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RB Leipzig - Flagge - (C) RonnyK CC0 via Pixabay.de RB Leipzig - Flagge - (C) RonnyK CC0 via Pixabay.de

RB Leipzig in der Champions League: Nicht so schlecht

RB Leipzig spielt in dieser Saison Champions League. Und nach einem Remis gegen den AS Monaco und einer Niederlage bei Besiktas Istanbul ist da Katzenjammer. Aber wieso eigentlich? Muss man denn gleich alles schlecht reden? Ist das nicht ein bisschen viel Mäkeln auf hohem Niveau? Und die Kritiker des Vereins sind ganz laut dabei, den Club aus der Messestadt nun auszulachen. Aber war es denn wirklich so mies, was die Bande von Ralph Hasenhüttl in dem europäischen Wettbewerb bot?

Monaco ist nicht irgendwer

Der französische Fußball-Meister letzter Saison heißt AS Monaco. Die monegassische Aktiengesellschaft ist nicht irgendwer, weil die Ligue 1 auch nicht irgendeine Wald-und-Wiesen-Liga ist. Nach 7 Spieltagen steht der AS Monaco bereits wieder auf Platz 2 der Liga. Hinter Primus Paris St. Gemain. Und als einer der Favoriten der Gruppe kam das Fürstentum nach Leipzig. Und holten sich lediglich einen Punkt.

Die Hölle von Istanbul

Am zweiten Champions League Spieltag ging es für RB Leipzig nach Istanbul in den Vodafone-Park im Stadtteil Besiktas. Auch Besiktas liegt in der SüperLig auf dem zweiten Platz. Hinter dem Stadtrivalen Galatasaray. Die Fans gelten als die lautesten Fans des Landes, vielleicht sogar in ganz Europa. Die „Çarşı“ hält den Weltrekord von 141 dB. Und hier hat sich RB Leipzig das Spiel in der ersten Halbzeit aus der Hand nehmen lassen und erst zur zweiten Halbzeit Zugriff erlangt. Folgerichtig verlor man am Bosporus mit 2:0.

Die anderen sind auch nicht besser

Die deutschen Vertreter in der Champions League – also Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayern München – haben sich alle am zweiten Spieltag nicht mit Ruhm bekleckert. Denn die Ergebnisse sind eindeutig:

Erster Spieltag

  • Tottenham Hotspur – Borussia Dortmund 3:1
  • RB Leipzig – AS Monaco 1:1
  • Bayern München – RSC Anderlecht 3:0

Zweiter Spieltag

  • Besiktas Istanbul – RB Leipzig 2:0
  • Borussia Dortmund – Real Madrid 1:3
  • Paris St. Germain – Bayern München 3:0

Jetzt kann man trefflich darüber streiten, was denn schwere und leichte Gegner sind. Am Ende denke ich, dass es in der Champions League keine leichten Gegner gibt. Und da müssen wir einfach mal festhalten, dass sich dann RB Leipzig gar nicht so schlecht geschlagen hat. Vor allem, wenn wir uns vor Augen führen, dass ein Großteil der Mannschaft mindestens seit der zweiten Bundesliga, wenn nicht sogar seit der 3. Liga, dabei ist und bis auf Emil Forsberg niemand Champions League-Erfahrung hat.

RB Leipzig steht wie Borussia Dortmund in der jeweiligen Gruppe auf dem dritten Platz, hat aber das bessere Torverhältnis und wenigstens schon mal einen Punkt gesammelt. Die Bayern sind Zweiter in ihrer Gruppe, weil sie freilich gegen Anderlecht gewonnen haben. Aber auch das ist jetzt nicht so hurra-überzeugend. Jetzt mit dem Finger auf RB Leipzig zu zeigen, ist dann einigermaßen unredlich.

Lehrgeld bezahlt

RB Leipzig musste speziell in Istanbul Lehrgeld bezahlen. Davon geht aber auch die Welt nicht unter. Im internationalen Geschäft sind die Spieler halt größtenteils Greenhorns. Ich nehme an, dass die Bundesliga dann diese Saison sowieso wichtiger sein wird als die Champions League. Wenn man wieder eine ähnliche gute Platzierung erzielt wie in der letzten Saison, spielt man ja wieder international. Und dann wird man wohl nicht mehr wie ein Lehrling auftreten.

Wobei Lehrling: Das ist alles Jammern auf sehr hohem Niveau. Bis auf den so genannten Schlüsselspieler Naby Keita, von dem ich in höchstem Maße enttäuscht bin, leistet die Mannschaft sehr viel. Und sie weiß auch, was die Stunde geschlagen hat. Nicht zuletzt aber können auch alle Fußball spielen. Nur dass eben jener Keita wohl schon mit dem Kopf in Liverpool hängt und der Mannschaft nicht mehr wirklich weiterhilft, ist schade.

Nun geht es am Sonntag zum schwächelnden 1. FC Köln, der heute als Gruppenletzter in der Europa League den serbischen Club Roter Stern Belgrad (eigentlich ja Sportsko društvo Crvena Zvezda) empfängt. Das Team von Trainer Hasenhüttl muss dann mal wieder irgendwie stabiler werden. Aber unterm Strich ist das Alles nicht so schlecht, wie es manchmal klingt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “RB Leipzig in der Champions League: Nicht so schlecht”

  1. Am meistens wundert mich dass man defensiv nicht so stabil ist wie in der Hinrunde letzte Saison.
    Wenn man sich erinnert oder nochmal die Aufstellungen von damals ansieht.
    Klostermann hatte sich gleich am Anfang verletzt, in der innenverteidigung waren Compper
    und Orban gesetzt und auf den Außen haben Schmitz, Berndo, Halstenberg und Ilsanker variabel gespielt.
    Und das hat gut fuktioniert.
    Jetzt setzt man fest auf Upamecano, Orban innen, außen ist Klostermann zurück und Schmitz drückt die Bank.
    Man könnte denken das doch etwas die Erfahrung eines Compppers fehlt.
    Ist aber sicher nur die halbe Wahrheit.
    Inzwischen läuft uns kein Gegner mehr ins offene Messer,
    also heißt es Änderungen an den Abläufen, Positionsspiel vor zu nehmen um nicht mehr so berechenbar zu sein.

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