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RB Leipzig - Flagge - (C) RonnyK CC0 via Pixabay.de RB Leipzig - Flagge - (C) RonnyK CC0 via Pixabay.de

FC Porto gegen RB Leipzig – Nix in der Champions League

Viel vorgenommen, nichts geholt: RB Leipzig hatte beim FC Porto ein Spiel vergeigt, das anders hätte laufen können. Schließlich hat man dafür mal trainiert. Irgendwie ging gestern viel zu wenig, als dass man sagen könnte, dass es einfach nur Pech war. Das Team von Trainer Hasenhüttl hatte einfach nicht gut gespielt. Und auf einem Niveau wie der Champions League wird so etwas nun einmal bestraft. Am Ende kam eine 3:1-Niederlage und Platz 3 in der Gruppe zustande.

Eliteschränke gegen Rasselbande

Die Portugiesen kamen gestern mit einigen schweren Jungs um die Ecke. Im Tor stand Jose Sa. Die Verteidigung bestand aus Ricardo Pereira, Felipe, Marcano und Alex Telles. Im defensiven Mittelfeld spielten Danilo Pereira und Herrera, im offensiven Corona und Brahimi. Im Sturm lief neben Aboubakar noch Marega auf, der allerdings nach rund 10 Minuten wegen Muskelproblemen durch Andre Andre ersetzt wurde.

Mit insgesamt weniger Kilogramm kam RB Leipzig um die Ecke. Wie gewohnt spielte Gulacsi im Tor. Die Abwehr stellten Bernardo, Orban, Upamecano und Halstenberg, der zur Halbzeitpause durch Klostermann ersetzt wurde. Das defensive Mittelfeld bestand aus Kampl und Keita, das offensive aus Forsberg, Sabitzer und Bruma, der zur Halbzeitpause durch Timo Werner ersetzt wurde. Im Sturm lief Augustin auf und wurde eine Viertelstunde vor Schluss durch Poulsen ersetzt.

Ungewohnt schlechter Auftritt

Der FC Porto machte das, was das Team halt so macht. Aus einer kontrollierten Defensive heraus setzten sie Nadelstiche. Und sie schafften es, dass RB Leipzig immer wieder wie gegen eine Mauer anlief. Das Spiel fand größtenteils zwischen den Strafräumen statt. Viel Arbeit hatten die Torhüter nicht zu tun. Peter Gulacsi konnte an sich bei allen drei Gegentoren nicht viel tun. Die RB-Abwehr war halt gestern nicht so richtig vorhanden.

Vor allem die Außenverteidiger machten gestern ein eigenartiges Spiel. Bernardo stand gewaltig unter Dampf. Das merkte man. Es sah so aus, als ob er unbedingt irgendwas beweisen wollte. Das sah am Anfang auch richtig gut aus. Aber dann wurde er mehr und mehr unkonzentriert, vor allem als er nach der Pause von rechts hinten nach links hinten wechselte, weil Halstenberg ausgewechselt und Klostermann eingewechselt wurde.

Was bitte hatte denn eben jener Marcel Halstenberg gestern für eine Leistung abgeliefert? Der sonst so wichtige Außenverteidiger und Außenbahnläufer hatte gestern eigentlich gar nichts gerissen. Folgerichtig musste hier Trainer Hasenhüttl reagieren. So, wie er auch wegen Bruma reagieren musste, der zu keiner Zeit in der ersten Hälfte einen Bezug zum Spiel bekam.

Bester Leipziger war für mich gestern Dayotchanculle Oswald Upamecano. Er versuchte, zu klären, was ging. Er hatte die volle Leistung abgerufen. Ich glaube, er hatte gar keinen Zweikampf verloren. Aber sonst war das zu wenig von der Mannschaft. Und nach dem Abpfiff ging das Team gleich in die Kabine und bedankte sich nicht bei den über 1000 mitgereisten Fans. Das passte dann irgendwie zu dem ungewohnt schlechten Auftritt.

Gab es denn Highlights?

Natürlich gab es auch positive Sachen. Nachdem der FC Porto durch eine Ecke nach 13 Minuten in Führung ging und RB Leipzig insgesamt ziemlich mies aussah, berappelte man sich. Und etwa 10 Minuten später hätte es durch einen Sonntagsschuss von Emil Forsberg bei einem direkten Freistoß auf der anderen Seiten klingeln können. Und der nach der Halbzeitpause eingewechselte Werner machte das, was er immer macht: Vollgas und Tor. Ja, und eben Upamecano. Naja, und ehrlicherweise auch Sabitzer, der im offensiven Mittelfeld besser aufgehoben ist als im nahezu-Sturm.

Aber wie gesagt, das war alles viel zu wenig. Will man doch noch irgendwas in der Champions League erreichen, muss man nun in Monaco und zuhause gegen Beşiktaş Istanbul unbedingt gewinnen. Das ist nicht selbstverständlich. Wichtig ist nun, dass man möglichst schnell aus diesem Tief herauskommt. Das ist die Hauptaufgabe für Trainer Hasenhüttl und sein Team.

Man hätte vielleicht…

Die genannte Aufstellung war für mich etwas überraschend. Außer in der Abwehr hätte ich mir in Teilen andere Spieler gewünscht. Im defensiven Mittelfeld ist es in meinen Augen keine gute Idee, zwei Spielmacher mit Kampl und Keita aufzubieten. Womöglich hätte hier Demme einen besseren Job gemacht. Im offensiven Mittelfeld wäre Bruma vielleicht später eine gute Option gewesen, dafür aber Poulsen für die Startelf geeignet gewesen.

Die Spieler sind allerdings auch einfach mal leer. Es ist die erste Champions League-Saison für eigentlich fast alle Spieler. Sie haben gestern Lehrgeld bezahlt und müssen es in Monaco besser machen. Sie haben sich das Leben unnötig schwer gemacht. Aber sie können ihr Ziel nach wie vor erreichen: Weihnachten in der Champions League. Wenn sie sich dann künftig auch wieder bei ihren Fans bedanken, dass diese mitgekommen sind, ist die Welt auch wieder in Ordnung.

Demnächst darf man gern wieder aufmerksamer sein. Im Spiel mit dem Ball darf gern auch mal ein Pass in die Tiefe ankommen. Im Spiel gegen den Ball darf man gern auch Angriffe wieder konsequenter unterbinden. Und Standard-Situationen müssen einfach mal sicherer verteidigt werden. Das sind die Erkenntnisse eines in Summe überschaubaren Abends in der Champions League.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “FC Porto gegen RB Leipzig – Nix in der Champions League”

  1. Ja, kein gutes Spiel von RB. Das hatte ich eigentlich so nicht erwartet. Es erstaunt mich, was der FC Bayern in den letzten Wochen abgeliefert hat. Was so ein Heynckes aber doch ausmacht. Fast schon unheimlich ist das.

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