Unheilige Klangwerke

Heute komme ich mal zu einem neuen Musiktipp. Es handelt sich hier um Musik, die sich manchem nicht sofort erschließt. Aber das ist auch nicht schlimm, da es sich oft um keine einfach zu verdauenden Inhalte dreht.

Die Rede ist von dem deutschen Musikprojekt „Unheilig“ rund um den Frontmann, der sich nur „Der Graf“ nennt.

Gegründet wurden „Unheilig“ im Jahre 1999 von eben jenem „Grafen“, „Grant Stevens“ und Jose Alvarez-Brill. Die Wurzeln der Musik liegen zwar im Bereich Synthie Pop, allerdings kann ihre Musik mittlerweile als Mischung aus „Neuer deutscher Härte“ und Electro-Pop bezeichnet werden.

Angefangen hatte alles mit der Single „Sage ja“ aus dem Jahr 1999. 2 Jahre später folgte dann das Album „Phosphor“ und die ersten deutschlandweit anerkannten Konzerte, wie beim Wave Gothik Festival in Leipzig.

2002 entschloß man sich zum Weihnachtsalbum „Frohes Fest“, welches eine Reihe bekannter Weihnachtslieder in düserer elektronischer Athmosphäre enthielt.

Nach Querelen mit der damaligen Plattenfirma entschieden Unheilig 2003, sich in Eigenregie zu produzieren und zu vermarkten, und es folgte „Das 2. Gebot“ mit der dazugehörigen Single „Schutzengel“.

Inzwischen arbeitete der Graf allein weiter.

2004 wurde ein sehr erfolgreiches Jahr: Es erschien „Zelluloid“ mit der Single „Freiheit“ und der anschließenden Deutschland-Tour.

2006 wiederum veröffentlichte der Grf das Studio-Album „Moderne Zeiten“. Der Inhalt handelt von Träumen und deren Verwirklichung. U.a. kann hier auch verfolgt werden, dass sich der Graf keiner Zenssur unerlegen möchte. Als Single wurde die EP „Astronaut“ veröffentlicht.

Es folgten ausgedehnte Konzertausflüge, u.a. zu „M’era Luna“ sowie die gemeinsam mit Project Pitchfork aufgenommene Single „Ich will leben„.

2007 begannen dann die Arbeiten am bislang erfolgreichsten Album „Puppenspiel“, welches 2008 erschien. Auf diesem ist die sehr bekannt gewordene Single „An deiner Seite“, die der Graf für einen guten Freund geschrieben hatte.

Was folgt nun? Am 29.01.2010 ist es soweit, eine überragende Single erscheint, die ich jedem sehr empfehlen kann. Es handelt sich um das interessante Werk „Geboren um zu leben“. Diese Veröffentlichung macht Appetit auf den neuen Longplayer „Große Freiheit“, welches Mitte Februar erscheinen soll.

Fazit zur Musik von Unheilig: Man muss kein Fan von Gothic-Musik sein, um diese Art Musik gut zu finden. Es reicht, wenn man mit elektronischer Musik und Rock in gemischter Form etwas anfangen kann. Dann fesselt diese Musik den geneigten Zuhörer. Sie ist allerdings nicht in jedem Fall als Hintergrundbeschallung geeignet und sicher auch nichht gedacht.

Was Sie auch interessieren könnte:

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.