DFB-Pokal: RB Leipzig reißt die Wölfe

Und da ist es passiert: Der Rasenballsport-Verein Leipzig hat den VfL Wolfsburg aus dem DFB-Pokal gekippt. Ist es eine Sensation oder war das abzusehen?

Abzusehen war, dass der RB Leipzig versuchen würde, wie der Teufel aufzuspielen. Etwa 60 Minuten lang hat das auch wunderbar geklappt. Nur gegen Mitte der zweiten Halbzeit waren die grünen Wölfe überlegen.

Eine Sensation aber war Daniel Frahn, der den VfL quasi im Alleingang in den Wald schickte. Seine 3 Treffer in Halbzeit 1 haben den RB Leipzig in die Runde 2 den DFB-Pokals gebracht. Alle Achtung!

Es war aber weiß Gott nicht alles Gold, was glänzte. Teilweise brachte Torwart Borel seine Hintermannschaft recht ins Schwitzen. Ab und an merkte man auch die Routine eines Vereins, der sich anschickt, mindestens Europa League zu spielen, gegenüber dem Klassenprimus der Regionalliga Nord. Aber das war auch schon alles.

Halbzeit 1 war die deutlich bessere, von beiden Mannschaften. Das werden auch die 31212 Zuschauer (Rekord in diesem Stadion) sicher ähnlich sehen. Wenn der RB Leipzig die Leistung aus diesem Spiel öfter abruft, sind sie in der Regionalliga wohl nicht aufzuhalten.

Leipzig hat durch diesen Verein unheimlich dazugewonnen. Und das schreibe ich trotz aller Spötter, die von einem Kunstprodukt o.ä. reden. Und ich schreibe dies auch, weil ich mich bestimmt nicht als Fan bezeichne. Ich schreibe dies, weil der RB der Stadt und dem Umfeld gut tut und ich sympatisch finde, was größtenteils abläuft. Die Stühlerückerei ist vorbei, nun lasst uns Fußball sehen.

Und das Fazit dieses denkwürdigen Abends kommt aus dem Live-Ticker von RB Leipzig: “Das war Werbung für Leipzig, das war Werbung für RB, das war Fußball für Liebhaber, das macht Freude auf die Saison. Die Bullen machen alles richtig, ringen die Wölfe mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung nieder.” Dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen.

9 Kommentare

  1. Henning, schöner Blog und ich teile Deine Freude. Das war 1A-Image-Werbung für den Leipziger Fußball. Deine Kritik an Borel und dem Defensivverhalten ab der 60 Minute teile ich allerdings nicht. Ich fand Borel saustark. Hat hohe Bälle sicher gefangen, so wie auch einige Fernschüsse. Und in der letzten Halben Stunde haben sie sehr gut gegen den Ball gespielt, die Räume eng gemacht und wenn sie in Ballbesitz waren, sofort gewitzt nach vorne gespielt. Alles in allem ein Spiel, das mich begeistert hat und das ich so nicht erwartet hätte. Ich denke, da wächst was heran.

  2. Die Spieler machen ja ziemlich auf understatement. Ist auch okay. Aber mal zu sehen, wie in Leipzig die Luzie abgeht, macht einfach Vorfreude auf höhere Klassen.

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