1. FC Lokomotive Leipzig – Logo is coming home

Manche Dinge finden zu einem guten Ende. So auch beim endlosen Gezeter um das Logo vom Verein 1. FC Lokomotive Leipzig. Eine Posse weniger. Die Situation war schon einigermaßen grotesk. Denn der Fußballverein, der im Jahr 2003 neu gegründet wurde, war nicht der Eigentümer seines eigenen Logos. Aber diese schon sehr seltsame Geschichte ist nun zu Ende. Woanders singen sie „Football is coming home“, und in Leipzig holen sie ein Logo zurück.

Tradition im Leipziger Stadtteil Probstheida bedeutete seit der Wende immer, dass mit dem Geld und mit Skandalen gekämpft wurde. So kam es eben nach kolossaler Misswirtschaft eben auch dazu, dass der damalige Verein VfB Leipzig wieder aufgelöst wurde und der 1. FC Lokomotive Leipzig neu gegründet wurde. Hellauf begeistert war der Anhang, obschon man irgendwie komisches Klientel anzog. Sie alle kennen die Skandale, über die berichtet wurde. Aber es gab noch ein weiteres Problem: Die Markenrechte des Logos lagen nicht beim Verein selbst.

Das Ganze hatte zur Folge, dass für Schals oder anderes Merchandising eine Lizenzgebühr fällig wurde. Das kann schon nervig sein, was da auf den Club immer wieder zukam. Aber der hat es geschafft, die Markenrechte zurückzuholen. Und nach einer vereinbarten Wartefrist wird der Verein auch wieder Inhaber der Wort- und Bildmarken. Den Rückkauf des Logos ermöglichte ein Sponsor. Klar, so doll geht es der „Loksche“ nicht. Ab 13. Mai können dann wieder Fanartikel mit dem offiziellen Logo gekauft werden. Damit ist dem Noch-Präsidenten Spauke ein Coup gelungen, für den sie ihm in Probstheida ein Denkmal setzen werden.

Der bisherige Rechteinhaber Manfred Jansen hat sich gütlich und außergerichtlich mit dem Verein geeinigt. Und freilich ist nichts bekannt, was die genauen Details betrifft. Schließlich wurde darüber Stillschweigen vereinbart. Aber nun kann man endlich festhalten, dass diese Fußball-Groteske endlich ein Ende hat. Und natürlich feiert der Verein. Denn ein Vereinslogo ist nicht irgendwas, sondern wie die Flagge eines Staates. Man orientiert sich daran. Und deshalb kann ich die Freude über „Logo is coming home“ sehr gut nachvollziehen.

Hoffen wir mal, dass so langsam alles andere auch noch beim gebeutelten Verein aus dem Leipziger Südosten in Ordnung kommt. Denn sie sind auf einem guten Weg. Nun muss der Weg konsequent weitergegangen werden.

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