Musik-Reichtum: Lohnt sich Streaming?

Willkommen in meiner Geschichte zu meinem unüberschaubaren Musik-Reichtum und der Frage, ob sich denn Streaming für Musiker überhaupt lohnt. Ich hoffe, ihr merkt, dass ich da ziemlich sarkastisch bin. Aber sei’s drum. Ich bin halt auch kein professioneller Musiker. Ich bin ein random dude, der einfach in seiner Freizeit vor sich hin klimpert. Manchmal kommt was ganz hörbares dabei heraus, was ich dann meinem Distributor um den Hals hänge. Oft aber nicht. Daher mal hier ein paar Daten.

Streaming, Streaming über alles!1!

Wer kauft denn heutzutage noch Tonträger? Das ist wie beim Bloggen dieses „RSS ist ja sowas von veraltet, es gibt doch Social Media“. Beides stimmt irgendwie nicht. Mein so genannter Musik-Reichtum, der mir immer mal angedichtet wird, beschränkt sich auf ein paar tausend Streams bei meiner Musik. Tonträger wie Schallplatten würde ich gern machen, aber das funktioniert mit meiner Musik halt leider nicht. Damit muss ich leben. Es ist ja „nur“ ein Hobby.

Musik-Reichtum in Form von Streaming-Zahlen?

Wie ihr sehen könnt, haben wir hier knapp 9000 Streams. Das sind die Zahlen für die letzten 12 Monate. Für einen Nebenbei-Musiker sind die Zahlen jetzt gar nicht so blöd, denke ich. Und eigentlich ist das auch gar nicht so wichtig. Ich freue mich darüber, dass meine Musik überhaupt gehört wird. Und was auffällt, ist der hohe Anteil von SoundCloud. Ich glaube aber, dass man das nicht so wichtig nehmen muss, da orakelt wird, dass sich SoundCloud die Zahlen zum Teil zusammenwürfelt.

Aber ich weiß halt auch, dass meine Musik via Tidal gehört wird. Warum taucht das nicht auf? Seltsamerweise meldet Tidal erst Monate später irgendwas. Jedenfalls ist das mit dem Musik-Reichtum jetzt nicht so dolle. Ich würde ja gern einen auf Tonträger machen. Aber die Buden, die ich bisher gefunden habe, wollen immer gleich ein paar hundert Schallplatten bauen. So viele Abnehmer habe ich ja gar nicht. Also muss ich mich aufs Streaming konzentrieren. Und das ist halt so, wie es ist.

Mehret den Musik-Reichtum

Was bringt mir denn der ganze Bums so ein? Ich mache das Ganze echt nicht wegen Geld. Aber wenn irgendeine Streaming-Plattform Umsätze damit generiert, dass meine Musik dort rumgammelt, darf gern auch mein Musik-Reichtum zunehmen. Schauen wir also mal, was so die Plattformen sind, die mir die größten Einnahmen bescheren. Eins gleich vorweg: Spotify – obwohl die Plattform mit den zweihöchsten Aufruf-Zahlen – hat bisher nichts ausgespuckt.

So sieht das nämlich aus mit meinem Musik-Reichtum

Ja, SoundCloud wirft bei den Abruf-Zahlen am meisten ab. Aber Spotify ist ein Grab für Musiker. Kein Musikliebhaber sollte dem Laden irgendwas überweisen. Guckt mal, hier ist ja auch Tidal aufgeführt. 5 Streams, die 6 Cent brachten. Immerhin. Guckt mal zu TikTok, dieser Verbrecherladen. Aber ihr seht halt, dass es durchaus gut für Musiker ist, wenn Musikliebhaber die Musik herunterladen und nicht nur streamen.

Und warum kein BandCamp?

Jaaaaaaaaaaa, die Alleswisser haben immer gesagt: Als Musiker musst du deine Musik auf BandCamp vertreiben. Alles schön und gut. Dort interessiert sich allerdings überhaupt niemand für meine Musik. Und wenn, dann soll es möglichst kostenlos sein. Bei dem Aufwand, einen Account dort zu betreiben, darf dann aber gern etwas rumkommen. Da es das nicht tat, bin ich dort wieder weg. Und das wisst ihr auch. Ob es am Stil liegt? Keine Ahnung, ist mir auch wumpe.

Ich fand die Daten halt interessant. Wirklichen Musik-Reichtum kannst du mit Streaming halt einfach nicht erreichen. Es sei denn, du manipulierst irgendwie vor dich hin. Und dafür bin ich der Falsche. Das war immer schon so. Ich kann halt einfach keine Menschen veralbern. Dann lieber weiterhin ehrlich Musik machen und das weiter als Hobby ansehen. Das war ohnehin mein Plan. Ich bin doch kein Weltstar. Was ist das denn überhaupt?

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2 Kommentare zu „Musik-Reichtum: Lohnt sich Streaming?“

  1. Hallo Henning,
    irgendwie scheint diese Diskussion bei Kunst immer die gleiche zu sein. Auch wenn ich keine Musikerin bin. Als Autorin kenne ich da ähnliche Diskussionen. Da wird verkannt, dass es um Leidenschaft, um einen inneren Drang, etwas zu schaffen, geht, und dass es sich sehr oft, gerade wenn man nicht so bekannt ist, einfach nicht rechnen kann. Oder schlimmer noch, dass Kunst ja brotlos ist, weil sie kostenfrei sein muss. Mittlerweile rege ich mich gar nicht mehr auf und mache immer mehr mein eigenes Ding. Ich habe keine Lust mehr zu diskutieren. Und in einer Welt wo, der Innenminister sich einmischt, weil Buchhandlungen zu politisch sind (natürlich nicht auf der politischen Linie die gerade gefahren wird), wird es mir immer mehr egal, was andere sagen oder denken. Ich schreibe Romane ja. Aber ich schreibe nicht für jeden. Ich bin kein Mainstream und auch irgendwie stolz darauf. Denn ich mag Mainstream nicht. Ich mag Musik, die zu mir passt. Geschichten, die zu mir passen. Programme, die zu mir und meinen Bedürfnissen passen. Mainstream ist laaaaaaaaaaaaaangweilig.

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  2. Streamingdienste mag ich überhaupt nicht. Vinyl ist da meins. Bei diesen Diensten muss man jeden Monat Geld einwerfen, für mich ein Fass ohne Boden. Dazu kommt noch das mp3 und Bluetooth verlustbehaftet ist, also einfach Frequenzen verschwinden. Ich besitze einen SU A900 mk2 von Technics und mehrere Plattendreher. Uher PS922 ist der, den ich am meisten nutze. – jetzt habe ich aber einen JVC LA 21 von meinem Vater geerbt- muss ich aber noch um die 200 Euro investieren für ein vernünftiges Abtastsystem- im Original ist er mit dem intershop Tonabnehmer ausgestattet. Erkennt man an der roten Farbe, heißt auch anders- und „kann nix“.

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