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Lok Leipzig ohne Trainer Kronhardt

Da hatte der blau-gelbe Verein aus dem Leipziger Südosten schonmal den Aufstieg geschafft, da stehen sie plötzlich ohne Trainer da. Der hatte nämlich eine Vision. Die hätte Geld gekostet. Und darum haben sich die Vereinsverantwortlichen nicht gekümmert.

Mitten in die Aufstiegsfeierlichkeiten platzte gestern der Rücktritt des wohl fähigsten Trainers, den Lok Leipzig in den letzten Jahren hatte. Willy Kronhardt, bis gestern Trainer und Sportdirektor, hatte eine Vision, wie es wohl zukünftig bei dem Verein im Herrenfußball weitergehen sollte. Er wollte quasi den Verein umbauen.

Kronhardt wies vor einiger Zeit auf diverse Missstände im Verein hin und zeigte Probleme und – wie es so schön heißt – Herausforderungen auf. Und er lieferte Lösungsvorschläge. Aber, so Kronhardt, auch der engagierteste Trainer kann “nicht die Tatsache fehlender finanzieller Mittel ausgleichen”.

Allerdings wurde Kronhardt eben auch aufgezeigt, dass das Präsidium des Vereins die finanziellen Voraussetzungen nicht zu ändern gedenkt. So wäre Lok Leipzig langfristig nicht konkurrenzfähig. Ich denke, er meint damit einen konsequenten Ausbau der Vereinsinfrastruktur und die höheren Kosten für einen soliden Fortbestand in Ligen ab der Regionalliga aufwärts.

Zudem – so merkt die Leipziger Internetzeitung an – war wohl der ausgehandelte Vertrag mit Willy Kronhardt ausschlaggebend. In dem soll wohl stehen, dass Kronhardt den Verein verlassen darf, sollte der Verein nicht bis zum 30.04.2012 auf ihn zugekommen sein. Und diese Option hat er gezogen. Einen Tag nach dem Aufstieg.

Es wird nun gerüchteweise davon geredet, dass Kronhardt sich mit dem Verein Germania Halberstadt einig sei. Ein fähiger Trainer wie er bleibt natürlich nicht tatenlos, wenn der Arbeitgeber nicht dergleichen tut, um ihm eine Zukunft zu bieten. Ob allerdings an der Halberstadt-Geschichte etwas dran ist, kann ich derzeit nicht beurteilen.

Nachdem Kronhardt gestern nun mitten in der Aufstiegsfreude die Bombe platzen ließ, waren sie bei Lok geschockt. Kapitän Werner stellt nun die Frage in den Raum, ob der Verein alles gegeben hat, um den Trainer zu halten. Scheinbar nicht.

Einen solchen Trainer werden die Blau-gelben wohl nicht mehr so schnell verpflichten können. Er hatte eine Vision von dem Verein. Leider ist diese Vision dem Verein – genauer: den Verantwortlichen – wohl relativ egal. So jedenfalls wird Lok Leipzig in der Regionalliga Nordost nicht bestehen können.

Einen Seitenhieb auf die Berichterstattung habe ich: Der große Axel Springer Verlag hat über den Rücktritt relativ zeitig berichtet. Ich wurde auf die Meldung via Smartphone aufmerksam. Für diese wollte allerdings die B*LD, dass ich Geld über das Handy einwerfe. Kurz darauf wurde ich allerdings dann kostenfrei über die Leipziger Internetzeitung informiert. Das Schockierende an der Sache ist dann, dass die B*LD-Meldung – auf dem PC geöffnet – nahezu keinen Informationsgehalt aufweist. Das ist doch einen doppelten Facepalm wert:

Doppelter Facepalm - (C) Manski - verlinkt von "Maski' Privatblog"

Informationsquellen:

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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