Neulich beim RB Leipzig

Nachdem ja nun der Aufstieg für den prestigeträchtigen Verein aus Leipzig seit längerem perfekt war, galt es nun, die Weichen für die Regionalliga-Saison zu stellen. Auf der Homepage von RB Leipzig heißt es demnach plakativ „Regionalligist RB Leipzig stellt Weichen“.

Was die rotweißen Stellwärter da gefummelt haben, möchte ich kurz zusammenfassen. Ich hatte ja gestern schon diesbezüglich etwas geschrieben.

Nun sind also die berühmten Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Solche Auskünfte hätte ich beim 1. FC Lokomotive Leipzig erwartet, aber nicht bei den Bullen. Aber das ist ein anderes Thema.

Durch das Stellen der Weichen sind erst einmal der Sportdirektor Joachim Krug und das Trainergespann Tino Vogel und Lars Weißenberger aufs Abstellgleis gefahren worden. Krug durfte gehen und erhielt vollmundige Danksagungen, die beiden Trainer dürfen sich über eine tolle neue Aufgabe bei der zweiten Mannschaft von RB Leipzig freuen.

Nein, diese Personalentscheidungen haben nichts mit der zuletzt erlebten Niederlage beim Stadtkonkurrenten Sachsen Leipzig zu tun, betonte Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer. Es ginge schlicht und ergreifend um andere Anforderungen, die in der Regionalliga auf die sportliche Leitung zukämen. Und diesen Anforderungen, wie zum Beispiel das adäquate Antreiben von echten Profis, wäre die bisherige Leitung nicht gewachsen. Und offiziell klingt es dann so: „Das Trainerteam hat das Saisonziel erreicht und dafür möchten wir Dank sagen. Wir sind aber der Meinung, dass wir für den nächsten Schritt für diese wichtige Position eine Veränderung vornehmen müssen“, so Dietmar Beiersdorfer.

Gut, bei den selbst gesteckten Zielen kann man diese Entscheidung sogar nachvollziehen. Man hat ja bis zur Saisonvorbereitung noch Zeit und kann in Ruhe eine richtige Leitung finden. Hier kursieren wilde Namen, die der RB Leipzig natürlich nicht kommentieren wird. Da dieser Punkt noch sehr weit offen ist, verweise ich hier auf die nahe Zukunft.

Warum habe ich jetzt hier das Logo des ESV Delitzsch? Ach ja, richtig: Das war auch so eine Nachricht neulich beim RB Leipzig.

Am Samstag wurde festgezurrt, dass die erste Mannschaft des ESV Delitzsch künftig als zweite Mannschaft von RB Leipzig auftritt. Hierzu unterschrieben der ESV-Abteilungsleiter Fußball, Zahn, und Dietmar Beiersdorfer einen Kooperationsvertrag.

Zahn sagte dazu: „Wir arbeiten künftig auch im Nachwuchs mit RB zusammen. Es ist beiden Vereinen wichtig, die Kinder und Jugendlichen vor Ort auszubilden.“

Was nun der ESV Delitzsch mit den roten Bullen macht, ist ein Joint-Venture, worauf auch andere Vereine  der Region scharf waren. Als Gegenleistung greifen die Bullen dem chronisch klammen ESV finanziell etwas unter die Arme und unterstützten die Eisenbahner zum Beispiel beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes. Zuvor gab es für die insgesamt 14 Mannschaften des Vereins gerade einmal zwei Rasenplätze.

Trainiert werden wird dann übrigens in der neuen Egidius-Braun-Sportschule im Leipziger Stadtteil Abtnaundorf. Hier sollen dann auch die künftigen Leistungsträger der roten Bullen fit für die Liga gemacht werden.

Die roten Bullen haben auch schon einen Neuzugang zu vermelden. Hierbei handelt es sich um den 24-jährigen Mittelfeldspieler Maximilian Watzka. Der gebürtige Leipziger, der seine Karriere beim VfB Leipzig (als bei der Lok) begann, kommt vom 1. FC Magdeburg.

Zuvor war er für Kickers Offenbach II in der Hessenliga aktiv und kam bei den Profis von Kickers Offenbach in der zweiten Bundesliga zu 13 Einsätzen.

Watzka sagte wörtlich: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe bei RB Leipzig und will meinen Beitrag dazu leisten, dass der Klub seine ehrgeizigen Ziele erreichen wird.“

Watzka wird beim RB Leipzig zukünftig die Rückennummer  16 tragen. Er erhält bei  den roten Bullen einen Vertrag bis 2012.

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