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Dolores O'Riordan, Sängerin der Band The Cranberries, im Jahr 2012 - Eva Rinaldi [CC BY-SA 2.0 (//creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons Dolores O'Riordan, Sängerin der Band The Cranberries, im Jahr 2012 - Eva Rinaldi [CC BY-SA 2.0 (//creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

The Cranberries: Sängerin Dolores O’Riordan ist tot

Gestern schlug die Nachricht ein: Sängerin Dolores O’Riordan ist gestorben. Die charismatische Sängerin aus Irland erkannte man aus Millionen von Stimmen wieder. Jeder in meinem Alter dürfte The Cranberries vor allem wegen „Zombie“ kennen. Die Musik wird immer weiterleben, auch wenn die Stimme längst gegangen ist. Mit 46 Jahren starb sie gestern in London. Das ist kein Alter. Und da denkt man sich mit 44 Jahren: Mist, die Einschläge kommen näher.

The Cranberries 1989 – 2003 und ab 2009

Die „Moosbeeren“ waren eine Alternative Rock Band aus Limerick im Südwesten Irlands. 1989 wurde die Band gegründet. Vor 25 Jahren dann kam 1993 ihr erstes Album „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“ auf den Markt, auf dem sich auch ihre erste Single „Dreams“ befand, ein Lied, über das ich schon einmal schrieb. Tja, und ein Jahr später kam das legendäre Album „No Need To Argue“ mit dem Welthit „Zombie“ auf den Markt.

Dolores O’Riordan war Kopf und Herz der Band. Texte und Melodien wurden fast immer von ihr geschrieben. Ging es in „Dreams“ noch um die Liebe, so handelte „Zombie“ von den schrecklichen Folgen des Nordirland-Konfliktes, der größten Wunde des irischen Volkes. So heißt es im Text:

It’s the same old theme since 1916. In your head, In your head they’re still fightin’ with their tanks and their bombs and their bombs and their guns. In your head, In your head they are dyin’.
Es ist das gleiche alte Thema seit 1916. In deinem Kopf kämpfen sie immernoch mit ihren Panzern und ihren Bomben, ihren Bomben und Gewehren. In deinem Kopf sterben sie immernoch.

Man verbindet freilich immer „Zombie“ mit den Cranberries und Dolores O’Riordan. Es ist auch mit Abstand der größte Hit der Band. Alle anderen Singles stehen weit zurück. Und eigentlich hatte sich die Band 2003 aufgelöst. Seit 2009 waren sie aber wieder miteinander unterwegs. Aber an die Erfolge von 1994 konnten sie nie wieder anknüpfen.

Ohne The Cranberries

Dolores O’Riordan war mit dem Tourmanager der Band verheiratet und hatte mit ihm vier Kinder, darunter ein Stiefsohn. Ihre Schwiegermutter wurde schwer krank, weshalb O’Riordan aus der Band ausstieg und sich diese auflöste. Nachdem die Schwiegermutter verstorben war, sang die Sängerin im Film „Die Passion Christi“, und sie sammelte einige Preise ein. Im November 2014 wurde sie wegen Randalen im Flugzeug am Flughafen Shannon verhaftet, was aber mit einem „sehr schlechten psychischen Zustand“ aufgrund der Scheidung von ihrem Mann begründet wurde.

Am Ende bleibt…

Am Montag, dem 15. Januar 2018, starb Dolores O’Riordan. Nähere Umstände wurden bislang nicht bekannt gegeben. Was bleibt, ist ihre unfassbare und ungewöhnliche Musik. Es war ja nicht alles nur Geschrammel. Da waren auch teils ungewöhnliche Akkord-Folgen, es waren aber auch die Inhalte und der besondere Klang ihrer Stimme. Die Musikwelt vermisst eine besondere Künstlerin.

Ich schrieb oben, dass die Musik weiterleben wird, auch wenn die Stimme längst gegangen ist. Ich kann es niemandem verübeln, bei Youtube nach dem unglaublichen Hit „Zombie“ zu suchen. Und oben ist die Single „Dreams“ verlinkt. Aber wir sollten uns noch ein Lied anhören. Es geht um den allerersten Kuss. Dolores O’Riordan war mal mit einem Soldaten zusammen, und sie bedauerte in diesem Lied diese Liaison. Es handelt sich um „Linger“:

 

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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