Shorty sagt: Ist X/Twitter immernoch relevant?

Mal ganz kurz: Ja, was denn nun? Ist Twitter – oder halt seit einer Weile X – nun noch relevant oder nicht? Ich denke ja, schon weil man überhaupt nach wie vor über die Frage debattiert, ist sie bereits beantwortet. Auf der einen Seite heißt es, dass niemand ernsthaft noch bei Trost sein kann, dort noch einen Account zu haben. Auf der anderen Seite aber heißt es, dass der Laden immernoch DER zentrale Hub für alles relevante auf der Welt ist. Wer hat denn nun Recht?

Natürlich hockt man sehr schnell auf dem Leiterwagen der Empörungsbesoffenheit, was X/Twitter/Xitter/Shitter betrifft. Und ja, es ist nicht die allerbeste Idee, dass Elon Musk den Laden leitet. Und vermutlich war das bei mir einer der Gründe, warum ich von dort weg bin. Aber es war halt auch viel zu viel. Es war einer der Gründe, die mich während der Pandemie geschafft hatten. Und ganz ehrlich: Wirklich interessiert hatte dort niemanden mehr, was ich so von mir gebe.

Daher kann ich verstehen, wieso jemand einen großen Bogen um den Laden macht. Aber dann ausgerechnet Bluesky als die saubere Alternative anzusehen, ist dann auch eher eine Feigenblatt-Denke. Und (noch) ohne finanzielles Interesse ist es aber auch dasselbe mit Mastodon: Es ist zu viel. Ich fühle mich ganz wohl damit, mich derzeit komplett aus allem rauszuhalten. Ich vermisse auch nichts. Und ich will im Moment auch nicht einfach nur mal beißen.

Oliver hat hier einen Punkt, wenn er zu verstehen gibt, dass man sich nur selbst beschneidet, wenn man Twitter aus ideologischen Gründen meidet. Aber wenn alles irgendwie zu viel ist, wäre es sicherlich auch keine gute Idee, nun ausgerechnet dort wieder anzufangen. Ich kann mich da täuschen. Aber wer weiß, vielleicht habe ich da ja auch Recht. Darüber muss ich mal nachdenken. Und was meint ihr zu dieser immer wieder aufkommenden Frage?

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8 Gedanken zu „Shorty sagt: Ist X/Twitter immernoch relevant?“

  1. @henning-uhle.eu Für wen relevant, finde ich interessant. :)

    • Nun ja, das kann ja jeder für sich selbst beurteilen. Wie ich schrieb: Mir ist alles zu viel, daher wird auch in Zukunft X/Twitter keine Rolle spielen. Das heißt aber nicht, dass es keine guten Gründe FÜR Twitter geben darf.

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  2. Ich habe soziale Medien noch nie genutzt.
    Dafür gibt es mehrere Gründe, die ich nicht alle aufführen mag..
    Sogar Bloggen tue ich nicht mehr. Weil so mancher sauber vorbereitet Post nur Sternchen oder irrelavante Kommentare bekommt.
    Es fehlt auch schlicht die Zeit. Und meine Frau ist auch unzufrieden, wenn ich zulange am PC sitze. Zurecht.

    Ich kommentiere noch gelegentlich. Das kann ich kontrollieren. Da bemühe ich mich, relevant zu kommentieren.

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  3. Twitter war vielleicht früher relevant, aber seitdem es X bzw. Musk gehört, ist es nur noch ein rechter Fake-News-Laden, sonst nichts. Alle, die es mit der Demokratie halten, sollten es eigentlich boykottieren.

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    • Naja, so einfach ist es vermutlich nicht. Ich sehe das ja eigentlich nicht viel anders als du. Aber die halbe Welt tummelt sich halt noch dort. Daher ist es vermutlich schon noch relevant, so wenig uns das auch gefallen mag.

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    • Du hast meinen Text nicht gelesen? X ist immer noch voll von Tech-Bloggern und spannenden Nischen (wie früher zu Twitter-Zeiten). Deine Bubble füllt sich mit rechten Fake-News.

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