Musiktipp: Leslie Clio auf den Spuren von Dusty Springfield und Joss Stone

Es gibt nicht so wahnsinnig viele Informationen zu ihr. Sie ist zarte 20, in Hamburg geboren und wohnt nun in Berlin. Und sie singt mal eben: „Hab ich dir doch gesagt“. Damit wird sie wahrscheinlich einschlagen wie eine Granate. Die Rede ist von Leslie Clio.

Stellen Sie sich vor, es gibt da einen musikalischen Leckerbissen, über den bis jetzt, 13.09.2012 und halb 8 morgens, keine weiteren Informationen vorliegen. Es gibt keinen Wikipedia-Artikel, ihre Webseite ist nahezu leer, und bei Facebook sind nur Standard-Informationen verfügbar. Leslie Clio muss also wirklich absolut aus dem wohl bekannten Nichts hereingeschneit sein.

Ihre erste Single „Told you so“ ist seit ein paar Tagen in aller Munde und kann ab 14.09.2012 u.a. über Amazon bestellt werden. Mit dem erfrischend anderen Werk, das sich wohltuend vom Lalala-Einerlei des Europop-Revivals absetzt, wagt sie den Spagat, ihre jugendliche Frische mit einem teilweise angestaubten Musik-Genre zu verknüpfen. Sie schlägt eine Brücke von Dusty Springfield über Joss Stone, Duffy und Adele zur Gegenwart.

Ihre Musik heißt „Blue-eyed Soul“. Also schwarzer Soul, gesungen von weißen Leuten mit blauen Augen. Und das macht sie hervorragend. Sie schrieb den Text zu dem Lied allein. Und man merkt dem Lied an: Sie wird ihren Weg machen. Ich finde das Lied sehr gelungen und kann Ihnen durchaus Leslie Clio empfehlen.

Und wer weiß, vielleicht gibt es in den nächsten Tagen einen Wikipedia-Eintrag, und man erfährt etwas mehr über die Kleine, die auszog, die Welt zu besingen.

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