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RB Leipzig empfing den HFC zur Mutter der mitteldeutschen Derbys

Heute war es angerichtet: Zum Beginn der Rückrunde und gleichzeitig zum letzten Spiel im Jahr 2013 empfing heute der RB Leipzig den Halleschen FC in der Red Bull Arena zu Leipzig. Aufgrund der knapp 40 Kilometer, die beide Städte voneinander entfernt sind, und aufgrund der irgendwie immer schon vorhandenen Animositäten der beiden Städte konnte man von einem waschechten Derby reden.

Spiele zwischen den Leipzigern und den Hallensern waren eigentlich nie vorhersagbar. Es konnte in den letzten Jahren zwischen dem RB Leipzig und dem Halleschen FC immer alles passieren. Und man pflegt eine gesunde Rivalität. Und heute trafen dann also der 2. und der bisherige 17. der 3. Liga aufeinander. Und wie schon gesagt: Es war nicht vorhersagbar, wie es ausgeht.

20.345 Zuschauer sahen in der Red Bull Arena eine denkbar hart und tapfer umkämpfte Partie, in der man den riesigen Unterschied in Sachen Tabellenplatz lediglich ahnen konnte. Es war etwa 3/4 des Spiels ein Spiel auf Augenhöhe. Dafür zollt man den Saalestädtern gern Respekt. Und das Spiel hatte alles, was man von einem Derby erwartet. Für die angeblich so traditionsbewussten RB-Leipzig-Hasser einmal eine kurze Aufstellung, wie viel Dampf im Spiel war:

  • Im Vorfeld gab es Nickligkeiten bezüglich der Eintrittskarten für Halle. RB hatte den Verkauf beschränkt, was dem HFC nicht passte.
  • Im Spiel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Kein Zentimeter Spielfeld wurde kampflos aufgegeben. Es war für beide ein hartes Stück Arbeit.
  • Es gab Handgemenge zwischen den Spielern, es gab Rudelbildungen, es gab Rangeleien.
  • Die Fans beider Mannschaften übertrumpften sich mit Fangesängen und hielten – für beide Mannschaften – ihre Farben Rot und Weiß hoch.

Der Leipziger Angriff hatte aber wie schon die Wochen davor ein wenig Ladehemmungen. Zwar traf Daniel Frahn mal wieder das Tor, jedoch aus einer Abseitsstellung. Viel mehr ließen die Hallenser lange Zeit nicht zu. Zur Halbzeit gab es außer einem wilden Handgemenge nur ein 0:0. Also reagierte Trainer Zorniger und brachte den in den letzten Wochen sehr überzeugenden André Luge für seine Leipziger.

Und sofort drehten die Leipziger auf und wurden – nach einem erneuten Abseitstor – mit dem wohlverdienten 1:0 durch Dominik Kaiser belohnt. Aber das brachte nicht so wirklich viel Aufwind für die Leipziger. Es blieb ein spannender Zweikampf über die Vorherrschaft in der Metropolregion Halle-Leipzig. Das änderte sich auch nicht, als bei Halle dann der Stürmer Pierre Merkel, der „Kanzler“, ins Geschehen eingriff.

Im Gegenteil, kurz nach dessen Einwechslung schaffte Leipzigs Stürmer Poulsen die Murmel ins Netz. Aber die Hallenser wurden stärker. Sie merkten offenbar, dass da noch etwas möglich sein konnte. Und sie drehten auf, was darin resultierte, dass es zu einer seltsamen Caramboulage im Strafraum von RB Leipzig kam. In der 86. Minute kam unter nicht ganz klaren Umständen der Hallenser Schmidt zu Fall, und den darauf folgenden Elfmeter verwandelte Bertram zum 2:1-Anschlusstreffer und Schlussstand.

Fakt ist: Der Schiedsrichter der Partie hatte keine klare Linie. Man wusste nicht so wirklich, woran man war. Das beruhigte nicht unbedingt die Partie. Beim Elfmeter war er nicht ganz glücklich. Ebenso wenig wie bei manch anderer Situation. Mit anderen Worten: Das war keine richtig glückliche Leistung.

Fakt ist auch: Man darf sich nie von einem Tabellenplatz täuschen lassen. Der Hallesche FC ist stärker als der nun aktuelle Platz 18 vermuten lässt. Sicher hat auch das Derby dabei eine Rolle gespielt. Aber die spielen schon einen guten Fußball und hatten in der Hinrunde oftmals nur kein Glück.

Fakt ist ebenfalls: Der RB Leipzig wollte den Platz 2 festigen, was mit diesem Spiel geglückt ist. Platz 3 war Hansa Rostock, die durch ein Unentschieden gegen Holstein Kiel bei gleichzeitigem Sieg von Darmstadt gegen Elversberg die Plätze mit den Hessen getauscht haben. Der Abstand zu Darmstadt beträgt nun ansehnliche 5 Punkte.

Der RB Leipzig spielt kontinuierlich oben mit. Sie wollten sicherlich zu Beginn der Saison irgendwo im oberen Drittel mitspielen, aber Platz 2 hätten nur wenige erwartet. Nun ist Winterpause. Und die wurde heute mit diesem mitteldeutschen Knaller eindrucksvoll eingeläutet.

Bildquelle: Bildquelle: Altes Logo von RB Leipzig – (C) RB Leipzig e.V.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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