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Anarchie: Angriff auf Polizisten - (C) OpenClipartVectors CC0 via Pixabay.de Anarchie: Angriff auf Polizisten - (C) OpenClipartVectors CC0 via Pixabay.de

Und Depeche Mode fragen: Wo ist nun eure Revolution?

Depeche Mode, die Götter der elektronischen Rockmusik, waren immer politisch, polarisierend, speziell. Musikalisch waren sie oft genug auch Mahner. Vor 20 Jahren erschien am 03. Februar „Barrel of a Gun“, in welchem sie davon erzählten, wie Sänger Dave Gahan aufgrund von Drogen 2 Minuten lang tot war, wie Alan Wilder die Band verließ, wie Martin Gore seine Alkoholsucht bekämpfte und eine Reihe von Anfällen hatte, wie Andrew Fletcher versuchte, seine Depression zu bekämpfen. Und exakt 20 Jahre später kommen sie mit einem ähnliche ernsten Lied um die Ecke: „Where’s the Revolution“.

Ihr wurdet unterdrückt, herumgestoßen, angelogen. Man hat euch Wahrheiten verabreicht. Wer trifft eure Entscheidungen? Ihr oder eure Religion? Eure Regierungen? Eure Länder? Ihr patriotischen Junkies! Sie haben euch verarscht. Und zwar für eine viel zu lange Zeit. Sie haben die Rechte missbraucht, eure Ansichten zurückgewiesen. Sie manipulieren und drohen euch. Mit dem Terrorismus als Waffe. Sie verängstigen euch, bis ihr taub seid. Sie zermürben euch, bis ihr auf ihrer Seite seid. Der Zug kommt an, steigt also ein. Der Motor brummt! Wo bleibt die Revolution? Was ist los, Leute? Ihr enttäuscht mich!

Die aktuellen Themen lassen auch Depeche Mode nicht kalt. Sie waren immer politisch, wie ich schrieb. Sie sprachen sich oft genug für Bürgerrechte und all das aus. Jetzt vor dem Hintergrund von Brexit, Donald Trump, Marine Le Pen, PEGIDA und Islamistischem Terror haben sie erneut Stellung bezogen. Wo ist denn nun die Revolution? Die patriotischen Junkies sind eben solche wie die Deppen, die montags für ein christlich-jüdisches Abendland demonstrieren. Am Ende aber werden sie alle am Nasenring durch die Manege gezerrt, wenn sie feststellen, dass niemand ihre Rechte vertritt und sie nur Mittel zum Zweck sind.

Aber wo bleibt dann die Revolution? Oder anders gesagt: Wo ist der Aufstand des „kleinen Mannes“? Eines Tages wird man aufwachen und erkennen, dass nichts mehr übrig ist von dem, was man mal lauthals als Demokratie bezeichnet hat. Wer hilft ihnen denn dann? Die Kirche sicher nicht. Und die Regierungen haben alles dafür getan, Bürgerrechte abzuwerten. Dann ist es zu spät für eine Revolution. Erinnern wir uns: Vor genau 100 Jahren gab es schon mal eine große Revolution. Und ich glaube, das wollten Depeche Mode mit diesem bösartigen, aber typischen Lied ausdrücken. Ich kann mich auch irren.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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