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RB Leipzig empfing Fortuna Düsseldorf

Der Halligalli-Fußball ist zurück in Leipzig. RB Leipzig empfing gestern Abend Fortuna Düsseldorf und bot als Aufsteiger einiges auf. Es war das erste Montagabend-Flutlicht-Spiel, das die Mannschaft um Dominik Kaiser gewann. Und das ziemlich überzeugend. Sie werden zwar aufgrund des Rückstands nach wie vor nichts mit dem Aufstieg zu tun haben, aber das ist auch ganz in Ordnung so. Seit gestern Abend hat aber die Fortuna auch nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun.

Es war ein sehenswertes Spiel, das vor nur 17000 Zuschauern stattfand. Die Beierlorzer-Elf begann mit Hierländer und Kimmich als Doppel-Sechs und lief deshalb im klassischen 4-4-2 auf. Offensiv baute der sympathische Trainer auf Kaiser und Forsberg im Mittelfeld, sowie auf Poulsen und Damari im Sturm. Die Abwehr setzte sich aus Teigl, Klostermann, Rodnei und Jung zusammen. Klostermann und Rodnei vertraten dabei Sebastian und Compper in der Innenverteidigung.

Von vorn herein hatte die Dosen-Truppe die Rheinländer im Griff. Was mir am Spiel auffiel: Beierlorzer muss die zweiten Bälle trainiert haben. Denn die Spieler gaben nicht gleich auf, wenn ein Abschluss mal nicht klappte. Und Standards soll er verstärkt trainiert haben. So kam es eben auch, dass eine Kaiser-Ecke an Mann und Maus vorbei zu Rodnei flog, welcher sein erstes Tor für seinen Verein schoss. Da waren grad sowas um die 10 Minuten gespielt. Der bald folgende Jung-Freistoß landete wieder vor Rodnei, der aber am an sich guten Torwart Rensing scheiterte.

Aber nach einer knappen halben Stunde konnte Kimmich den Abstand vergrößern. Es war ein lupenreiner Konter. Es war sehenswert gespielt. Forsberg entfleuchte der Fortuna-Abwehr, sein Pass verfehlte aber den guten Hierländer. Allerdings war die Rensing-Abwehr mehr unglücklich, wodurch Abgänger Kimmich volle Kanne zum 2:0 einnetzen konnte. Aber Düsseldorf war eben auch nicht chancenlos, hatte aber dem Angriffs-Halligalli wenig entgegen zu setzen. Und wenn die Fortuna mal angreifen konnte, war Coltorti eine sichere Bank im Tor der Leipziger.

Außer eben kurz nach der Pause. In der besten Phase der Rheinländer kam es zu einer Angriffs-Staffette, die darin gipfelte, dass der „Iceman“ Pohjanpalo einnetzen konnte. Zu dieser Phase war sie zurück: Die Hühnerhaufen-Taktik in der Abwehr von RB Leipzig. Glücklicherweise fing man sich recht schnell wieder, was auch daran lag, dass Düsseldorf nicht nachsetzte und auf den Ausgleich ging. Also drehten die „Bullen“ wieder auf. Beierlorzer brachte dann den robusten Demme für Teigl.

Und plötzlich wurden wieder die Raketen gezündet. Mit einem intelligenten Hacken-Ableger brachte im „Halbfeld“ der Israeli Omer Damari den Dänen Yussuf Poulsen ins Spiel, der ein Traumtor zum 3:1 Endstand erzielte. Damit traf gleichzeitig das erste Mal in diesem Jahr ein Stürmer in einem Punktspiel. Es war etwa 20 Minuten vor Schluss der Gipfel des schnellen Überfall-Spiels, das RB Leipzig die ganze Zeit spielte. Die Taktik eines breiten Mittelfelds mit zwei robusten Sechsern ging auf, das man dann durch Demme sogar noch steigerte, indem man eine Dreier-Abwehr-Reihe und ein Fünfer-Mittelfeld aufbot.

Kurz vor Schluss brachte Beierlorzer dann noch Reyna für Damari und Kalmar für Forsberg. Die änderten aber nichts wesentliches mehr am Spielverlauf. RB Leipzig steht damit mit 8 Punkten Rückstand auf einem fünften Platz, der so in den letzten Spielen unter Zorniger nicht erwartbar war. 8 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 3, der von den „Roten Teufeln“ 1. FC Kaiserslautern besetzt wird. Und 6 Punkte hinter dem Karlsruher SC auf 4. Das wird wohl nichts mit dem Aufstiegsrennen.

Die Fortuna hat sich zu günstig in Leipzig verkauft. Es heißt, dass die Red Bull Arena schwer zu bespielen ist, was angeblich an den Fans liegen soll. Bei 17000 Hanseln erscheint das aber etwas unglaubwürdig. OK, die Fortuna wurde fast gar nicht von den eigenen Fans unterstützt. Aber das Stadion hat schon bessere Zeiten erlebt. Jedenfalls war es ein sehr sehenswertes Spiel, das eine passende Bewerbung für Trainer Beierlorzer darstellte, dass sich Ralf Rangnick gar nicht nach einem neuen Coach umsehen muss.

Und so kann man weitermachen und eine schwierige Saison zu einem guten Ende bringen. Dieses Spiel von gestern Abend machte viel Appetit auf mehr von den Dosen-Kickern. Und die Tweets bei Twitter erzählten von Neid und amüsierten dabei grandios. So kann es weitergehen, das hat Spaß gemacht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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