Dem RB Leipzig gehen die Spieler aus

Sicher, es ist ein Jammern auf ganz hohem Niveau. Aber den Rest der Saison, und damit eben auch die so wichtige Relegation gegen die Sportfreunde Lotte oder Fortuna Köln, muss der RB Leipzig auf zwei wichtige Spieler verzichten. Der eine ist krank, der andere gefeuert.

Kapitän Daniel Frahn fällt bis zum Saisonende aus. Der Torjäger mit immerhin 20 Treffern in der bisherigen Saison fällt wegen eines Innenbandanrisses aus. Das gab der Verein heute Nachmittag bekannt. Der Stürmer hatte sich die Verletzung beim Stadtderby gegen Lok Leipzig zugezogen.

Hatte man vieles gehofft, so haben sich die Befürchtungen leider bestätigt. So muss der rotweiße Club auf einen seiner wichtigsten Spieler verzichten und braucht einen gehörigen Leitwolf für die schwere Relegation.

Das eigentliche Gewitter aber brach über Jeremy Karikari aus. Der hatte in der Leipziger Nobel-Disco „L1“ einer Rangelei – nun ja – beigewohnt und ist selbst handgreiflich geworden. Nach dem torlosen Remis im Stadtderby liefen sich verschiedene Spieler beider Vereine in der Diskothek über den Weg, und über kurz oder lang kam es zu einer Schlägerei, wie man so hört und liest.

Als dem Verein dieser Vorfall bekannt wurde und auch nachgewiesen wurde, hat man kurzerhand Karikari den Stuhl vor die Tür gestellt. Er habe nicht nur sich selbst, sondern auch dem ganzen Verein geschadet. Und das könne man nicht tolerieren. Aus diesem Grund habe man keine andere Wahl gehabt, als den Deutsch-Ghanaer zu feuern. Ein solcher harter Schritt wäre sicherlich auch vermeidbar gewesen, aber der Verein muss wahrscheinlich hier rigoros sein, um den Spielern nicht zu viel Höhenluft zu verschaffen.

Am Wochenende gegen den FSV Zwickau hatte übrigens noch Stefan Kutschke gefehlt. Offiziell hieß es, er habe eine Virus-Erkrankung. Allerdings gehörte auch er zu den Männern, die die Rangelei in besagter Disco erlebt haben. Allerdings hieß es auch vom Verein, dass zumindest er gegen den Chemnitzer FC im Sachsenpokal wieder auflaufen wird.

Also eins ist mal klar: Die Spieler vom RB Leipzig wollen erst einmal so etwas wie ein Spitzenverein darstellen. Noch sind sie ein sehr kleines Licht am deutschen Fußball-Himmel. Klar freut man sich, wenn man mit weitem Abstand Erster in der Tabelle geworden ist. Aber ist man deshalb gleich der König der Welt und darf sich daher auch aufführen wie eine Wildsau? Der Verein musste reagieren, sonst sonnen sich vielleicht andere Spieler künftig im Erfolg und können vor lauter Erfolgsgeilheit nicht mehr spielen.

Auf den letzten Metern (Sachsenpokal-Finale und Relegation) sollte man sich nun nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber mit solchen Aktionen sind sie gerade dabei, sich wieder selbst zu schaden. Und das wäre schade für die überragende Leistung der gesamten Saison.

Was da alles los war, hat übrigens die Leipziger Internetzeitung aufgeschrieben. Die LVZ zwar auch, aber die kann ich ja nicht mehr verlinken.

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