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RB Leipzig und die gestutzten Störche

Man merkt, dass die Dritte Liga eine Profiliga ist. Denn heute – an einem Dienstag – war Spieltag in der Liga. In Leipzig kam es dabei zu einem richtigen Kracher: Der RB Leipzig empfing heute den KSV Holstein, besser bekannt als die Kieler Störche.

Man versprach sich Rehabilitation. Für ein Spiel unter der Woche, was es in den letzten Jahren leider sehr wenig gab, waren über 11000 Zuschauer in der Red Bull Arena zugegen, als es zum Showdown kam. Es waren schmerzliche Erinnerungen an die Regionalliga-Saison, die beide Vereine miteinander erlebt hatten.

Um 19 Uhr war es angerichtet, der Wiedersehensgipfel von Leipzig. Kein Sender übertrug das Spiel live. Im Gegensatz dazu läuft beim Sender Sport1 Regionalliga live. Aber das nur als Randbemerkung.

3:1 ging das Spiel aus. Und es war ein hart umkämpftes Stück Arbeit. Erst in der Nachspielzeit machten die Leipziger alles klar. Es gab während des Spiels 5 gelbe, 1 gelbrote Karte, rund 30 Fouls und jede Menge Spannung. Gern hätte ich das Spiel gesehen. Denn dass das Spiel etwas besonderes ist, zeigt folgende kleine Liste:

  • 03.09.2010: Kiel – RBL 1:2 (5.235 Zuschauer)
  • 18.02.2011: RBL – Kiel 1:5 (3.621 Zuschauer)
  • 13.11.2011: RBL – Kiel 2:1 (16.627 Zuschauer)
  • 21.04.2012: Kiel – RBL 1:0 (6.165 Zuschauer)

Nach Spielen stand es also vorher 2:2. Nach Toren 5:8 für Kiel. Diese Bilanz wurde nun also richtig gestellt. Besonders schlimm muss dabei das 1:5 Heimdebakel gewesen sein. Und die Rehabilitation war nötig.

Mit einem schönen 4-3-3 rannten die Leipziger auf die Kieler ein. Aber durch einen Abwehrfehler stand es plötzlich 1:0 für die Störche. Ein vermutliches Foul an Stürmer Poulsen bringt keinen Elfmeter für RB mit. Aber die Leipziger steckten nicht auf und rannten gegen eine Wand aus Störchen an. So blieb das dann auch bis zur Halbzeit.

Kurz nach der Pause ging es dann los mit dem Kartenreigen. Angefangen hat Kiel. Und Kiel besorgt auch das zweite Tor, nur eben diesmal für RB. Ein paar Minuten später kommt es durch ein Handspiel im Strafraum zu einem Elfmeter, den der RB-Kapitän Frahn souverän verwandelte. Wieder ein paar Minuten später bekam der Kieler Wetter wegen Foulspiel nach Spielverzögerung Gelbrot. Es folgten weitere gelbe Karten für Leipzig und Kiel. Und es wurde immer hitziger. Die Leipziger hatten Chancen um Chancen. Auch Kiel kam immer wieder zu gefährlichen Aktionen. Und in der Nachspielzeit jagte Frahn über das halbe Spielfeld und schoss das 3:1 in ein leeres Tor.

Als Fazit kann man festhalten: Was auch immer weiterhin über den RB Leipzig so erzählt wird, die Spieler sind es wert, dass man sich für den Verein einfach mal begeistern muss. Mit viel Kampf und Herzblut, so liest es sich zumindest im Ticker, haben sie den heimlichen Angstgegner besiegt. Den Kieler Störchen wurden in der Red Bull Arena die Flügel gestutzt.

Nachdem Duisburg gegen die Zweite von Borussia Dortmund und Osnabrück gegen Halle verloren haben, steht der Verein aus der DFB-Gründungsstadt auf dem vierten Platz. Man bedenke, dass RB Leipzig Aufsteiger ist und es wird allgemein gesagt, dass man nicht unbedingt in die 2. Bundesliga durchmarschieren muss. Insofern ist das eine sehr ordentliche Leistung.

Jetzt bin ich gespannt auf offizielle Spielberichte und Artikel von Leuten, die dabei gewesen sind. Ich hätte es gern gesehen, das, was man in Leipzig jetzt als “Störchejagd” bezeichnen kann.

Bildquelle: Bildquelle: Altes Logo von RB Leipzig – (C) RB Leipzig e.V.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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