Streets of Minneapolis: Bruce Springsteen bekennt Farbe

Streets of Minneapolis: So heißt der neueste Protestsong von Alt-Rocker Bruce Springsteen. Und der hat bekanntermaßen seinen Hintergrund. Was sich die ICE-Truppen in der US-amerikanischen Großstadt erlauben, ist echt nicht zum Aushalten. Und ja, es mag sein, dass der alte Mann einfach auf der Welle mitschippert, die sich da gerade ergibt. Aber es wird einfach auch mal Zeit, dass Trump und seine ICE-Gestapo mitbekommen, dass es eben nicht so geht, wie sie sich das vorstellen.

Minneapolis, ich höre deine Stimme

Durch das Eis und die Kälte des Winters die Nicollet Avenue entlang. Eine entflammte Stadt kämpfte gegen Feuer und Eis unter den Stiefeln der Besatzer. König Trumps Privatarmee vom Ministerium für Innere Sicherheit mit Waffen an ihren Mänteln kam nach Minneapolis, um das Gesetz durchzusetzen. Oder so lautet ihre Geschichte.

Gegen Rauch und Gummigeschosse im frühen Licht der Morgendämmerung stand die Bevölkerung für Gerechtigkeit ein, ihre Stimmen klangen durch die Nacht. Und es gab blutige Fußspuren, wo Gnade hätte stehen sollen, und zwei Tote, die auf schneebedeckten Straßen zurückgelassen wurden. Alex Pretti und Renee Good.

Trumps Staatsschlägertrupps schlugen ihm ins Gesicht und auf die Brust, dann hörten wir die Schüsse und Alex Pretti lag tot im Schnee. Sie behaupteten, es sei Notwehr gewesen, mein Herr. Glauben Sie bloß nicht Ihren Augen. Es sind unser Blut und unsere Knochen und diese Trillerpfeifen und Telefone gegen die schmutzigen Lügen von Miller und Noem.

Jetzt sagen sie, sie seien hier, um das Gesetz zu wahren, aber sie zertreten unsere Rechte mit Füßen. Wenn deine Haut schwarz oder braun ist, mein Freund, kannst du sofort befragt oder deportiert werden. In unseren Sprechchören „ICE RAUS! JETZT!“ bleiben das Herz und die Seele unserer Stadt standhaft durch zerbrochenes Glas und blutige Tränen auf den Straßen von Minneapolis.

Minneapolis, ich höre deine Stimme, die durch blutigen Nebel singt. Hier in unserer Heimat haben sie getötet und gewütet im Winter anno ’26. Wir werden für dieses Land einstehen und für den Fremden in unserer Mitte. Wir werden uns an die Namen derer erinnern, die auf den Straßen von Minneapolis gestorben sind.

Bis hierhin und nicht weiter

Eine Stadt mit fast einer halben Million Einwohner und einem Einzugsgebiet von fast 4 Millionen Menschen kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen. Und es kommen immer mehr um die Ecke, die sagen, dass es nun genug ist und es einfach nicht mehr weitergehen darf. Ihr kennt sicherlich alle die Nachrichten dazu. Ich muss nicht darauf eingehen. Denn es gibt ja einen Grund, dass ich mich bis auf den Blog überall zurückgezogen habe. Aber über „Streets Of Minneapolis“ müssen wir dann doch reden.

Nein, das ist hier keine musikalische Betrachtung. Denn es ist halt der typische Heartland Rock, den Bruce Springsteen seit Jahrzehnten zuverlässig macht. Du machst irgendein x-beliebiges Stück des Rockers an und weißt genau, was du bekommst. Und mit so Stellen, dass man sich an die Namen der von ICE Getöteten erinnern wird, sagt Springsteen eben genau: „Trump, mein Freundchen, bis hierhin und nicht weiter“.

Springsteen war ja immer irgendwie laut, wenn es um Unrecht ging. Als es darum ging, wie schlecht die USA die Veteranen des Vietnam-Kriegs behandelte, kam „Born In The USA“ heraus. Nach dem 11. September 2001 mussten die USA ja wieder zu sich kommen und aufstehen, und so kam „The Rising“ heraus. Derlei Beispiele gibt es unzählige im Katalog von Bruce Springsteen. Was aber halt überrascht, ist die Schnelligkeit, mit der „Streets of Minneapolis“ veröffentlicht wurde.

Minneapolis ist ja stellvertretend zu sehen. Natürlich starben dort Renee Good und Alex Pretti. Die Schlägertrupps von Trumps Gnaden sind aber noch für viele weitere Morde verantwortlich. Und deshalb ist es wichtig, dass es nun immer lautere Stimmen gibt, die etwas dagegen haben. Und das kann man doch nicht schlechtreden, oder?

Wirtschaftliche Auswirkungen der ICE-Gestapo

Wir als IT-Dienstleister für extremst viele, zum Teil enorm wichtige Unternehmen in ganz Europa und eigentlich auf der ganzen Welt sehen es halt auch, dass sich Kunden langsam um Alternativen kümmern, was IT-Produkte betrifft. Für den einen oder anderen ist dann halt Microsoft zukünftig vielleicht nicht mehr erste Wahl. Andere Länder haben auch Wirtschaftsunternehmen, mit denen man Handel treiben kann. In einer globalisierten Welt ist man niemals auf einen Anbieter fixiert.

Speziell die Einsätze der ICE-Gestapo, von denen Springsteen in „Streets Of Minneapolis“ erzählt, haben viele Organisationen diesseits des Atlantiks ins Mark getroffen. Und dann erinnern die sich daran, wie die Chefs der großen IT-Konzerne der USA an einem Tisch mit Trump und seinen Schlägertruppen sitzen. Wer Europäer kennt, weiß, dass die mit sowas niemals gemeinsame Sache machen werden. Und so glaube ich, dass es extreme Folgen hat, was da in den USA passiert.

Streets Of Minneapolis

Den Spott auf Kristi Noem, Stephen Miller, Donald Trump und all die Schergen der ICE-Gestapo ist im Lied klar herauszuhören. Die Nummer, die Bob Dylan nicht besser hätte machen können, kommt mit einem Lyric-Video um die Kurve. Es ist nicht die Neuerfindung der Musikkomposition. Aber darum geht es ja auch aktuell nicht.

Bruce Springsteen - Streets Of Minneapolis (Official Lyric Video)
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