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Musiktipp: Alex Clare ist zu dicht am Olymp

Er stampft zurzeit durch Europas Charts. Und in Deutschland ist er bereits am Gipfel. Der nicht ganz auf Hochglanz polierte Engländer Alex Clare erobert die Welt. Seine Waffe: “Too close”.

Alex Clare - bei amazon.de bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.
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Dieser Tage besuchte er Deutschland und war deshalb auch im ARD-Morgenmagazin. Schon in der Anmoderation überschlugen sich die Moderatoren mit Lobpreisungen. Man konnte fast denken, dass da gleich jemand als Kreuzung von Unheilig und Michael Wendler kommen würde. Und dann gab es Auszüge aus “Too close”. Und ich war begeistert.

Alex Clare, 27 Jahre alt und aus dem guten alten London, murkst so ziemlich alles durcheinander, was nicht der allgemeine, radiotaugliche Singsang ist: Soul, Blues, Dubstep und so weiter. Dazu seine atemberaubende Stimme, die so recht nicht zu dem etwas schroff wirkenden Typen von um die Ecke passen will. Diese leicht verstörende Mischung aus allem machte es aus:

  • Deutschland: Platz 1
  • Großbritannien: Platz 4
  • Österreich: Platz 27

Mit “Too close” hat auch eine relativ bekannte “Bude” Werbung gemacht. Und das passt meiner Ansicht nach noch viel weniger zu dem bisher schon verstörend wild vermengten. Mit dem Liedchen wird einfach mal so die Werbetrommel für den aktuellen Internet Explorer von Microsoft gerührt. Manche sagen, dass nur durch diese Werbeaktion das Lied einen derartigen Erfolg erfuhr.

Alles in allem ist “Too close” etwas mehr als ein Jahr alt. Es gibt auch ein Album von Alex Clare. “The Lateness of an Hour” ist um einiges weniger erfolgreich. Aber das tut der Qualität der CD keineswegs einen Abbruch. Die 12 Songs bieten eine dreiviertel Stunde Abwechslung. Man kann zusammenfassen: “Da wackelt die Wand, da muss Zement hin!” (Ich zitiere hier einen ehemaligen Kollegen)

Alex Clare wird nach diesem eindrucksvollen Achtungserfolg “Too close” nebst Album weiter wurschteln und die musikalischen Weltmeere scheinbar chaotisch zusammenmischen. Er wird weiter Soul machen, bei dem als musikalische Untermalung eine Dampfwalze durchs Gehirn fährt.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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