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Lok Leipzig und das Logo

Es gibt wieder etwas über den blau-gelben Spaßverein aus dem Leipziger Südosten zu berichten. Nachdem die Regionalliga erreicht wurde, sucht man ein neues Vereinslogo. Vielleicht sogar einen neuen Vereinsnamen.

Da gibt es einen Manfred Jansen. Der ist Geschäftsmann aus dem badischen Karlsruhe. Und der besitzt die Rechte am Vereinslogo und am Schriftzug “1. FC Lokomotive Leipzig”. Und dafür erhält er Geld. Eine knappe halbe Million einmalig zum Kauf oder bis zu 1300 € monataliche – nun ja – Miete. Und er meint, man müsse sich von der Vereinsseite her keine Gedanken machen.

Aufgrund der Situation, dass Jansen die Rechte am Logo hat, wurden Fans von der Vereinsführung her gebeten, ein neues Logo zu entwerfen. Jansen stellte sich nun hin und sagte, dass man hierzu gern eine Lösung finden würde. In einem Interview mit der Leipziger Internetzeitung tut er so, als würde er einzig und allein auf die Vereinsführung von Lok Leipzig warten.

Jansen will aber gar kein Geld mit dem Vereinslogo verdienen, liebe Lok-Führung. Er ist nämlich ein großer Fan des Vereins. Daher würde er dem Verein auch entgegen kommen. Denn schließlich hat der Verein – in seiner großen Zeit in den Achtzigern – international gegen Amsterdam und dergleichen große Spiele gemacht. Und von diesem Verein muss man schließlich Fan sein.

Mal ganz abgesehen davon, dass doch die Forderung von Jansen unverschämt hoch ist (man hat es schließlich mit einem vor 9 Jahren neu gegründeten Verein ohne großes finanzielles Polster zu tun). Ein solcher Geschäftsmann kann kein so großer Fan des Vereins sein.

OK, er organisierte diverse Dinge, wie Trainingslager in der Niederlande, Testspiele gegen Racing Santander (die wollten angeblich selbst gern gegen so einen Verein spielen) und so weiter. In dem Interview in der Leipziger Internetzeitung tut Jansen so, als ob das alles sehr viel Geld gekostet hat und er daher völlig zu Recht “Tantiemen” für das Logo einfordern kann.

Jedenfalls macht Lok Leipzig nun ernst, wie der Verein in einer kurzen Mitteilung Ende Juni geschrieben hat. Dort ist von monatlichen 500 € die Rede. Die erklärt Jansen in der Leipziger Internetzeitung so (es waren bisher 300 € pro Monat):

Diese Lizenzbeträge für Oberliga und Regionalliga kommen durch den Vorschlag von Herrn Notzon (Präsident) zustande.

Aha. Also ist der Verein wohl selbst schuld, dass Jansen Geld bekommt? Ich glaube zwar viel, aber das ist eine alberne und unglaubwürdige Äußerung. Wenn man so dem Blätterrauschen rund um Blau-Gelb zuhört, dann hört man immer wieder, dass der Verein auf Biegen und Brechen das Geld zusammenhalten will. Da werden die wohl kaum selbst horrende Summen für etwas ausgeben, das untrennbar mit dem Verein verbunden ist.

Wie geht’s jetzt weiter? Nachdem Jansen vollmundig von der angeblich so guten Zusammenarbeit mit dem Energielieferanten Goldgas geredet hat, ist wohl davon auszugehen, dass mit der Marke Lok Leipzig noch andere halbtote Firmen Geld verdienen wollen. Noch dazu wird man sich wohl ernsthaft um ein neues Logo kümmern. Wenn man den Gerüchten glauben kann, könnte gar ein neuer Vereinsname herauskommen. Ich wäre für “SG Probstheida”, auch ein Name aus der Vereinsgeschichte, wie die Wikipedia weiß.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Lok Leipzig und das Logo”

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