Red Bull Arena, Leipzig: Ausbaupläne sind bekannt

Red Bull Arena in Leipzig von oben - By Philipp (Flickr: Leipzig von oben: Zentralstadion) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons Red Bull Arena in Leipzig von oben - By Philipp (Flickr: Leipzig von oben: Zentralstadion) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Die Red Bull Arena in Leipzig ist das Wohnzimmer von RB Leipzig und ist deutlich zu klein. Als der komplette Umbau des damaligen Zentralstadions anstand, war der für die Weltmeisterschaft 2006 gedacht. Ein Profi-Fußballclub war weit und breit nicht zu sehen. Nun spielt aber RB Leipzig Bundesliga und hat den Laden voll. Das Stadion ist fast immer ausgelastet, seitdem der Verein in der Bundesliga spielt. Und auch in der Zweiten Bundesliga war der Laden ordentlich gefüllt. Nun, da das Stadion dem Club gehört, steht seit langem ein Ausbau im Raum. Und die Pläne liegen nun auf dem Tisch.

Die Red Bull Arena und die Charakteristik

Sie ist schon ein Schmuckstück, die Schüssel von Leipzig. Die hoch moderne Fußball-Arena wurde in das frühere “Stadion der Hunderttausend” hineingebaut. Das wiederum bringt allerdings auch so manche Probleme mit sich. Denn das alte Stadion ist ja noch von den Wällen her vorhanden. Die müssen quasi überwunden werden. Ein Besuch im Stadion ist somit auch gleichzusetzen mit einem sportlichen Workout. Ja, ich übertreibe hier. So schlimm ist es nun auch wieder nicht. Vom Grundgedanken ist das aber schon besonders, so ein Stadion im Stadion.

Aber die Red Bull Arena passt eben auch sehr gut zu Leipzig. In der Stadt hat man aufgrund der Lage wenig Platz. Im Stadion setzt sich das so fort. Irgendwo stand mal, dass 44000 die oberste Schmerzgrenze für das Stadion ist, da es eben in der alten Schüssel steht. Also auch zu wenig Platz. Und in der Arena gibt es zudem nur begrenzten Raum für Catering und Sanitäranlagen, was immer wieder zu einem sehenswerten Chaos zur Halbzeit-Pause führte. Dem Ganzen will man nun aber endgültig entgegentreten.

Ausbau der Red Bull Arena

RB Leipzig hat viel vor. Von den momentan zur Verfügung stehenden 43588 Plätzen will man auf etwa 52000 Plätze kommen. Dazu soll der berühmte B-Block (der rotweiße Fanblock, in Dortmund wäre das die gelbe Wand) quasi ein reiner Stehplatz-Block werden und somit statt 5000 etwa 9000 Fans aufnehmen können. Im Norden und Süden entstehen hinter den Toren zudem neue Oberränge mit insgesamt über 3000 Plätzen. Und solche Umbau-Pläne stehen an.

Zudem kommen zwei halbrunde Anbauten, die künftig weitere Imbiss- und Toiletten-Plätze beherbergen sollen. Und es soll ein Flanierring im oberen Wall entstehen. Das oft gewünschte Heranrücken der unteren Zuschauerreihen hingegen muss noch warten und soll wohl in einer weiteren, späteren Umbauphase dann erfolgen, wenn notwendig. Ach ja: Das Stadiondach bekommt eine gigantische Version des Vereinslogos.

Die ambitionierten Pläne sollen nicht nur das Fassungsvermögen erhöhen. Das Antlitz des Wohnzimmers des immernoch zum Teil umstrittenen Vereins soll sich nicht verändern. Der Aus- und Umbau soll im laufenden Spielbetrieb stattfinden und bis zur Saison 2021/2022 abgeschlossen sein. Vielleicht haben sich die Leipziger Verkehrsbetriebe dann auch schon etwas einfallen lassen, wie die mehr werdenden Fußballfans zum Stadion gekarrt werden sollen. Die Rede war ja mal von einer weiteren Wendeschleife.

Was ist von den Plänen zu halten?

Es ist die deutlich bessere Variante, das bestehende Stadion sinnvoll zu erweitern, statt dass eine neue, viel größere Bude irgendwo auf dem Feld gebaut wird. Dadurch ist man allerdings an Maximalgrenzen gebunden. Mehr geht dann einfach nicht. Das ist auch in Ordnung so. Und dass der Ausbau so vorgenommen wird, ist für meine Begriffe auch ein äußerst sinnvoller Plan. Mit den zusätzlichen Rängen schafft man auch Lärmschutz, was auch nicht so die blödeste Idee ist.

Wer dann bei RB Leipzig das Sagen hat, wenn der Umbau abgeschlossen ist, kann ja heute noch niemand sagen. Anzunehmen ist, dass in der sportlichen Leitung einiges an Veränderung passiert sein dürfte, vielleicht zugunsten von Tim Sebastian. Aber vielleicht auch in der Vereinsführung. Das dürfte alles normal sein, weil sich ja immer mal etwas ändert. Der Umbau ist notwendig, das weiß auch die Leitung. Er geschieht mit verhältnismäßig wenig Tamtam. Das geht sicherlich auch alles brachialer. Und das ist am Ende doch auch zu begrüßen.

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.