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Es hat sich über den Sommer ausgefußballt in Leipzig

Nun ist es vollbracht. Fußball-Leipzig wirft erst einmal Fanschals, Caps und derlei andere Mitbringsel in die Ecke und gibt den Badesachen freien Raum. Zwischen beiden Stationen schauen wir noch einmal auf die vergangene Saison zurück. Die in Leipzig natürlich.

Der große Hoffnungsträger für alle Leipziger, die möglichst schnell hochklassigen Herrenfußball in Leipzig sehen wollen, also der RB Leipzig, hat diese Saison – mal wieder – den Aufstieg in die dritte Liga vergeigt. Aufgestiegen ist mit dem heutigen Tag der Hallesche Fußballclub, der HFC.

Es ging dabei bis zum vorletzten Spieltag sehr eng zu. Der HFC, Holstein Kiel und der RB Leipzig lieferten sich über Wochen einen packenden Dreikampf, aus dem sich die Leipziger letzte Woche verabschiedeten. Dabei hätten die Roten Bullen durchaus weit vornweg gehen können und schon lang den Aufstieg für sich festgezurrt haben können. Aber unterm Strich zählt halt Kontinuität. Davon hatte der HFC eben mehr zu bieten und steigt deshalb verdient auf.

Nun wollen die Leipziger im dritten Anlauf dann den Aufstieg schaffen. Das müssen sie auch, möchten sie die Geduld aller Involvierten – Geldgeber, Stadt und Fans – nicht überstrapazieren. Dazu gehört dann eben auch mal Kontinuität. Nicht nur im beständigen Siegenwollen, sondern auch im Kader und bei den Funktionären.

Lok Leipzig steigt nach der Sommerpause aus der NOFV-Oberliga Staffel Süd auf und gesellt sich in der neu zusammengewürfelten Regionalliga Nordost zum Stadtrivalen RB Leipzig. Lange Zeit dümpelten die blau-gelben Kicker unter ferner liefen. Aber Willy Kronhardt, der Trainer, formte ein schlagkräftiges Team und hat den aufstiegsberechtigten Platz 6 möglich gemacht.

Langsam aber sicher wird nun also auch in Leipzig Südost bei der Lok ein vorzeigbarer Verein sichtbar. Nach vielen Jahren des Darbens und der Ungereimtheiten stellt der Verein langsam wieder etwas dar. Man kann der positiven Wandlung nur alles Gute wünschen. Und den blau-gelben Herren wünscht man natürlich viel Erfolg.

Im Leipziger Westen streiten sich die beiden Leutzscher Nachlassverwalter des gestorbenen FC Sachsen Leipzig – also die BSG Chemie Leipzig und die SG Leipzig-Leutzsch – um die goldene Ananas. So fulminant beide zu Beginn der Saison losgemetert haben, so stark hat der Enthusiasmus nachgelassen. Man hält sich halt immer weiter mit Diskussionen auf, wie es mit dem Leutzscher Fußball zukünftig weitergeht. In einem solchen Umfeld ist es natürlich nahezu unmöglich, erfolgreich Fußball zu spielen.

So schließen beide grün-weiße Vereine die Saison weit unterhalb ihrer Ambitionen ab, die einen als 6., die anderen als 7. Aufsteigen in die Oberliga wird stattdessen der Verein, der nach dem Einstieg von Red Bull und nach dem Herauslösen der 1. Herrenmannschaft zum RB Leipzig schon tot geglaubt wurde, nämlich der SSV Markranstädt durch eine überaus dominante Saisonvorstellung.

In der Saison 2012 / 2013 wird es also vor allem in der neuen Regionalliga spannend. Aufsteigen zum RB Leipzig werden die Erzrivalen Lok Leipzig und FSV Zwickau sowie die 2. Mannschaft von Dynamo Dresden. Die Ligakonstellation wird sehr interessante Duelle hervorbringen. Und wie immer wird der RB Leipzig der Gejagte sein, nur dann eben noch mehr als bisher.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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