Schiller und Unheilig – Ambient zum Weglaufen?

Also ich komme sehr gut mit Ambient-Musik zurecht. Daher fand ich die Musik von Christopher von Deylen alias Schiller auch immer sehr gut. Was mir aber jetzt zu Ohren kam, ist unheimlich gewöhnungsbedürftig.

Die Welt hat von Schiller schon sehr viel gehört. Aus dem Stand heraus zum Kultlied geworden ist im Jahr 1999 seine erste Single „Glockenspiel„. Weiter ging es mit der Vertonung des Gedichts „Liebesschmerz“. Und dann kamen die richtigen Ambient-Sachen: „Ruhe“ oder „Ein schöner Tag“.

Gerade letzteres beeindruckt mich bis heute. Die deutsche Stimme von „Agent Scully“ und die glockenklare Stimme von Isgaard geben diesem Lied eine ganz spezielle Note.

Es folgten dann einige Sachen mit Peter Heppner, bestens bekannt durch seine Band Wolfsheim. Zugleich entstanden mit ihm auch die erfolgreichsten Singles von Schiller. Nennenswert ist hierbei der europaweite Knaller „I feel you“.

Christopher von Deylen war eigentlich nie weg vom Fenster. Es wurde nur um das Projekt Schiller immer mal wieder ruhig. Nebenher ist er ja auch noch Produzent. Und so kam es, dass er für Sarah Brightman eine alternative Version von „Ein schöner Tag“ produzierte, nämlich „Beautiful day“.

Nichts desto trotz hat er jetzt irgendwie etwas anders gemacht. „Sonne“ ist kein schlechtes Lied. Nur bitte ohne den Grafen. Oder täusche ich mich? Mir kommt es so vor, als passt des Grafen Jauchzen nicht wirklich zu dem Lied. Eine mächtigere Stimme wäre sinnvoll gewesen.

Das Lied spricht einen frommen Wunsch an. „Du bist die Sonne“ sagt eigentlich alles aus. Aber warum singt der Herr das Lied so? Er kann es doch besser. Oder vielmehr: Er konnte es. Der große Major-Label-Vertrag hat seine Stimme nun nachweislich weichgespült.

Für mich ist das Lied eben wegen jenes Grafen weder Fisch noch Fleisch. Ich würde mir wünschen, wenn das nicht die neue Qualität des Christopher von Deylen ist. Was meinen Sie?

Dass es Schiller besser kann, zeigt der Allround-Musiker auf seinem neuen Album, das am 05. Oktober erscheinen wird. 29 Stücke, verteilt auf 4 CDs. Und dort sind wieder bärenstarke Sachen zu finden. „Sonne“ als Single ist so lala. Das Album jedoch wird ein klasse Hörerlebnis für Fans elektronischer Musik sein. Und das kann man sich bei Amazon schon einmal sichern.

Was Sie auch interessieren könnte:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.