Ich habe mir mit meiner Single „Thinking About You“ etwas geleistet, nämlich die Frage, wie fett ein Klavier im Melodic House klingen kann. Ich habe für mich typische Elemente hergenommen und mit Elementen aus dem Afro House kombiniert. Ja, ihr da draußen, die Musikrichtung heißt wirklich so und ist nichts herabwürdigendes. Dazu habe ich immer mehr Piano gespielt und ein großartiges Sample eines Sängers eingebaut. Und ich werde euch jetzt erzählen, wie es dazu kam.
Der Uhle wird nachdenklich
Irgendwann vor ein paar Wochen fummelte ich gedankenverloren in Ableton herum. Es war da schon heiß draußen, und es war am Abend. Irgendwie fiel mir meine Tochter ein, zu der nicht wirklich Kontakt herrscht. Wer hier im Blog schon lange mitliest, weiß eigentlich, dass ich lange Zeit trotz der Trennung von ihrer Mutter ein ganz gutes Verhältnis zu ihr hatte. Aber das hat sich dann irgendwann in Luft aufgelöst. Aber es gibt halt die Erinnerung an Sommerferien mit ihr.
Ich habe da so die Erinnerung, mit ihr und mit meiner Frau in Kägsdorf an der Mecklenburger Kühlung gewesen zu sein. Als ich allein mit meiner Tochter dort war, haben wir kurz vor Mitternacht fast bis Schweden gucken können. Das sind halt solche Dinge, die sind für immer in deinem Hirn eingebrannt. Kommt, das kennt ihr doch auch, oder? Und so klimperst du auf dem Keyboard herum und hast dabei ein Piano-Sample geladen und baust das Alles immer weiter aus.
„Thinking About You“ ist nicht die kraftvolle Nummer wie so manch andere Nummer von mir. Es ist eher so das melancholische Ding, das du abends am Strand laufen hast, während du deinen Gedanken nachhängst. Wenn ihr genau hinhört, dann passiert enorm viel Spannung in dem Track, weil ich mit so kleinen melodiösen Blips und Blops gespielt habe. Das und die tiefen Toms, die ganze Percussion und all das: Das sind Elemente aus dem Afro House.
Aber ich bin extrem stolz auf das Piano. Meine Güte, wenn du so ein paar Flashbacks aus der Vergangenheit hast, dann kommt sowas dabei raus. Und dann denkst du dir, dass da noch Gesang drauf muss, und du stößt auf ein Sample von Matt Lightbourn, der halt auch noch singt: „All I ever do is think about you“. Wenn das mal nicht passt, dann weiß ich auch nicht. Unterm Strich bin ich extremst stolz auf das, was „Thinking About You“ geworden ist. Es transportiert exakt das, was ich wollte.
Thinking About You – aber in zwei Versionen
Ich habe meine Single mit zwei Versionen von „Thinking About You“ veröffentlicht. Ich habe hierzu wieder bei Ditto Music veröffentlicht. Über diesen Link könnt ihr die Single wo auch immer hören. Es gibt einen „Radio Edit“ und eine „Full Length Version“. Letzteres ist die Version, die zuerst da war. Und irgendwie war mir sofort klar, dass ich daraus auch eine kürzere Version bauen muss. So kam es zu dem „Radio Edit“. Mit 4 Minuten allerdings auch länger als vieles heute im Radio.
Ihr könnt also die Single überall streamen und auch hier und dort und da herunterladen. Sagt mir mal, ob das, was ich oben beschrieben habe, auch bei euch halbwegs ankommt. Mir ist das irgendwie wichtig. Ich bin – glaube ich – selten persönlich bei meiner Musik. Das ist bei „Thinking About You“ ein bisschen anders. Und damit ihr es auf jeden Fall hören könnt, baue ich euch die Single mit SoundCloud ein. Aber wie gesagt: Es gehen auch andere Streaming-Dienste oben über den Link.






@goebelmasse Na da freue ich mich aber. Vielen Dank. 🙂
Kommt ihr mit auf eine musikalische Reise? Ich bringe euch jetzt mal mein neues Stück „Move Me“ bei, das ich neulich veröffentlicht habe. In gewisser…