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Interessante Verhaltensmuster beim RB Leipzig

Da hatte man in Leipzig beim Rasenballsportverein hoch gesteckte Ziele. Mit Pauken und Trompeten wollte man gen Liga 3 marschieren und von vornherein die Regionalliga dominieren. Am Ende bemüht man sich darum, dass die blutige Nase nicht vollends durchbricht.

Der RB Leipzig weist interessante Verhaltensmuster auf, auch im Umfeld. Aber irgendwie hätte es doch klar sein müssen, dass man als Aufsteiger nicht zwangsläufig um den Aufstieg mitspielt. Und mal ehrlich, das tun sie doch nach wie vor.

Man empfing vergangenen Freitag die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900, bundesweit bekannt als Holstein Kiel. Die Kieler sind immer für eine Überraschung gut und sollten niemals unterschätzt werden. Ich denke, das haben die Leipziger auch nicht. Trotz allem wurden sie am Freitag von den Gästen von der Küste übel verhauen und nach einem passablen Spiel eine Woche vorher wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Vor dem Spiel, sprichwörtlich die gesamte Winterpause lang, hatte man an Stellschrauben gedreht, Neuverpflichtungen wie Tiago Rockenbach geholt und mit der Zeit verstummten die Oral-raus-Rufe. Die Früchte erntete die Mannschaft in Hannover bei der Zweiten der Niedersachsen. Es gab Stimmen wie „Das sah fast wie Fußball aus“ oder „So kann’s weitergehen“. Und mit stolz geschwellter Brust ließ man den Gast aus Kiel kommen.

Etwa 3.600 Zuschauer wurden Augenzeugen bei der 1:5 Heim-Pleite gegen Holstein Kiel, ein Team dass sich in der Regionalliga Nord aktuell auf einem Platz im Mittelfeld befindet. Von den 5 Kisten für Kiel schoß allein 3 der Kieler Heider, den die völlig abwesend erscheinende Leipziger Abwehr nie in den Griff bekam. Und hier liegt das eigentliche Problem.

Nein, Torhüter Neuhaus war nicht das Problem. Der wurde von Christopher Gäng vertreten. Aber der war auch nicht der Schuldige. Es war die Verteidigung, die planlos umherstolperte und allenfalls interessiert zusah, was der Gegner zauberte.

5 Stück zu bekommen, ist schlimm. Schlimm ist aber auch der Zustand des Angriffs. Eine Mannschaft mit dem Anspruch, vorn mit zu spielen und bei günstiger Fügung um den Aufstieg zu kämpfen, muss den Anspruch haben, mehr Tore zu erzielen als sie bekommt. Leider sind da die Rasenballer fast ebenso glücklos wie beim Verhindern von Gegentreffern.

Wäre das Spiel 6:5 für RB Leipzig ausgegangen, hätte wahrscheinlich jeder von einem „Riesenkick“ oder einem „Wahnsinnsspiel“ gesprochen und Oral hätte als Trainer alle Trümpfe auf seiner Seite gehabt. Jetzt allerdings glaube ich, dass der Vulkan, auf dem Oral tanzt, allmählich zum Ausbruch schreitet.

Und was hört man als Konsequenz? Der Aufstieg ist nicht abgehakt. Am Trainer gibt es nicht zu rütteln. Hat der RB Leipzig etwa nur einen schlechten Tag gehabt? Mit einer Achterbahn ist man noch nie konsequent nach oben gefahren, sondern kam irgendwann wieder unten an. Und der RB Leipzig kommt mir zurzeit so vor, als wäre der gesamte Verein eine einzige Achterbahn. In Hannover hui, zuhause pfui.

Meine Herren, so wird das auch in hundert Jahren nichts mit der Bundesliga.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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