Move Me – Musik für einen Sonnenuntergang

Kommt ihr mit auf eine musikalische Reise? Ich bringe euch jetzt mal mein neues Stück „Move Me“ bei, das ich neulich veröffentlicht habe. In gewisser Weise verlasse ich mit der Nummer für mich bekanntes Terrain. Aber ich glaube, mir ist ganz gut geglückt, was ich so vorhatte. Was das ist, werde ich euch im Folgenden erzählen. Ich habe nämlich einfach nur etwas neues ausprobieren wollen. Dass so etwas herauskam, konnte ich ja nicht ahnen. Also nehmt euch einen Drink und packt euch in den Liegestuhl.

Wie klingt der Sonnenuntergang, wenn der liebste Mensch dabei ist?

„Move Me“ ist eine sehr entspannte Nummer, exakt für den Sonnenuntergang gedacht. Ich habe große Piano-Akkorde gebaut und die dann hinter all den rhythmischen Synthesizern versteckt. So, wie das Ding klingt, so muss wohl Afro House klingen, hab ich mal gehört. Ja, ich hab schon mal Afro House einfließen lassen. Hier ist es aber noch wesentlich entspannter, was ich mir da ausgedacht hatte. Die Frage ist ernst gemeint: Wie klingt der Sonnenuntergang, wenn der liebste Mensch dabei ist?

Ich bin ganz klassisch mit A-Moll unterwegs gewesen, also nur die weißen Tasten auf dem Klavier. Die Nummer klingt so voll, dabei ist sie das gar nicht. Es fehlt sogar der sonst bei mir vorkommende Synthie-Teppich. Einfach die dicken Piano-Akkorde mit einem Klimper-Arpeggio zusammenschweißen und Unmengen von Effekten drauflegen. Dazu habe ich noch einen rhythmischen Synthie drauf gepackt, und das war dann – neben dem fetten Bass – schon der ganze melodiöse Unterbau.

Ich habe allerdings mit einer riesigen Rhythmus-Sektion mit Shakern, Percussion, Fingerschnipsen, Claps und all dem gearbeitet. Und dann fiel mir dieses „Move Me“-Sample in die Hände. Das stammt – ebenso wie dieses phänomenale Saxofon – aus dem Sample-Fundus von BandLab. Und mit all dem habe ich experimentiert. Ich wollte ein wohliges Gefühl erzeugen, das sowohl ein Sonnenuntergang bringt, aber auch das Wissen, den wichtigsten und liebsten Menschen um sich zu haben.

Für meinen Teil muss ich echt sagen, dass mir gefällt, was ich da zusammengebaut habe. Aber das muss nichts für euch sein. Denn es ist kein Song mit einem spektakulären Drop nach einem aberwitzigen Build-Up. Da ist nichts, was Spannung und Erlösung erzeugt. Das soll ja auch gar nicht der Fall sein. Hört euch mal den Südafrikaner „Black Coffee“ an. So eine Nummer wie „Move Me“ kommt völlig problemlos ohne Spektakel und Tamtam aus. Und das ist in dem Fall etwas gutes, oder?

Move Me – aber als einzelner Track

Ich habe es mir ja angewöhnt, einen neuen Track immer in zwei Versionen rauszuhauen. Oder anders: Meistens, nicht immer. Und so lang mache ich das auch noch nicht. Ich habe lange herumgefummelt, um irgendwie einen Remix, einen Extended Mix oder sonstwas aus „Move Me“ zu machen. Das klang aber alles nach nichts. Und da finde ich, dass ich es bei dieser einen Version belasse. Manche Tracks brauchen eben so gar nichts außer sich selbst. Und das ist die Nummer:

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