Shorty sagt: Au Backe, was habe ich getan?

Was habe ich getan, dass jetzt die ganzen Leute wieder irgendwas wissen, was sie mir erzählen müssen? Das geht dahin, dass man mit „Zu doof zum Lesen“ um die Ecke kommt oder mir Grundfunktionalitäten erklärt. Dabei habe ich doch nur meinem Ärger Luft machen wollen. Ach, dann soll ich das lieber nicht ins Internet schreiben? Ja, wo kommen wir denn da hin, wenn ich mir als Blogger verbieten lasse, mit meinen Gedanken meinen Blog zu befüllen. Aber was ist denn eigentlich passiert?

Ich habe mit Linux experimentieren wollen. Das hat auch nach etlichen Versuchen nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Naja, und genau dazu hatte ich gebloggt. Notiz an mich: Mach das nie wieder. Du schreibst, nachdem du x mal nach den Angaben in der Dokumentation deine Versuche gemacht hast, einen erzürnten Blogartikel. Und damit bringst du alle, die Linux nutzen, auf die Palme. Was habe ich da alles an Reaktionen erhalten! Das werde ich nie wieder machen.

Ich wollte mit dem Artikel eigentlich nicht erreichen, dass man mir erklärt, was eine Partition ist, wie man mit einem USB-Stick umgeht, wie man eine Anleitung liest. Ich wollte einfach nur meinen Ärger über meine fehlgeschlagenen Versuche loswerden, nichts weiter. Aber ich habe halt nicht mit dem Internet – vor allem im Fediverse – gerechnet. Von daher werde ich wohl bei meinen nächsten Versuchen darauf verzichten, meinen Frust öffentlich zu machen.

Jetzt habe ich allerdings auch noch ein Leben außerhalb der Versuche, ein Linux zu installieren. Im Moment habe ich wegen all der Reaktionen und meinen Fehlversuchen die Lust verloren, damit weiter zu machen. Wer weiß, vielleicht kommt die ja irgendwann mal wieder. Und selbst wenn, ich brauche dann keine Ratschläge wie: „Lies doch die verdammte Anleitung, du Honk“. Hat niemand wörtlich geschrieben, aber es kam so bei mir an.

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5 Gedanken zu „Shorty sagt: Au Backe, was habe ich getan?“

  1. Kenn ich. Habe Ende letzten Jahres einen Livestream gemacht mit „Heute installieren wir uns Linux“.
    Tja, ich benutze jetzt seit 28 Jahren Linux auf Serverseite und habe es über 10 Jahre auch mal auf dem Desktop genutzt (bis 2012).

    Aber heute ein Linux zu installieren ist noch komplexer geworden, als es das damals war und dementsprechend ist das alles komplett in die Hose gegangen. Die Erstellung der Partitionen inkl. Verschlüsselung war wirklich katastrophal und mit Bootloader-Problemen hab ich wirklich 3 Versuche gebraucht, bis ich ein bootbares System hatte.

    Und die Software? Nun, das ist alles noch schlimmer und richtig unerträglich geworden, sobald es um Software geht, die nicht im OS-Repo ist.

    Discord? Ja, machbar. Aber bei jedem 2. Start will er ein Update, das man natürlich manuell installieren muss, weil das System für ein Auto-Update „zu sicher“ ist. Das kriegst du dem Standardnutzer gar nicht beigebracht.

    Ein StreamDeck von Elgato? LOL! Da gibt es einige Versuche, eine passende Software zu bauen, die aber alle komplett an der Realität vorbeilaufen. Damit auch ein Discord steuern wird komplizierter, als das deutsche Steuerrecht zu verstehen.

    Steam-Spiele sind ja halbwegs einfach zum Laufen zu bringen. Aber Spiele, die man im Epic Games Launcher installieren muss? Nun, da brauchst du zur Software nochmal eine andere Software, mit der du den Launcher überhaupt erstmal installiert bekommst.

    Solange wir Endnutzer nicht genügend Druck auf die Software-Hersteller machen, wird Linux auf dem Desktop leider nichts für die breite Masse, obwohl ich es sehr gerne nutzen würde.

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  2. Ich will mich gar nicht an der Diskussion Pro/Contra Linux beteiligen. Ich bin mittlerweile zu alt dafür, mich dafür einzusetzen oder dagegen zu sein. Ich kann nur sagen, dass ich Omarchy und Ubuntu auf vier Rechnern (zwei davon sind Macs) erfolgreich und ohne Probleme installiert habe. Mir reicht das, was das Ökosystem bietet, vollkommen aus. Schade, dass die Reaktionen auf deinen Beitrag so heftig waren.

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