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Allet Jute! – RB Leipzig empfing den 1. FC Union Berlin

Die ganzen letzten Tage wurden Jute-Beutel mit der Aufschrift präsentiert: Allet Jute! Gemeint war das Heimspiel von RB Leipzig gegen Union. Und also empfingen heute bei idealem Frühjahrswetter die „Dosen“ die „Eisernen“ zum Ost-Derby. Ich glaube, man kann schon sagen, dass es der Ost-Knaller war. Hier ein paar Eindrücke aus den sozialen Netzwerken.

Heute am Nachmittag standen sich RB Leipzig und der 1. FC Union Berlin in der Red Bull Arena in Leipzig gegenüber. Da war doch was: Im September letzten Jahres gab es das Hinspiel im „Stadion an der Alten Försterei“. Die Union-Fans hatten schwarze Ponchos übergeworfen und so gegen „das Produkt“ protestiert. Die RB-Fans zahlten es nun heim, indem es den Jute-Beutel „Allet Jute!“ gab. Und so empfing man die „Eisernen“. Wie es eben so bei einem Derby normal ist.

Vor knapp 25000 Zuschauern fackelten beide Mannschaften ein gigantisches Offensiv-Feuerwerk ab. Also in der ersten Halbzeit. Nach 30 Minuten stand es schon 3:2 für Leipzig. Dabei verwandelte Kapitän Kaiser kurz nach Beginn einen Elfmeter, Abgänger Kimmich zog ein paar Minuten drauf gleich mal nach. Aber nur  Augenblicke später verkürzte Skrzybski für die Berliner. Teigl erhöhte wieder, bevor dann Polter nach 29 Minuten den Endstand herstellte.

Der Unterschied zu den bisherigen Spielen: Bislang hatte man ja gnadenlos auf das an sich offensive und breite 4-3-3-System gesetzt, was dann fast immer in weiten Bällen nach vorn ins nichts mündete. Gegen Berlin stellte aber Achim Beierlorzer ein 4-4-2 auf den Platz. Und ein bulliges Mittelfeld, bestehend aus Forsberg, Kaiser, Demme und Kimmich, trieb die Stürmer voran. Das könnte durchaus ein Weg für die Zukunft sein.

Problematisch war die löchrige Abwehr. Wie fast immer blitzte nur „Kogge“ Tim Sebastian positiv hervor. Ich meine, he, umsonst sind die Gegentore ja nicht zustande gekommen. Aber je länger das Spiel dauerte, desto stabiler wurde das gesamte System, auch in der Abwehr.

Die 60 Minuten nach dem 3:2 liefen zwar auch wie ein typisches Derby statt, wie man sie sich nun einmal wünscht. Die Leipziger hatten gar noch die Möglichkeit, den Abstand zu erhöhen. Soweit ich das bei Twitter mitbekam, spielte die Beierlorzer-Elf befreit auf. So wie man es sich wünscht. Immer wieder kam es zu Chancen.

Am Ende brauchte sich der RB Leipzig nicht glücklich schätzen, das Spiel gewonnen zu haben. Es war nicht wirklich ein Spiel mit hoher Qualität. Aber es muss großen Unterhaltungswert gebracht haben. Und letztlich spielte RB Leipzig die Partie souveräner. Und daher geht es auch in Ordnung, dass die Mannschaft den ersten Sieg seit der Winterpause einfuhr.

Bei Twitter war viel zu lesen, dass das Spiel der Mannschaft durchaus gefiel. Auch die Medien erkannten einen Leistungsschub. Und deshalb darf man nicht böse sein, dass man nun das Tief der Mannschaft allmählich für beendet erklären kann. Und wer weiß, vielleicht war ja Union der benötigte Aufbau-Gegner für RB Leipzig, um gegen den VfL Wolfsburg nächste Woche bestehen zu können.

Der Rotebrauseblogger wird sicherlich in den nächsten Stunden einen ausführlichen Spielbericht liefern. Vorerst schauen wir aber einmal, was die Leipziger Volkszeitung, die Leipziger Internetzeitung oder der Kicker über das Spiel wissen. Der Rotebrauseblogger fing aber schon einmal Stimmen aus der Pressekonferenz ein.

Witzig war, dass sich einige Union-Fans erst zur zweiten Halbzeit im Stadion einfanden. Die protestierten gegen „das Produkt“ im Alfred-Kunze-Sportpark bei der BSG Chemie Leipzig. Als die dann ins Stadion kamen, waren ja alle Tore schon gefallen. Aber Protest ist ja so etwas tolles. Wenigstens haben die Schlachtenbummler mal den schönen Auewald gesehen.

Bildquelle: Vereinslogo von RB Leipzig – (C) RB Leipzig e.V.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Allet Jute! – RB Leipzig empfing den 1. FC Union Berlin”

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