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Herbstmeister und andere Themen in Fußball-Leipzig

Sojus 31, dieser Name steht nicht nur für eine Mondmission der UdSSR und der DDR, sondern auch für das Sportforum, in das der FSV Zwickau bis irgendwie 2015 seine Heimspiele verlegt hat. Und dort wurde mit dem RB Leipzig der Herbstmeister in der Regionalliga Nordost festgelegt.

Und was passierte noch so?

Der so verhasste rot-weiße Fußballclub aus Leipzig führte schon die ganze bisherige Hinrunde die Tabelle an. Jeder Verein hat auf einen Stolperer der Männer um Trainer Alexander Zorniger gewartet. Und er ist bis jetzt nicht passiert.

Und heute gewann RB Leipzig mal wieder. Gegen Aufsteiger FSV Zwickau. Und das ist einen Artikel wert? Gegen einen Aufsteiger gewinnt der RB, und ich schreibe was? Na klar, wenn man gegen die Nummer 2 der Liga gewinnt und sich damit Konkurrenz vom Leib hält.

Es war ein Spiel auf Augenhöhe. So, wie man das wohl auch bei einem Ligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München erwarten könnte. In dem kleinen Stadion waren von über 3300 Zuschauern immerhin 500 Leipziger.

Damit sind nun beim verhassten Club die Weichen ganz klar auf Aufstieg ausgerichtet. Bis jetzt geht die Rechnung auf. Und Zorniger als Trainer macht das einzig richtige: Er denkt ausschließlich an das nächste Spiel. Und das ist auch gut so, da man dann gegen den gefallenen Engel Carl Zeiss Jena spielen wird.

So toll sieht es beim Liga- und Stadtrivalen Lok Leipzig beiweitem nicht aus. Zwar hat sich man durch einen heutigen Sieg aus dem Tabellenkeller verabschiedet. Dafür brodelt es mal wieder im Verein an sich. Es würden keine arbeitsfähigen Strukturen vorliegen. So zumindest zitiert die Leipziger Internetzeitung einen „Insider“. In einem Bericht werden einige solcher Leute aufgeführt, die nicht genannt werden wollen.

Man kann da jetzt davon halten, was man will. Jedenfalls klingt das alles nicht so professionell. Im Bericht ist so einiges zu lesen, was mich als jemand, der mit Lok aufgewachsen ist (ich habe das schon des öfteren angeführt), immer wieder kopfschütteln lässt.

Und unsere beiden – sorry – Karnevalsvereine Grün-Weiß? In der Landesliga Sachsen sind beide nur Mittelmaß, obwohl die gespuckten Töne wesentlich größer waren. Und was die beiden Vereine an sich betrifft, wurde so viel schon gesagt und geschrieben. Der eine hat keine professionell ambitionierten Strukturen, der andere entpuppt sich immer mehr als Luftnummer.

Jetzt machen beide Vereine wenigstens untereinander Zugeständnisse. Wenn man ehrlich ist, die beiden sind doch völlig losgelöst vom anderen sowieso nicht lebensfähig. Aber man kann ja versuchen, so viel wie möglich allein zu stemmen, obwohl man weiß, dass es allein nicht funktionieren wird.

Wie dem auch sei, die Fans von Lok Leipzig und von der BSG Chemie Leipzig beanspruchen für sich den Titel der Fußball-Nummer-1 der Stadt. Man hört und liest immer wieder entweder „Leipzig ist blau-gelb“ oder eben „Leipzig ist grün-weiß“. Das stimmt aber nicht. Der RB Leipzig hat die meisten zahlenden Zuschauer, der Verein steht (auch ohne Red Bull) besser da als jeder andere der Leipziger Vereine. Vom Tabellenplatz brauche ich wohl gar nicht erst anzufangen.

Der RB Leipzig überzeugt immer mehr. Und das gefällt. Ich bin zwar immernoch kein Fan. Aber ich drücke dem Verein wesentlich mehr die Daumen als einem anderen der Leipziger Vereine.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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