nun so ziemlich am Ende des Jahres. Da kann ich doch auch mal gucken, wie sich meine Musik im Musik-Streaming so geschlagen hat. Ja, ich würde auch gern richtige Tonträger von meiner Musik verkaufen. Aber bei meiner Art Musik ist das wohl eher nicht zu erwarten. Daher habe ich bis auf weiteres das Thema zu den Akten gelegt. Aber mal davon abgesehen, gab es ja doch ein paar Entwicklungen, die man mal erwähnen kann.

Meine Musik bleibt ein Nischen-Ding

Ja, natürlich stehe ich hinter dem, was ich mache. Aber meine Musik ist dann wahrscheinlich doch eher so etwas für eine Nische. Ich bin halt auch kein Intagram-Dude und werde auch in diesem Leben nicht mehr auf Tour gehen. Dennoch erreiche ich hier und da mal ein paar Hörer. Ich habe deshalb einfach mal geguckt, was jetzt – 2 Wochen vor dem Ende des Jahres – so in den Analytics meines Distributors Ditto Music zu sehen ist. Und mit Abstand die erfolgreichste Veröffentlichung war das da:

Fast doppelt so viele Streams wie „Platz 2“ hatte meine Single „Elysium“. Und da vor allem die lange Version, die gibt es hier. Jeder sechste Stream meiner Musik im gesamten Jahr 2025 – oder halt knapp 1200 – entfielen auf diese Nummer. Ich hätte mich über andere auch sehr gefreut, vor allem der Platz 3, meine Single „Skyline“ nämlich, wäre mir auch recht gewesen. Oder gar mein Album, das ist der ominöse Platz 2. Alles meine Musik, aber lange nicht so erfolgreich wie „Elysium“, wer weiß, wieso.

Macht das irgendwas mit mir?

Jetzt könnte ich sagen: Ja, dann mache ich halt noch ein paar Dinger in die Richtung „Elysium“. Aber wer so etwas denkt, hat mit Musik nicht viel am Hut. Musik ist immer irgendwie ein Gefühls-Ding. Du willst ja irgendwas damit transportieren, und meistens sind das Emotionen. Das ist bei instrumentaler Musik schon schwierig, weil es keinen Text gibt. Und bei elektronischer Musik ist das noch schwieriger, weil „Computer haben kein Gefühl“. Wie ich sowas hasse.

Nein, ich werde auch in Zukunft meine Musik so machen, wie ich es gern hätte. Ich will ja eine Stimmung verbreiten, und damit halt auch Emotionen transportieren. Und damit richte ich mich sicher nicht nach irgendwelchen Analytics. Das mache ich ja auch beim Bloggen nicht. Und so werde ich auch im nächsten Jahr mein Ding machen. Dass ich mich ganz sicher nicht nach irgendwas richten werde, hört man ja an der „Dark E.P.“ von neulich.

Aber wer weiß, vielleicht werde ich nicht mehr so sehr auf einzelne Veröffentlichungen setzen. Vielleicht versuche ich mal wieder, wie auf dem Album „The Cascade LP“ eine Geschichte zu erzählen. Dort habe ich euch ja in meine Welt mitgenommen. Vielleicht gehen wir ja 2026 nochmal auf eine Reise. Aber das muss ich noch sehen. Wie würdet ihr das denn finden, wenn ich da nochmal eine größere Veröffentlichung – also sowas wie ein Album – mache? Oder doch lieber einzelne Tracks, also Singles?

Das hätte dann den Vorteil, dass ich mir mehr Gedanken über ein Konzept machen könnte. Ich habe ja neulich über Nils Hoffmann erzählt. Ich finde, da steckt schon auch ein Konzept dahinter. Warum also sollte ich das nicht machen? Wer mag, kann mir dazu gern mal die Meinung geigen. Denn offenbar wird ja meine Musik trotz aller Widrigkeiten gehört. Also kann ich mir darüber Gedanken machen, oder?

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