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Gesichtspalme #31 – FC Erzgebirge Aue gegen RB Leipzig

This entry is part 30 of 45 in the series Gesichtspalme

Der FC Erzgebirge Aue empfing heute den RB Leipzig. Und dafür gibt es gleich zwei Gesichtspalmen. Unglaublich, was ich im Fernsehen sah. Derby schön und gut. Das ist es nun mal, wenn zwei Vereine aus Westsachsen aufeinander treffen. Aber irgendwie brannten hier die Sicherungen durch und dort machte man so mies weiter wie vor der Winterpause.

Ich habe das Spiel in der Zusammenfassung im Fernsehen gesehen. Ich war nicht mit dabei. Aber was mir da bei Twitter über den Weg lief, kann ich nicht einfach so stehen lassen. Das muss doch nun langsam Konsequenzen haben. Ich meine, was die Fans von Erzgebirge Aue ablieferten, war unter aller Würde und hat im Fußball nichts zu suchen. Und was die Leipziger Spieler ablieferten, war das viele Geld, was in der Winterpause in die Hand genommen wurde, nicht wert.

Das Spiel ging 2:0 für Aue aus. Verdient. Sie waren die bessere Mannschaft. Ich würde sogar anhand von Twitter-Meldungen und dem Spielbericht im Fernsehen sagen, dass sie ziemlich überlegen waren. Die „Veilchen“ stellten es clever an und zeigten den „Bullen“ auf, warum der RB Leipzig auswärts harmlose Kälbchen sind. Das war richtig schwach, was da RB Leipzig ablieferte. Da änderte auch ein Emil Forsberg nichts. Auch ein wieder sehr guter Youssuf Poulsen brachte nichts zählbares zustande.

RB Leipzig machte mit dem gleichen Stiefel weiter wie vor der Winterpause. Die Frage darf gestattet sein, wofür man da bei Lawrence von Arabien war. Warum man durch die Wüste ist. Warum man so einen Haufen Geld ausgegeben hat. Ich habe eigentlich erwartet, dass das Spielsystem von Grund auf neu gebaut wird. Aber in dem Zusammenschnitt war nicht viel davon zu sehen.

Viel mehr war aber davon zu sehen, was die Fans aus Aue von den Gästen samt ihren Fans hielten. Da wurden Transparente ausgerollt, die sowohl Mannschaft, als auch Fans, als auch Großsponsor Red Bull als Nazis bezeichneten. Das ist unter aller Würde. Das geht gar nicht. Das war nicht nur daneben, das könnte auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Die Verantwortlichen vom FC Erzgebirge Aue wollen zwar eine Erklärung abgeben. Aber ich weiß nicht, ich kann mir nicht vorstellen, dass da wirklich etwas unternommen wird. Mir fehlen da die Worte.

Ich weiß noch, wie das war, als der Erzgebirgsclub in Leipzig zum Pokalspiel antrat. Die Gästefans boykottierten angeblich, dann waren sie doch da. Und die drehten derart auf, dass man Sorge haben musste, dass sie über die Brüstung fallen. Enthusiasmus schön und gut. Aber manches geht dann doch zu weit. Dass man einen Club, der viel für Integration wirbt, mit Nazis gleich setzt, ist sowas von weit weg von der Realität entfernt. Und das sollte sich die Leipziger Vereinsführung nicht gefallen lassen.

Also gibt es heute zwei Gesichtspalmen: Eine für das verfehlte Trainingslager-Ziel der Leipziger und eine für das schändliche Verhalten der Auer Fans. Friedliche Fans sind hier ausgenommen, das sollte klar sein. Aber solche Aktionen haben im Fußball nichts verloren.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 thoughts to “Gesichtspalme #31 – FC Erzgebirge Aue gegen RB Leipzig”

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