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Lok Leipzig - mit Tradition in die Zukunft - (C) 1. FC Lokomotive Leipzig e.V.

Die 1. FC Lokomotive Leipzig Spielbetriebs-GmbH

Gestern fand die Mitgliederversammlung des 1. FC Lokomotive Leipzig e.V. statt, auf der richtungsweisende Entscheidungen getroffen wurden. Ich schrieb dazu gestern ja in aller Kürze mal meine Gedanken, nachdem ich darüber bei Twitter las. Mittlerweile gibt es Berichte und Reaktionen, und da muss ich einfach noch ein bisschen dazu aufschreiben.

Also: Der 1. FC Lokomotive Leipzig gliedert seine 1. Herren-Fußballmannschaft in eine Spielbetriebs-GmbH aus. In dieser Firma geht auch die bisherige Marketing & Merchandising GmbH auf. Und das ist die große Entscheidung, die gestern getroffen wurde. Ich dachte, dass diese Entscheidung tatsächlich vom Großteil der Mitglieder getroffen wurde. Aber es war dann doch ein wenig anders. Denn der Verein hat 1667 Mitglieder. Davon waren 261 anwesend. Von den Anwesenden stimmten 230 dafür, 25 dagegen, und 6 waren sich uneins. Heißt also 230 Mitglieder waren für die Ausgliederung. Von 1667. Das ergibt dann eine Quote von knapp 14%.

Jetzt ist es müßig, darüber zu spekulieren, ob die anderen rund 1400 Mitglieder, die nicht mit dabei waren auf der „Alten Messe“, auch zu einem großen Teil für die Ausgliederung wären. Aber den nackten Zahlen zufolge tragen diese Entscheidung doch nicht alle mit. Wie sich dann die Besitzstruktur verteilt, steht natürlich noch in den Sternen. Aber irgendwie geht das Gerücht, als ob die bisherigen Mitglieder des Gesamtvereins künftig weniger Mitspracherecht bei der GmbH hätten.

Jedenfalls hat man auch bei Lok erkannt, dass man ohne Kommerz den Fußball nicht professionell gestalten kann. Und schon liest man hier und da eben nicht mehr „Traditionsverein“, sondern „Kommerzverein“. Aber ich frage mal: Wie soll es denn sonst gehen? Nur mit Tradition generiert man keine Gewinne. Und ein Verein, der eine gewisse Gemeinnützigkeit nachweisen muss, darf doch dann keine Gewinne erzielen. Wenn man nun Spielbetrieb, Catering, Merchandising und so etwas zusammenwirft, dann erzielt man dann ja Gewinne. Und die bleiben dann bei der GmbH. So ungefähr ist das wohl. Damit kann man dann ja irgendwie besser wirtschaften.

Natürlich wird man sich wohl umschauen, ob die Mitglieder dann wirklich weniger Mitbestimmung haben. Sie bestimmen über den Verein mit. Und der Verein ist Teilhaber an der GmbH. Insofern wird der Einfluss der Mitglieder wohl geringer werden. Ich kann mir denken, dass der Investor ETL da zukünftig ein gehöriges Wörtchen mitreden will. Das kann man gut oder schlecht finden. Ob das Alles ein zukunftsträchtiges Modell ist, wird man noch sehen. Nachlesen können Sie das Alles im Sportbuzzer der Leipziger Volkszeitung.

Aber wie ist denn Ihre Meinung dazu? Ich schrieb ja gestern, dass das erst einmal positiv zu sehen ist. Ob das in die Zukunft führt, werden wir sehen. Aber wie sehen Sie das? Sehen Sie das eher positiv oder negativ, dass es bei Lok jetzt eine GmbH für die erste Herrenmannschaft gibt? Und wird man damit dann Fußball in höheren Gefilden schaffen können?

Bildquelle: Lok Leipzig – mit Tradition in die Zukunft – (C) 1. FC Lokomotive Leipzig e.V.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 thoughts to “Die 1. FC Lokomotive Leipzig Spielbetriebs-GmbH”

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