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RB Leipzig in Österreich

Was wird immer wieder gehetzt, wenn es um das Thema RB Leipzig geht! Da ist vom “Dosenonkel Matti” (Dietrich Mateschitz, Chef von Red Bull), von “eRBrochenen Eventis” (die Fans von RB Leipzig” und ähnlichem geschrieben. Beim gerade stattfindenden Trainingslager in Bad Radkersburg in Österreich fand ich gar als Kommentar den widerwärtigen Spruch “Heim ins Reich”.

Woher derartige Beiträge kommen, sollte inzwischen klar sein. Ich möchte mich hier auch nicht an weiteren Spekulationen beteiligen, sondern kurz zusammenfassen, was sportlich geschah.

Die Saison 2010 / 2011 wurde als 4. abgeschlossen. Zu Beginn wurde zwar das Ziel “Aufstieg in Liga 3” ausgegeben, aber als Aufsteiger gleich den 4. Platz zu schaffen, ist sicherlich ein gutes Ergebnis.

Damit kommende Saison der Aufstieg sicher klappt, wurde a) die halbe Mannschaft umgekrempelt, b) mit Peter Pacult ein neuer Trainer geholt und c) im Management “gefegt”. Dann wurde wieder angefangen, Sport zu treiben. Und das sieht schon nicht schlecht aus.

Im gesamten Juli dokterte man und bestritt Testspiele und Trainingslager. Nun scheint es so, als könne die neue Saison kommen:

– 12 : 3 gegen SV Braunsbedra am 02.07.

– 1 : 1 gegen Flota Świnoujście am 05.07.

– 3 : 0 gegen FSV Budissa Bautzen am 09.07.

– 3 : 3 gegen 1860 München II am 13.07.

– 4 : 0 gegen FC Grimma am 17.07.

– 4 : 1 gegen Grazer AK am 20.07.

Nun, einigen werden die Namen nicht sehr viel sagen. Der FC Grimma spielt z.B. Landesliga (Liga 6), Bautzen in der NOFV-Oberliga Süd (Liga 5), Świnoujście in der 1. polnischen Liga und Graz in der 3. österreichischen Liga.

Im Trainingslager selbst findet wohl – laut dem, was man so liest – die Mannschaft gut zueinander, sodass wohl auch Ausfälle und “schlechte Tage” kompensiert werden können. Genau dies war wohl unter Tomas Oral letzte Saison nicht möglich.

Und was steht an? Das Spiel, was im Jargon der Anti-RB-Leipzig-Hetze “Red Bull gegen VW” heißt. Am 29.07. tritt der RB Leipzig in der Red Bull Arena in der 1. Runde des DFB Pokals gegen den VfL Wolfsburg an. Die Hetzkampagnen erzählen ja davon, dass dort “ein paar gekaufte Dosenheinis” rumsitzen werden. Da heute veröffentlicht wurde, dass für dieses Spiel bereits 12.000 Karten über den Vorverkauf verkauft werden, scheint wohl diese Prognose nicht zu stimmen.

Ich denke, wenn sich RB Leipzig in der folgenden Saison nicht wieder die Butter vom Brot nehmen lässt (das Pokalspiel mal außer Acht gelassen), dann können die so genannten “Roten Bullen” ganz oben mitspielen und aufsteigen. Spätestens dann werden die Hetzkampagnen etwas leiser werden.

Der Verein möchte sich weiter mit Leipzig verwachsen. Sportlich werden sie auf jeden Fall die Nummer 1 bleiben. Dazu kommt weder von Blaugelb noch von Grünweiß (mal 2) vernünftiges Gekicke. Wenn der Verein aber auch mit der Bevölkerung gehen will, sollte die Öffentlichkeitsarbeit dringend verbessert werden. Den Leutchen habe ich per Email folgende Fragen gestellt:

– Wo finde ich die Möglichkeit, Mitglied im Verein zu werden? Es ist mir nicht klar ersichtlich. Und leider lese ich immer wieder, dass es sich beim RB Leipzig um keinen wirklichen Verein handelt, da man kein Mitglied werden kann.

– Wird das Layout Ihrer Webseite irgendwann lesefreundlicher sein? So, wie sie derzeit erstellt ist, macht das Lesen der noch dazu sehr kurzen Beiträge keine Freude. Vergleichen Sie hierzu bitte meinen Blog: www.henning-uhle.eu

– Wie wollen Sie den vielen Zweifeln zur Integrität zur Region entgegenwirken? Nur mit Freikarten, wie man im Internet liest, wird es nicht gehen.

Leider blieb mir der Verein bisher die Antworten schuldig. Ich weiß aber, dass man bei RB Leipzig kein Mitglied werden kann, aber im Bulls Club, dem größten Fanclub des Vereins. Bleiben noch die beiden anderen Fragen. Ich werde unterrichten, wenn ich hierzu etwas höre.

Im übrigen weiß ich aus eigener Recherche, dass die Geschichten über jede Menge Freikarten zu Heimspielen nicht stimmen können. Insofern hätte sich diese Frage auch von selbst erledigt. Ich hätte es nur gern vom Verein selbst erfahren.

Ich warte erst einmal gespannt auf die Rückkehr und die Saisoneröffnung. Dann mache ich mir ein Bild, ob es sich lohnt, den Verein bei Heimspielen zu besuchen.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “RB Leipzig in Österreich”

  1. Hallo, Herr Uhle,

    nur durch einen Zufall bin ich heute, am 21.06.2014, auf Ihre Seite geraten und bin erstaunt, was Sie alles so von sich geben…..

    Nun werden Sie denken, es folgt Kritik. Nein, eher das Gegenteil ist der Fall!

    Gewissermaßen sind bei einen Vergleich mit den Worten zum “roterauseblogger” Ähnlichkeiten zu erkennen!

    Wie oft Sie richtig lagen, merkt man erst, wenn die älteren Artikel gelesen wurden. Da war der Weg des “RB” Leipzig, der eigentlich ganz einfach “RaBa” Leipzig heißen und mindestens auch so im “neuen” Logo stehen müsste, viel steiniger als oberflächlich angenommen.

    Ja, z. B. der Streit mit der DFL um die letzte Lizenzierung war lachhaft, besonders, weil diese vor dem reichen “Mann im Hintergrund” regelrecht einknickte!

    Auch über die Möglichkeit, dass ein “Sportlicher Direktor” ,(RR), gleichzeitig über die Personalien zweier Vereine entscheiden darf, die aber miteinander nichts zu tun haben sollen, ist wohl beispiellos! Was dabei herauskommt, sehen wir doch schon bei den teilweise sehr kuriosen Zu- und Abgängen.

    In den vergangenen Jahren gab es ein unnormal hohes Stühlerücken in fast allen Positionen von ganz oben bis ganz unten zum letzen Spieler. Talente oder gestandene Leute kamen (u.a. zuletzt Kammlott oder Luge) und wurden wieder “freigestellt”.

    Um ehrlich zu sein, wird nach meiner Meinung der Aufenthalt in dieser 2. Liga länger dauern als geplant, zumindest bei der Sicht nach oben……

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