Der Oliver ist schuld. Ich habe jetzt Piano von Armin van Buuren gehört. Und ich bin hin und weg. Der Trancegott kann auch mal ganz anders. Das Album hat mir sehr gut gefallen, aber es ist halt nicht das, was man so erwartet, wenn man den Namen Armin van Buuren so hört. Bei ihm erwartet man die großen Synthie-Arpeggios, die Breaks, die Drops, alles oberhalb von 135 Beats pro Minute. Das ist hier völlig anders. Und darüber müssen wir mal reden.
Wenn der Trancegott keinen Trance macht
Piano von Armin van Buuren ist etwas völlig anderes als das, was man sonst vom trancenden Holländer so kennt. Ich meine, ich habe auch das eine oder andere, was mal kein Melodic House ist. Aber Armin van Buuren ist quasi der Inbegriff von Trance. Wenn der dann um die Kurve biegt und alle Welt daran teilhaben lassen will, dass er sich mit melancholischen Stücken auf einem waschechten Flügel beschäftigt hat, schlägt das schon mal ein wie eine Bombe.
Er schreibt zum Album auf seiner Webseite, dass es sich um sein persönlichstes Album handelt. Was soll man denn dazu sagen? Nun ja, vielleicht: Einfach mal eine Tasse Tee nehmen, Kopfhörer aufsetzen und das Album mal wirken lassen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber das klingt alles nicht nach ihm. Aber es gibt auch Videoausschnitte aus den Sessions. Und ja, er spielt das selbst. Er hat auch alles selbst komponiert. Aber es gibt auch eine Interpolation, quasi eine Neuinterpretation.
Auf dem Album befindet sich auch „Children“, im Original von Robert Miles. Eine wunderbare Version des Klassikers aus den Neunzigern. Und wir sollten uns alle mal etwas zurücklehnen und diese knappe Stunde genießen. Ihr könnt unter den beiden Links oben nachlesen, was es alles zum Album zu wissen gibt. Aber hört es euch an. Ihr verpasst sonst echt was.
Piano von Armin van Buuren
Also wichtig ist erstmal, dass ihr Piano von Armin van Buuren überall hören könnt. Da gibt es diese Webseite dazu. Wer nun unbedingt irgendwas mit Spotify zu tun haben will, ja der soll sich halt dahin begeben. Ihr wisst ja hinlänglich, was ich von dem Laden halte. Jedenfalls findet ihr dort das da:
Na, stimmt doch, oder? Das ist großartige Musik, die uns der Armin da gegeben hat. Ich habe es sehr genossen, dieses Album zu hören. Ich hoffe, ihr auch.





Jau, das Album höre ich nun auch seit ein paar Tagen rauf und runter bei der Arbeit. Ist ist jetzt kein „Piano“-Meisterwerk, aber Armin ist nun mal auch kein Igor Levit. Das erwartet man hier ja auch nicht.
Ich lieb’s ja eh, wenn Artists aus ihrer „Rolle“ ausbrechen und mal ein Album machen, das man so nicht unbedingt erwarten würde.
Das ist doch mein Reden. Und mir gefällt das Ganze richtig gut.