SoundCloud-Ärger: Warum ich dort abhaue

Ich habe jetzt einfach mal genug von all dem SoundCloud-Ärger. Ich packe meine sieben Sachen und haue von dort ab. Jetzt war es mal zu viel. Ihr denkt euch vielleicht: Der Uhle, das Weichei, der lässt sich auch viel zu schnell ärgern. Mag ja vielleicht sein. Aber mir reicht es einfach mal. Ich will nicht mehr alle paar Wochen mit denen rumdiskutieren, was meine Musik betrifft, die ich bei denen veröffentlicht habe. Ich mache das eh kaum noch, weil ich dafür Ditto Music nutze. Aber nun ist der Faden gerissen.

Was hat er denn an SoundCloud-Ärger?

Eigentlich ist SoundCloud großartig. Als unabhängiger Musiker kannst du dort deine Musik veröffentlichen. Man kann sogar ein bisschen Geld damit verdienen und die Musik auch zu Spotify, Apple Music und sonstwo hin bringen. Die ganzen Hürden sind echt niedrig. Aber immer wieder gibt es irgendwelchen Stress mit denen. Ich habe genügend um die Ohren, das muss ich mir nicht auch noch antun. Ich will einfach keine Diskussion mehr.

Mein SoundCloud-Ärger ist schlicht und ergreifend der, dass der Laden mutmaßlich mit fantasierten Streaming-Aufrufen um sich wirft, meine Releases verschlampt und mich neuerdings als KI bezeichnet. Ja, Leute, meine Musik soll KI-generiert sein. ICH soll KI-Musik machen, der doch immer wieder an dem Kram herum diskutiert. ICH! Haben die irgendwie den Schuss nicht gehört? Die schrieben mir neulich das da:

Can you show some proof this isn’t AI, such as screenshots and more information on how you created them?

Das schreibt mir der Support von denen, der kein Support ist, sondern irgendeine Automatisierung. Also im weit weit weitesten Sinne irgendwas mit KI. Wenn wir mal großzügig sind, sagen wir jetzt einfach: Eine KI wirft mir vor, ich würde KI-generierte Musik machen. Echt, darauf muss man erstmal klarkommen. Und deshalb ziehe ich meine Musik von SoundCloud ab. Ditto darf zwar dort hin schicken, aber ich selbst veröffentliche dort nichts mehr. Die spinnen wohl?

Wie kam es denn dazu?

Ich wollte etwas richtiges machen. Bei SoundCloud gab es oder gibt es die Möglichkeit, die eigene Musik auf eine Schallplatte pressen zu lassen. Man meldet sich dafür an, und wenn man dran ist, sucht man sich die Tracks aus seinen Veröffentlichungen heraus und baut sich da eine Schallplatte zusammen. Die geht dann so in den Vertrieb, dass ich da nicht soundso viel Stück vorbestellen und selbst vertreiben muss, sondern das läuft alles über SoundCloud.

Naja, und ich habe ein paar Tracks ausgewählt, die ich dort mal veröffentlicht hatte. Daraus sollte SoundCloud eine LP bauen. Die habe ich dann Anfang November 2025 eingereicht. Irgendwann erhielt ich die Meldung, dass ich etwas an der „Vinyl-Release“ bearbeiten soll. Und mich traf der Schlag. Denn bei jedem fucking Stück, das auf der Schallplatte enthalten sein sollte, steht seitdem:

KI-Musikdienst-Dokumentation benötigt

Du scheinst generative KI-Inhalte zu verbreiten. Bitte beachte, dass die meisten KI-Inhalte derzeit nicht für die Verbreitung geeignet sind, wie in unseren Nutzungsbedingungen dargelegt.

Anleitung:

Bitte reiche diese Veröffentlichung nur erneut ein mit Lizenzen oder Dokumentation über Nutzungsbedingungen für jegliche generative KI-Musikdienste, die bei dieser Veröffentlichung verwendet wurden.

Ich habe bei SoundCloud nachgefragt, wie die dazu kommen. Denn ich mache nicht mit KI rum. Das wisst ihr ja. Und daraufhin geschah lange nichts, bis dann die oben zitierte Ätschebätsche-Nachricht kam. Und ich frage mich, wieso die darauf kommen. Ich will aber nicht mehr mit denen herumdiskutieren. Ich habe auf sowas einfach keine Lust. Dann werden es halt ausschließlich digitale Veröffentlichungen. Ich kann es halt auch nicht ändern. Sowas wie das hier:

Klick aufs Bild, um an das Album zu kommen

Nein, ich habe genügend SoundCloud-Ärger gehabt. Ich mache das einfach nicht mehr mit. Musik ist mein Hobby. Sie soll Spaß machen und nicht stressen. Und deshalb kann ich diesen Quatsch einfach nicht mehr ertragen. Ich ziehe jetzt nach und nach jede einzelne Veröffentlichung von dort zu Ditto Music, wo ich ohnehin meine Musik veröffentliche. Das funktioniert und ist inzwischen komplett störungsfrei. Dann ist das so.

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9 Gedanken zu „SoundCloud-Ärger: Warum ich dort abhaue“

  1. Da geht es offenbar nicht nur dir so Henning. Kollege von mir, dem selbiges mehrfach passierte, bekam nach Wochen hintenrum über jemanden der jemanden kennt, der jemanden… der dort arbeitet gesagt, dass dies ein Fehler deren eigener KI sei.. Was halt so passiert, wenn nirgends mehr Menschen arbeiten. Bleibt nur noch zu sagen, ich mag deine Musik und habe sie dort immer gern geteilt. Lass mich gern wissen, wenn du nochmal irgendwo außerhalb Spotify und anderen Streamingbuden veröffentlichst, da ich das nicht nutze, aber trotzdem gern weiter teilen würde.

    Frohes neues dir noch. Peace.

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