Bayrischer Fußball könnte Leipziger Fußball beeinflussen

Ja, ich weiß, ich halte mich in letzter Zeit mit Artikeln um und über RB Leipzig sehr zurück. Das können andere wirklich besser. Aber heute wurde eine Granate gezündet, über die ich einfach mal schreiben muss. Da könnte jetzt einiges an Theater entstehen.

Wenn ich vom bayrischen Fußball schreibe, meine ich nicht den FC Bayern München und sein unter heftigen Beschuss stehenden Präsidenten Uli Hoeneß. Ich meine damit den münchener Verein, der eine Etage tiefer spielt, den TSV 1860 München. Bei dem ist etwas ganz übles passiert, das seine Schockwellen bis in die Regionalliga Nordost und damit bis zum RB Leipzig schicken könnte.

Da gibt es den Investor Hasan Ismaik. Der ist zu 49% an dem traditionsreichen Fußballverein beteiligt. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und Sportinvestor. Und der hält einen Stimmrechtsanteil knapp unter der viel besagten „50+1“ Regel des deutschen Fußballs. Und der hat den „Löwen“ den so genannten Geldhahn abgedreht.

Darlehensverträge wurden gekündigt, heißt es heute vielerorts. Es handelt sich dabei um knapp 10 Millionen €. Und er wolle nur noch investiert bleiben, wenn es zu einer personellen Neuausrichtung des Vereins kommt. Dabei geht es um die sportliche Leitung. Der Manager hat wegen Trainer und Sportdirektor einfach mal die Hopp-oder-Topp-Option gezogen.

Obwohl die „Löwen“ dementieren, handelt es sich bei der derzeitigen Situation um eine verschärfte Insolvenz-Gefahr des Vereins. In diesem Fall würde es wohl zum Saisonende zum Zwangsabstieg der ersten Mannschaft und zum Nichtaufstieg der zweiten Mannschaft kommen. Und das wiederum könnte Auswirkungen auf den RB Leipzig haben.

Der TSV 1860 München II ist ein starker Kader in der Regionalliga und könnte interessant werden, wenn es um die Relegation um den Aufstieg in die Dritte Liga geht. Demzufolge kann ich mir sehr gut vorstellen, dass beim RB Leipzig viele Verantwortliche per Twitter, Facebook, RSS Reader und Videotext die Geschehnisse an der Grünwalder Straße in München verfolgen.

Warten wir mal ab, wozu Ismaik sich letztendlich hinreißen lässt. Um den Verein wäre es schade. Meine halbe süddeutsche Verwandschaft verfolgt das Treiben der Blauweißen. Aber ich weiß nicht, ob hier nicht noch viel mehr Fehler passiert sind, nachdem man beim möglichen Ausfall der Darlehen von Ismaik ganz offen von Insolvenz redet.

Es wird auf jeden Fall spannend. Auch aus Leipziger Sicht.

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