Quo vadis, SG Leipzig-Leutzsch?

Ein Jahr ist der Verein nun alt. Und alles ist ungewisser geworden. Vieles steht und fällt dabei mit Vereinsvize Jamal Engel. Bei allem, was man so liest, stimmt der Leitspruch “Hier stimmt die Chemie” so nicht ganz. Die – nun ja – Dunkelgrünen aus dem Leipziger Westen werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten.

Die Leipziger Internetzeitung (L-IZ) veröffentlichte gestern einen interessanten Kommentar zum Auftakt der Mitgliederversammlung zum Leutzscher Fragezeichen-Club. Die zentrale Frage lautet:

Wie weiter bei der SG Leutzsch?

Da gibt es die Fakten: Präsident Barthelmes steht im Verdacht, Sponsorengelder unterschlagen zu haben. Eine von ihm angekündigte Aufklärung bleibt bis heute aus. Der Leutzscher Nachwuchs sollte laut Engel, Barthelmes und Bauchspieß konsequent gefördert werden, weshalb schnell das Gerücht aufkam, man wäre eine Art “Farmclub” für den RB Leipzig. Auch hier nur heiße Luft, denn die A-, B- und C-Junioren spielten jeweils eine Saison, die sehr wenig Erfolg aufzeigte. Dem Fanumfeld wird immer wieder ein gewisser Hang zum rechten Gedankengut nachgesagt. Spieler rennen dem Verein davon oder werden zeitweise nicht bezahlt.

Derlei Beispiele gibt es noch jede Menge weitere. Unterm Strich bleibt der Eindruck, dass der Verein von einem schlechten in einen mehr als desolaten Zustand geschlittert ist. So wie der Ausspruch: Schwach angefangen und dann stark nachgelassen.

Schaut man sich auf der Webseite des Vereins um, findet man keinerlei Neuigkeiten. Gestern war nun Mitgliederversammlung. Jeder andere Verein veröffentlicht darauf die Ergebnisse. Aber solche Informationen sucht man auf der Seite vergebens.

Im Fanforum findet man Durchhalteparolen. Aber man erfährt nicht, wie es nun mit dem Verein weitergeht. Ich denke, dass dies alles andere als ein positives Zeichen. Im Blätterwald liest man derweil auch, dass die SG Leipzig-Leutzsch ihr Startrecht in der Landesliga Sachsen irgendeinem anderen Verein angeboten haben soll. Zudem soll Jamal Engel mit eigenem Vermögen ausgeholfen haben.

Das Schlimme an der Situation ist aber der weiter vor sich hin marodierende Alfred-Kunze-Sportpark. Dort ist die SG Leipzig-Leutzsch Hauptmieter und die BSG Chemie Leipzig Untermieter. Das wurde vor einem Jahr beschlossen. Letztere zahlen so viel an erstere, dass man guten Gewissens behaupten kann, dass die Chemie einer der größten Förderer der SG ist. Trotzdem haben die Hauptmieter in keinster Weise in das Stadion investiert.

Warum nicht? Wo ist das Geld hin? Übersteht der Fragezeichen-Verein den Sommer oder gar die nächste Spielzeit? Fragen über Fragen, deren Antworten der Verein schuldig bleibt. Am Ende platzt vielleicht in der nahen Zukunft die Seifenblase. Ob das gut oder schlecht für den Leutzscher Fußball ist, wage ich nicht zu beurteilen. Es ist auf jeden Fall schlecht für das Ansehen des gebeutelten Leipziger Fußballs.

Informationsquellen:

  • Leipziger Internetzeitung – Mitgliederversammlung und eine Frage: Wie weiter bei der SG Leutzsch?
  • SG Leipzig-Leutzsch – Offizielle Webseite

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